25 Seiten, PDF-E-Book
Erschienen: März 2026
Bestell-Nr.: 40675
https://doi.org/10.30820/0075-2363-2026-1-75
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Gerhard Dahl
Aporie der Nachträglichkeit und regressive Temporalität (PDF)
Zur Erschließung des nicht-verdrängten Unbewussten
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Untersucht wird die Aporie der Nachträglichkeit als Spannung zwischen progressiven und regressiven Zeitstrukturen. Ziel der Untersuchung ist die Hypothese, dass der regressive Zeitvektor der Nachträglichkeit ein heuristisches und hermeneutisches Modell zur Erschließung des nicht-verdrängten Unbewussten bieten kann und damit jenseits linearer Temporalität über das klassische Behandlungsmodell der Verdrängung hinausweist. Freuds Verdrängungsparadigma verhinderte die Erforschung einer regressiven Zeitbewegung der Nachträglichkeit, da Kausalität nicht rückläufig wirken kann. Die semantische Unschärfe des Verdrängungsbegriffs, der topische, dynamische und zeitliche Bedeutungen überlagert, führte zu einem historischen Kategorienfehler: Freud ordnete auch die regressive Zeitrichtung von Nachträglichkeit der Verdrängung zu und verstellte damit ihre hermeneutische Funktion. Der Autor diskutiert die Bedeutung des ursprünglich Janet zugeschriebenen Konzepts der Dissoziation, das Freud durch Verdrängung ersetzte, um den regressiven Vektor der Nachträglichkeit zu begründen und damit einen Zugang zum nicht-verdrängten Unbewussten zu ermöglichen.
Abstract:
The aporia of Nachträglichkeit is examined as a tension between progressive and regressive temporal structures. The aim of the study is the hypothesis that the regressive time vector of Nachträglichkeit can offer a heuristic and hermeneutic model for accessing the non-repressed unconscious, thus pointing beyond linear temporality and beyond the classical treatment model of repression. Freud’s repression paradigm prevented the investigation of a regressive temporal movement of Nachträglichkeit, since causality cannot operate retrogradely. The semantic vagueness of the concept of repression, which overlaps topical, dynamic, and temporal meanings, led to a historical category error: Freud also assigned the regressive temporal direction of Nachträglichkeit to repression, thereby obscuring its hermeneutic function. The author discusses the significance of the concept of dissociation, originally attributed to Janet, which Freud replaced with repression to establish the regressive vector of Nachträglichkeit and thus enable access to the non-repressed unconscious.
Abstract:
The aporia of Nachträglichkeit is examined as a tension between progressive and regressive temporal structures. The aim of the study is the hypothesis that the regressive time vector of Nachträglichkeit can offer a heuristic and hermeneutic model for accessing the non-repressed unconscious, thus pointing beyond linear temporality and beyond the classical treatment model of repression. Freud’s repression paradigm prevented the investigation of a regressive temporal movement of Nachträglichkeit, since causality cannot operate retrogradely. The semantic vagueness of the concept of repression, which overlaps topical, dynamic, and temporal meanings, led to a historical category error: Freud also assigned the regressive temporal direction of Nachträglichkeit to repression, thereby obscuring its hermeneutic function. The author discusses the significance of the concept of dissociation, originally attributed to Janet, which Freud replaced with repression to establish the regressive vector of Nachträglichkeit and thus enable access to the non-repressed unconscious.
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Anmerkungen zu Zeit, Raum und dem psychischen Apparat von Sigmund FreudGerhard DahlS. 75–99Aporie der Nachträglichkeit und regressive Temporalität (PDF)
Zur Erschließung des nicht-verdrängten UnbewusstenClarisse BaruchS. 101–121Das Vorbewusste: Ein Raum für Zeit und Humor (PDF)
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