Lena Kuntze

Mentalisierungsbasierte Eltern- und Familienarbeit (PDF)

Sofortdownload
Dies ist ein E-Book. Unsere E-Books sind mit einem personalisierten Wasserzeichen versehen,
jedoch frei von weiteren technischen Schutzmaßnahmen (»DRM«).
Erfahren Sie hier mehr zu den Datei-Formaten.

Der Beitrag erläutert die Grundlagen und die praktische Anwendung der mentalisierungsbasierten Psychotherapie (MBT) im Kontext der Elternund Familienarbeit. Basierend auf der entwicklungspsychologischen Theorie der Psychoanalyse wird Mentalisieren als die Fähigkeit definiert, das eigene Verhalten und das Handeln anderer durch zugrundeliegende mentale Zustände – wie Wünsche, Gefühle und Überzeugungen – zu interpretieren. Der Fokus der Arbeit liegt auf der Verbesserung der »Reflektierenden Fähigkeit« (RF) der Eltern, um die transgenerationale Weitergabe von Psychopathologien zu reduzieren. Der therapeutische Ansatz verfolgt dabei eine Haltung des »Nicht-Wissens« und nutzt spielerische sowie systemische Interventionen, um blockierte Kommunikationsmuster aufzulösen. Eine zentrale Voraussetzung für den therapeutischen Erfolg ist die empathische Validierung der elterlichen Perspektive, um eine tragfähige Arbeitsbeziehung zu schaffen, die es Eltern ermöglicht, sich sicher genug zu fühlen, um die Perspektive ihres Kindes neu zu erkunden.

Abstract:
This article outlines the theoretical foundations and clinical application of Mentalization-Based Treatment (MBT) within the framework of parental and family therapy. Drawing on the developmental theory of psychoanalysis, mentalizing is defined as the capacity to understand behavior – both one’s own and that of others – in terms of underlying mental states, such as desires, feelings, and beliefs. The primary goal of this approach is to enhance the »Reflective Functioning« (RF) of parents to mitigate the transgenerational transmission of psychopathology. Adopting a stance of »not-knowing«, the therapy utilizes active, playful, and systemic interventions (e. g., MIST) to resolve communication blockages within the family system. A critical element of the process is the empathic validation of the parents’ own narratives and emotions, providing the necessary safety for them to move beyond externalizing blame and begin exploring the internal world of their child.