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15 Seiten, PDF-E-Book
Erschienen: August 2026
Bestell-Nr.: 41045
https://doi.org/10.30820/9783837964547-145
Lucy LaFarge

Verlust und Gedenken (PDF)

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Die Autorin befasst sich, ausgehend von Dana Birksted-Breens Arbeit zur Zeitlichkeit, mit dem von ihr hergestellten Gegensatz zwischen einer linearen Entwicklungszeit, die als eine Abfolge von unveränderlichen Momenten gesehen wird, und einer bidirektionalen Prozesszeit, die immer wieder neu umgeschrieben wird, und denkt über die Rolle der unveränderlichen Elemente im psychischen Leben nach. Sie vertritt, dass diese Elemente eine Form des Erinnerns sind, die einen Schutz vor Verlust darstellt. Sie werden im Lauf des Lebens angeeignet und haben einen Kern konkreter sensorischer Erfahrung, aber sie evozieren umfassendere Szenerien, die nicht gänzlich sensorisch sind. Die Autorin untersucht die Arbeitsweise zweier Arten von Erinnerungsbruchstücken oder Andenken: Deckerinnerungen, die unveränderlich bleiben, und wiederkehrende Träume, deren unverändert bleibende Struktur einen Rahmen bietet, in dem Veränderung geschehen kann. In Analysen bewahren beide Erinnerungen an den analytischen Prozess und evozieren immer wieder die Präsenz des Analytikers3. Von besonderer Bedeutung sind beide bei der Beendigung. Sie fungieren als Hinweise auf das nahende Ende und als Abwehr des Verlusts des Analytikers. Zwei kurze klinische Beispiele von Patienten, die sich der Beendigung nähern, illustrieren diese Gedanken.

Abstract:
Drawing upon Dana Birksted-Breen’s work on temporality, and the contrast which she draws between linear, developmental time, seen as a series of unchanging moments, and bidirectional, process time, which is retranscribed again and again (Birksted-Breen, 2016b [2003])), the author considers the role of unchanging elements in mental life. She argues that these elements are a form of memorialization, which defends against loss. Incorporated throughout life, they have a core of concrete, sensory experience but evoke larger scenes that are not entirely sensory. The author explores the operation of two kinds of memorial tokens: screen memories, which remain inalterable, and recurrent dreams whose unchanging structure serves as a frame in which change can take place. In analysis, both of these preserve memories of the analytic process and re-evoke the presence of the analyst. Both are particularly prominent at termination, when they function both as markers of approaching termination and as defenses against the loss of the analyst. Two brief clinical examples from patients who are nearing termination Illustrate these points.