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34 Seiten, PDF-E-Book
Erschienen: August 2026
Bestell-Nr.: 41047
https://doi.org/10.30820/9783837964547-191
Luca Quagelli

Das Zusammenspiel sensorischer Verknüpfungen und der damit verbundenen Öffnung hin zur Beziehung in der klinischen Arbeit mit autistischen Kindern (PDF)

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In diesem Artikel geht der Autor der Frage nach, welche Rolle Sinneseindrücke in der Behandlung schwer autistischer Kinder spielen und wie sie therapeutisch am besten genutzt werden kann. Während die Psychoanalyse die defensive Funktion, die Sensorik für diese Patienten3 haben kann, differenziert untersucht hat, vertritt der Autor die Auffassung, dass das sensorische Erleben auch für Differenzierungsprozesse und die Strukturierung des Körper-Ichs genutzt werden kann. Anhand detaillierten klinischen Materials aus der Psychotherapie einer fünfjährigen Patientin möchte der Autor veranschaulichen, wie zum einen die Arbeit an den verschiedenen Sinnesmodalitäten zu einer Öffnung hin zur Beziehung zum Anderen führen kann (zunächst jeweils spezifisch für die jeweilige Sinnesmodalität, dann später in einer umfassenderen Form) sowie zum anderen, wie sich der Zugang zur Verschiedenheit des Anderen aus dieser Arbeit an den (Körper-)Empfindungen heraus entwickelt. Ein wichtiger Teil dieser Arbeit ist technischen Fragen gewidmet: Damit diese Prozesse gelingen, muss der Analytiker dem Sensorischen möglichst nahekommen und entlang des Sensorischen deuten. Auf diese Weise können sich die Wahrnehmungsflüsse der verschiedenen Sinnesmodalitäten langsam wieder in den Beziehungsraum (circuit relationel) einschreiben und sich (wieder) miteinander verknüpfen.

Abstract:
In this article, the author aims to shed new light on how sensoriality can be considered and deployed in the treatment of severely autistic children. Whereas psychoanalysis has explored in detail the defensive function that sensoriality can have for these patients, the author puts forward the idea that this can be used to further the differentiation and structuration of the body ego. Through some detailed clinical material, drawn from the psychotherapy of a five-year-old girl, the author sets out to illustrate how work on the different sensations can lead to relational openings that are initially specific to each sensory channel and then more general, as well as how the access to otherness emerges from this work on sensations. Much of the article is devoted to »technical« questions: in fact, for these processes to be carried out successfully, the analyst must situate himself in and intervene as closely as possible to sensoriality. It is in this way that the various sensory flows are gradually (re-)inscribed in the relational circuit and can begin to be (re-)connected with each other.