18 Seiten, PDF-E-Book
Erschienen: April 2026
Bestell-Nr.: 36587
https://doi.org/10.30820/2752-2121-2026-1-11
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Andreas Hamburger
Zur Inflation des Traumabegriffs (PDF)
Migrationen eines travelling concept
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Der Beitrag skizziert die Migration des Traumabegriffs von der Chirurgie über die Psychiatrie und die Psychoanalyse in die Sozialund Geisteswissenschaften und von dort in die Alltagsrede. Es wird gezeigt, wie an jeder Station dieser Wanderung soziale Einflüsse die schrittweise Ausweitung des Begriffs, den concept creep im Sinne einer Normalisierung und Generalisierung des Begriffs, beförderten. Dabei werden auch Tendenzen insbesondere des Dekonstruktivismus kritisch hinterfragt, den Begriff so abstrakt zu handhaben, dass er seinen Inhaltsbezug einbüßt, und ihnen ein in der konkreten klinischen Erfahrung geerdeter psychoanalytischer Begriff des sozialen Traumas entgegengehalten.
Abstract:
This article describes the migration of the trauma concept from surgery to psychiatry and psychoanalysis, then to the social sciences and humanities, and finally to everyday language. It shows how social influences promoted a concept creep, a trend towards normalization and generalization of the term. It also critically examines tendencies, particularly in deconstructionism, to use trauma in such an abstract way that it loses its reference to content, and contrasts this with a psychoanalytical concept of social trauma grounded in actual clinical experience.
Abstract:
This article describes the migration of the trauma concept from surgery to psychiatry and psychoanalysis, then to the social sciences and humanities, and finally to everyday language. It shows how social influences promoted a concept creep, a trend towards normalization and generalization of the term. It also critically examines tendencies, particularly in deconstructionism, to use trauma in such an abstract way that it loses its reference to content, and contrasts this with a psychoanalytical concept of social trauma grounded in actual clinical experience.
Alina Brehm, Phil C. Langer & Andreas Hamburger S. 5–9Editorial (PDF)
Soziales TraumaAndreas HamburgerS. 11–28Zur Inflation des Traumabegriffs (PDF)
Migrationen eines travelling conceptPhil C. Langer & Aisha-Nusrat Ahmad S. 29–40Soziales Trauma und die Arbeit an den Wunden (PDF)
Collaborative storytelling mit ehemaligen Kindersoldaten des Islamischen Staates im NordirakRoger FrieS. 41–55Das Erbe der Indian Residential Schools in Kanada (PDF)
Eine Fallstudie zu sozialem TraumaDamir Arsenijević, Sue Grand, Andreas Hamburger, Camellia Hancheva & Gamze Özçürümez Bilgili S. 57–79Die Selbstzerstörung der Demokratie und ihre sozialtraumatischen Hintergründe (PDF)
Ein vergleichendes Gespräch von Psychoanalytiker:innen aus Bosnien-Herzegowina, Bulgarien, Deutschland, der Türkei und den USADoreen Zeymer-von MetnitzS. 81–89Zum Antisemitismus in Deutschland unter der Aktualität des 7. Oktobers 2023 (PDF)
Ein WerkstattberichtDaniel ZechariaS. 91–100Never again! - für wen? (PDF)
Satire als Diskursarena sozialen Traumas im israelisch-palästinensischen KonfliktBarbara M. HabermannS. 101–110Soziales Trauma in Be’Tipul und En thérapie (PDF)
Ein Werkstattbericht
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