Alina Brehm & Manfred Gerspach

Nachruf auf Rolf Haubl (PDF)

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Angela Moré, Christine Morgenroth & Nele Reuleaux

Gruppenprozesse zwischen regressiver Polarisierung und kreativer Auseinandersetzung (PDF)

Der Beitrag geht zunächst auf einige Entwicklungen und Erkenntnisse der Gruppenanalyse ein, um mit deren Hilfe bestimmte Prozesse und Dynamiken in Gruppen besser verstehen und ggf. auch auf nicht geleitete Gruppen übertragen zu können. Im Anschluss hieran betrachten wir verschiedene gesellschaftliche Prozesse und Entwicklungen, die zu einer Verstärkung von Spaltungstendenzen in Verbindung mit einer zunehmenden Radikalisierung und politischen Verrohung ... [ mehr ]

Gudrun Nagel

Soziale Arbeit in Tagesgruppen auf der Basis der Psychoanalytischen Pädagogik und der Gruppenanalyse (PDF)

Anhand eines Jungen mit Verhaltensauffälligkeiten wird die Arbeit einer Tagesgruppe mit dem Konzept der Psychoanalytischen Pädagogik im Kontext der Gruppe beschrieben. Die Pädagogik der vorgestellten Tagesgruppe zielt darauf das auffällige Verhalten der Kinder in seiner Bedeutung zu ergründen und eine Nachreifung durch Regression zu ermöglichen. Tagesstruktur, Spiel und Kreativität und eine professionelle zugewandte pädagogische Haltung ... [ mehr ]

Tilman Sprondel

Gruppenanalyse und Lebensweltorientierung (PDF)

Zwei Perspektiven auf Jugendwohngruppen

Ausgehend von der Feststellung, dass die bereits vor vielen Jahren von Zulliger konstatierte »Lücke« in der Theoriebildung der psychoanalytischen Pädagogik zumindest bezüglich der Heimerziehung bemerkenswerte Konstanz aufweist, wird versucht, Gemeinsamkeiten und wechselseitige Ergänzungen zwischen einer gruppenanalytisch orientierten Pädagogik einerseits und dem Konzept der Lebensweltorientierung andererseits zu beschreiben. Dabei werden die ... [ mehr ]

Inge Schubert

»Lieber einen bösen Vater als gar keinen Vater« - Vaterbilder in einer Klassengruppe präadoleszenter Schüler*innen (PDF)

Verständigungsprozesse in schulischen Peer-Gruppen

In der Schilderung, Interpretation und Analyse der Szene einer Schulklasse macht der Artikel deutlich, dass gruppenanalytisches Arbeiten in der Schule Räume öffnet für die Identitätsentwicklung von Heranwachsenden. Hintergrund der Szene ist ein über zwei Schuljahre durchgeführtes pädagogisches Setting im Rahmen einer Klassenratsstunde. Der Artikel illustriert, wie die kontinuierliche psychosoziale Arbeit einer gruppenanalytisch ausgebildeten ... [ mehr ]

Beatrice Kustor

Wie in der Zeit eingefroren (PDF)

Herausforderungen für pädagogische Teams in der Arbeit mit traumatisierten Menschen

In diesem Beitrag werden neue Perspektiven auf den Zusammenhang von Trauma, Gruppe und pädagogischer Arbeit vorgestellt. Zunächst wird erläutert, wie Traumata entstehen und wie traumatische Stressoren mithilfe von Fluchtabwehr und dem Mechanismus des Einfrierens sowie der Dissoziation abgewehrt werden. In einer Fallvignette wird die pädagogische Arbeit mit einer traumatisierten Klientin vorgestellt und die Übertragungsprozesse auf das pädagogische ... [ mehr ]

Ute Schaich

Wann ist Gruppe hilfreich? (PDF)

Betrachtung von Fallvignetten aus der Sozialen Arbeit vor dem Hintergrund gruppenanalytischer Wirkfaktoren

Am Beispiel von Fallvignetten wird gezeigt, dass die Auseinandersetzung mit gruppenanalytischen Wirkfaktoren auch für die Arbeit mit Gruppen in der Sozialen Arbeit eine hilfreiche Reflexionsfolie darstellt.

Abstract:
Using case vignettes as an example, it is shown that the examination of group-analytical factors also represents a helpful reflection foil for working with groups in social work.
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Bernhard Rauh

Stabilisierende Gruppenfantasien (PDF)

Reflexionen zu einer Fallbesprechung aus einem praktikumsbegleitenden Seminar

Im Beitrag wird eine Szene aus einer schulpraktischen Begleitveranstaltung mithilfe einer doppelten Gruppenperspektive tiefenhermeneutisch interpretiert. Die Gruppendynamik in der Praktikumsklasse und die Dynamik in der Gruppe der Studentinnen in der als Fallbesprechungsseminar angelegten praktikumsbegleitenden universitären Lehrveranstaltung werden in ihrer Interferenz rekonstruiert. Gemäß der entwickelten Lesart wird von den ausschließlich weiblichen ... [ mehr ]

Hans Georg Lehle

»Können wir heute mal gleich spielen?!« - Freies Spiel und gruppenanalytische Haltung in der Gruppenanalyse mit Kindern (PDF)

Ein Beitrag für die Praxis

Anhand der Schilderung einer Vignette einer gruppenanalytischen Kindergruppentherapie wird die situative Dynamik der Gruppe und der Umgang der Leitung damit erläutert. Dabei geht es um die regulative, die Selbstund Identitätsentwicklung fördernde Bedeutung des Spiels in der Gruppenanalyse mit Kindern, um die gruppenanalytische Haltung und Rahmung, Indikation und Kontraindikation sowie die therapiebegleitende Arbeit mit separaten Bezugspersonengruppen und das ... [ mehr ]

Christian Wiesmann

Der gruppenanalytische Blick in der Pädagogik und Sozialen Arbeit (PDF)

Dieser Artikel gibt einen Überblick über meine Dissertation zum spezifischen Erkenntnispotenzial des gruppenanalytischen Blicks für die Pädagogik (Wiesmann 2025). Auf der Grundlage von teilnehmenden Beobachtungen in einer Kita, deren gruppenanalytischer Auswertung und der hieran anknüpfenden Ableitung von Konsequenzen für pädagogisches Verstehen und Handeln ließ sich zum einen zeigen, wie der gruppenanalytische Blick eine soziale ... [ mehr ]

Marga Günther & Anke Kerschgens

Editorial (PDF)

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Kevin Maier

Arrangierte Kontingenz (PDF)

Zur zeitlich-normativen Orientierung von Fridays for Future

Ausgangspunkt des Beitrags ist die Diagnose einer Krise zeitlicher Orientierung unter spätmodernen Bedingungen. Er untersucht, wie die Klimabewegung Fridays for Future auf diese Krise reagiert und dabei neue normative Maßstäbe setzt. Ausgehend von einer wissenssoziologischen Perspektive auf Zeit als einem normativen Ordnungsprinzip wird in einer Fallanalyse der Blogreihe »Sommer der Utopien« (Fridays for Future 2021) rekonstruiert, wie im Diskurs der ... [ mehr ]

Bettina Siebert-Blaesing

Geduld, Zeiterleben und Zeitpraktiken (PDF)

Professionelle Haltung in komplexen Veränderungsprozessen

Zeit wird in professionellen Kontexten häufig als knappe Ressource und als strukturierende Größe organisationalen Handelns thematisiert. Der vorliegende Beitrag richtet den Fokus auf das Erleben und die Gestaltung von Zeit in professionellen Veränderungsprozessen. Im Zentrum steht die Frage, inwiefern Geduld als professionelle Haltung verstanden werden kann, die den Umgang mit Unsicherheit, Ambivalenz und widersprüchlichen Zeitlogiken unterstützt. ... [ mehr ]

Ulrich Iberer & Robin Rox

Zu wenig Zeit für viele Aufgaben (PDF)

Zeitökonomie als Strategie von Schulleitung

Im schulischen Alltag bleibt zunehmend weniger Zeit. Beschleunigung, administrative Verdichtung und wachsende Ansprüche führen dazu, dass Lehrkräfte und Schulleitungen Zeit nicht nur als objektiven Faktor, sondern auch als subjektiv belastende Größe erleben. Der Beitrag geht der Frage nach, welche psychologischen Mechanismen dazu beitragen können, dass Zeit nicht nur als begrenzende Gegebenheit, sondern auch als aktiv gestaltbare Ressource in der ... [ mehr ]

Daniel Hofstetter & Annette Koechlin

Kooperation als Bearbeitung von Un-/Gleichzeitigkeit (PDF)

Zur zeitlichen Konstitution sonderpädagogischer Zuständigkeit

Der Beitrag leuchtet aus, inwiefern Kooperation im Unterricht über zeitliche Ordnungen beschrieben werden kann und wie unterschiedliche Modi von Zeitlichkeit (Chronos, Rhythmus) sonderpädagogische Zuständigkeit hervorbringen. Anhand des Stundenplans eines Sonderpädagogen sowie einer ethnografischen Unterrichtsbeobachtung an einer Grundschule wird herausgearbeitet, dass sich Kooperation als geteilte Ausrichtung an einer Gleichzeitigkeit verstehen lässt. ... [ mehr ]

Matthias Grein

Keine Zeit fürs Wesentliche? (PDF)

Zu Zeiterleben und Zeitpraktiken im schulischen Vorbereitungsdienst aus autoethnografischer Perspektive

Der deutsche schulische Vorbereitungsdienst ist zunehmend gut erforscht, Zeiterleben und Zeitpraktiken werden in unterschiedlichen Texten allerdings unterschiedlich diskutiert: Studien der Professionalisierungsforschung legen eine spezifische pädagogische Normativität an Zeitpraktiken und Entwicklungsverläufe an. In der Ratgeber-Literatur zum Vorbereitungsdienst zeigt sich dagegen eine normative Haltung, die weitgehend allgemein auf Berufseinstiege ... [ mehr ]

Elisabeth Pönisch

Temporale Ordnungen und Narrative extremer Gewalt (PDF)

Der vorliegende Beitrag analysiert Gewalt als zeitliches Phänomen und fragt danach, wie unter nationalsozialistischer Herrschaft spezifische Zeitregime in Judenhäusern und Konzentrationslagern Lebensbedingungen strukturierten und die Erfahrbarkeit von Gewalt prägten. Eine zentrale Annahme ist dabei, dass extreme Gewalt Zeit deformiert – sie blockiert Zukunft, zerstört biografische Kontinuität und eignet sich Zeithorizonte an, wodurch sie zu einem ... [ mehr ]

Janos Erkens

»Also, das war unterbewusst eigentlich schon immer da« (PDF)

Nachträglichkeit und Diskontinuitäten in jugendlichen trans Biografien

Der Beitrag untersucht, wie trans Jugendliche und junge Erwachsene ihre Lebensgeschichten vor dem Hintergrund diskursiver Verschiebungen im Feld von trans rekonstruieren. Ausgehend vom psychoanalytischen Konzept der Nachträglichkeit sowie Laplanches Verständnis von Geschlecht als nie final abgeschlossener Lösung »rätselhafter Botschaften« wird gefragt, wie Diskontinuitäten – Pubertät, inneres Coming-out, Transition – ... [ mehr ]

Mael Boenig

Neuformulierungen linearer Zeitlichkeit (PDF)

Eine Untersuchung von Zeitkonstruktionen am Beispiel einer trans_biografischen Erzählung

Viele trans und nichtbinäre Menschen teilen die Erfahrung, ihr eigenes Geschlechtsein sowohl in Relation zur vorherrschenden Geschlechterordnung als auch im Kontext der eigenen Biografie einordnen und begründen zu müssen. Um die eigene Lebensgeschichte erzählbar zu halten, ist es oft notwendig, auf bestimmte Erzählmuster zurückzugreifen, die wesentlich durch eine Verschränkung chronound cisnormativer Logiken geprägt sind. Am Beispiel eines ... [ mehr ]

Franz Erhard

Biografischer Stillstand (PDF)

Zur Zeiterfahrung von Armutsbetroffenen aus sozial-phänomenologischer Perspektive

Der Beitrag geht der Frage nach, wie sich bei Armutsbetroffenen die zeitliche Struktur subjektiver Erfahrung verändert. Auf Grundlage sozial-phänomenologischer und biografietheoretischer Ansätze wird gezeigt, dass Armut den Zerfall von überaus relevanten Strukturmustern der subjektiven Zeiterfahrung mit sich bringen kann. Anhand narrativer Fallanalysen wird verdeutlicht, dass Betroffene mitunter Schwierigkeiten haben, ihr Leben als fortschreitende Geschichte ... [ mehr ]

Patrick Leinhos

Verzeitlichung in Biographisierungspraktiken (PDF)

Zeiterleben, Zeitleben, Zeitbearbeitung und In-der-Zeit-Sein zwischen Norm und Praxis

Dieser Beitrag entfaltet ein praxeologisch-wissenssoziologisches Modell von Verzeitlichung als sozialer Praxis und Modus von Biographisierungsprozessen. Der Fokus liegt auf impliziten Wissensbeständen, die in handlungspraktischer Auseinandersetzung mit Normen, Erwartungen, Anrufungen und Rahmenbedingungen generiert werden und zugleich Handlungspraxis fundieren. Damit können sozial-gesellschaftliche Vorstellungen von Zeit, Zeitverwendung, Lebensverläufen und ... [ mehr ]