Homophobie, Heteronormativität und Melancholie (PDF)
Dieser Beitrag untersucht die Wirkung von Homophobie, internalisierter Homophobie und Heteronormativität auf das psychische Leben mancher schwuler Männer, wie es im Film All of Us Strangers dargestellt wird. Dabei werden Themen von ödipaler Zurückweisung, Entfremdung, Melancholie, Trauer und Verlust untersucht.
Abstract:
This paper explores the impact of homophobia, internalised homophobia and heteronormativity on the psychic lives of some gay ... [ mehr ]
Die Couch der Paranoia (PDF)
Vor dem Hintergrund ihrer beruflichen Erfahrungen in zwei Kulturen untersucht die Autorin, wie der taiwanesische Kontext eine andere Entwicklung fördert, nämlich die Identifizierung mit den präödipalen und ödipalen Objekten ein Leben lang aufrechtzuerhalten, dabei Ablösungsund Unabhängigkeitsversuche nicht zu unterstützen und die Entwicklung eines Familien-Selbst zu begünstigen. Dies führt zur Ausbildung eines starken Ich-Ideals, ... [ mehr ]
Das Zusammenspiel sensorischer Verknüpfungen und der damit verbundenen Öffnung hin zur Beziehung in der klinischen Arbeit mit autistischen Kindern (PDF)
In diesem Artikel geht der Autor der Frage nach, welche Rolle Sinneseindrücke in der Behandlung schwer autistischer Kinder spielen und wie sie therapeutisch am besten genutzt werden kann. Während die Psychoanalyse die defensive Funktion, die Sensorik für diese Patienten3 haben kann, differenziert untersucht hat, vertritt der Autor die Auffassung, dass das sensorische Erleben auch für Differenzierungsprozesse und die Strukturierung des Körper-Ichs genutzt ... [ mehr ]
»Welches Baby?« (PDF)
Schwangerschaft und frühe Mutterschaft sind Phasen hoher psychischer Anforderungen, nicht zuletzt aufgrund der vielfältigen körperlichen Veränderungen, denen Frauen in dieser Zeit ausgesetzt sind. Die Erfahrungen von Frauen können dabei stark variieren und werden unter anderem durch ihre frühe Kindheit, ihre inneren Objekte, aktuelle Beziehungen und ihr Umfeld sowie durch ihren körperlichen Zustand beeinflusst. Dieser Beitrag untersucht die ... [ mehr ]
Verlust und Gedenken (PDF)
Die Autorin befasst sich, ausgehend von Dana Birksted-Breens Arbeit zur Zeitlichkeit, mit dem von ihr hergestellten Gegensatz zwischen einer linearen Entwicklungszeit, die als eine Abfolge von unveränderlichen Momenten gesehen wird, und einer bidirektionalen Prozesszeit, die immer wieder neu umgeschrieben wird, und denkt über die Rolle der unveränderlichen Elemente im psychischen Leben nach. Sie vertritt, dass diese Elemente eine Form des Erinnerns sind, die einen ... [ mehr ]
Zweifel bei der Beendigung von Analysen und das innere Elternpaar (PDF)
Die Gegenübertragungsgefühle und Konflikte gegen Ende von Behandlungen zu beschreiben, fällt Analytiker*innen schwer. Die Literatur zur Beendigung konzentriert sich dementsprechend darauf, was geschehen sollte, statt auf das, was wirklich geschieht. Die inhärente Unvollständigkeit und unvermeidliche Frustration der Wünsche von Patient*innen und Analytiker*innen kann die einen und die anderen ins Chaos stürzen, gerade wenn ihr Bedürfnis ... [ mehr ]
»Wir sind aus Zeit gemacht«: Widerhall und Elastizität von Zeit in der Psychoanalyse (PDF)
Inspiriert von Dana Birksted-Breens Ideen zur ›Widerhall-Zeit‹ (reverberation time) untersucht die Autorin die Veränderbarkeit und Transformation von Zeitund Raumempfinden und deren Verbindung mit frühkindlich verkörperten Phantasien in der Behandlung eines zehnjährigen Jungen. Die Erfahrung von Zeitveränderungen (zusammengefasst unter dem Begriff Zeitelastizität, um die verschiedenen Formen widerzuspiegeln, die dies annehmen kann) ... [ mehr ]
(Un-)Sicherheit (PDF)
Unter dem Eindruck des Überfalls der Hamas auf Israel am 7. Oktober 2023 und des darauffolgenden Angriffs der israelischen Armee auf Gaza untersucht der Autor die Dynamik von Sicherheit und Unsicherheit. Er zeigt auf, wie es dem Sicherheitsstaat misslingt, einen Status von Sicherheit zu schaffen. Er diskutiert die Betonung von Sicherheit in der Psychoanalyse und kommt zu dem Schluss, dass auf individueller wie auf gesellschaftlicher Ebene die Akzeptanz einer gewissen ... [ mehr ]
Herausforderungen bei der Aufrechterhaltung des analytischen Rahmens während des Gazakriegs 2023/24 (PDF)
Der Autor untersucht die tiefgreifenden Auswirkungen des Überfalls der Hamas auf Israel am 7. Oktober 2023 und des folgenden Gazakriegs sowohl auf Analysanden als auch auf Analytiker. Er beschreibt die Schwierigkeiten, die in der Übertragungs-Gegenübertragungs-Dynamik auftraten, und zeigt anhand einer Vignette, wie es möglich wurde, diese Schwierigkeiten in der Analyse einer jüdischen Patientin mit einem muslimischen Analytiker durchzuarbeiten. ... [ mehr ]
Ist die Psychoanalyse relevant für den israelisch-palästinensischen Konflikt? (PDF)
Mit der Anfrage des IJP an Erlich, sich als Psychoanalytiker an der Kontroverse zum israelisch-palästinensischen Konflikt zu beteiligen, stellt er Erlich die Frage, welche Frage in diesem Zusammenhang psychoanalytisch relevant sei. Er fragt sich, warum gerade dieses Thema so viel Aufmerksamkeit erregt. Besorgt beobachtet er im Zusammenhang mit dem Krieg in Gaza einen Hang zu Spaltung, Schuldzuweisungen, Hass und Feindseligkeit und versteht dies als Ausdruck eines neu ... [ mehr ]
Rassifiziert (PDF)
Unter Psychoanalytiker*innen bleibt umstritten, ob Rasse, einschließlich Rassismus, rassisch bedingter Traumata und Ängste, als psychisches Phänomen betrachtet werden sollte. Anders als Aggression und Sexualität wird Rassismus oft mit Schweigen und Widerstand beantwortet, was die Erforschung dieses Aspekts der Psyche hemmt. Diese Arbeit beschreibt, wie wir rassifiziert werden, indem sie die transgenerationale Weitergabe rassistischer Traumata im Allgemeinen ... [ mehr ]
Jahrbuch der Psychoanalyse - Band 93
Was ist »Zeit«? Was ist »Raum«? Gibt es eine »Raumzeit«? Was sind Zeit und Raum im Psychischen?
Im Unbewussten herrscht der Primärprozess. Dann kann es im Unbewussten, da z. B. keine Kausalität ordnet, keine chronologische Zeitlichkeit geben. Dann kann es auch, da z. B. Menge und Teilmenge nicht logisch geschieden sind, keine klassische euklidische Räumlichkeit geben. Sind also Zeitlichkeit und Räumlichkeit mit ... [ mehr ]
Psychotherapie im Alter Nr. 91: »When I’m Sixty-Four« - Sehnsüchte, Ängste und Hoffnungen
Den Beatles-Song When I’m Sixty-Four komponierte Paul McCartney, als sein Vater 64 Jahre alt war. Der Liedtext ist geprägt durch ein ängstliches, negatives Bild vom Alter, von den Sorgen, verlassen und einsam zu sein und niemanden zu haben, der für einen sorgt.
Die Beiträge dieses Heftes, die auf Vorträge des Symposiums »›When I’m Sixty-Four‹ – Sehnsüchte, Ängste und Hoffnungen« zurückgehen, kreieren eine weniger angsterfüllte Sicht auf das Alter, als es dem Beatles-Text zu entnehmen ist. [ mehr ]
Wie sexuelle Bildung Heteronormativität reproduziert
Sexuelle Bildung an Schulen hat den Anspruch, Vielfalt und Akzeptanz zu fördern; paradoxerweise führen die oberflächlichen Diversitätsbestrebungen aber zu einer Reproduktion und Verfestigung heteronormativer Geschlechter- und Sexualitätsnormen. Die Autorin hebt hervor, wie sich besonders in Othering-Konstruktionen rassistische, klassistische und ableistische Zuschreibungen manifestieren. [ mehr ]
Wenn die Säuglingsbeobachtung endet
Im Jahrbuch für teilnehmende Säuglings- und Kleinkindbeobachtung 2026 beleuchten die Autor*innen einen oft unterschätzten Moment: das Ende der Beobachtungsbeziehung. Was geschieht, wenn die intensive Zeit der Begleitung endet? Wie beeinflusst der Abschied die psychische Reifung des Kindes? Welche Resonanzen löst er bei den Eltern und Fachkräften aus? [ mehr ]
Zeitgeschehen und Zeiterleben (PDF)
Die Autor*innen zeigen in Band 21, wie innig Psychoanalyse mit der Zeit verbunden ist, sei es in der klinischen Praxis, in Versuchen, das aktuelle Zeitgeschehen zu verstehen, oder in der Betrachtung künstlerischer Arbeiten über die Zeit. Sie nehmen zentrale Themen unserer Zeit in den Blick, darunter die fortdauernde Wirkung rassistischer Prägungen und die Möglichkeit oder Unmöglichkeit eines psychoanalytischen Beitrags zum Verständnis des Gaza-Kriegs. [ mehr ]
Zeitgeschehen und Zeiterleben
Die Autor*innen zeigen in Band 21, wie innig Psychoanalyse mit der Zeit verbunden ist, sei es in der klinischen Praxis, in Versuchen, das aktuelle Zeitgeschehen zu verstehen, oder in der Betrachtung künstlerischer Arbeiten über die Zeit. Sie nehmen zentrale Themen unserer Zeit in den Blick, darunter die fortdauernde Wirkung rassistischer Prägungen und die Möglichkeit oder Unmöglichkeit eines psychoanalytischen Beitrags zum Verständnis des Gaza-Kriegs. [ mehr ]
Intuition und Kreativität in Pädagogik und Sozialer Arbeit
Die Aufgabenfelder von Pädagogik und Sozialer Arbeit erfordern oftmals, sich in schneller Folge in wechselnden Situationen zu Kindern, Jugendlichen oder Erwachsenen zu verhalten. Wohlabgewogene und gezielt gesteuerte Reaktionen sind im unübersichtlichen Alltag oftmals schwer möglich. Die Autor*innen untersuchen, wie wichtig Erfahrung, Kreativität und Intuition für professionelles Handeln sind. [ mehr ]
Praxis der Verhaltenstherapie
Serge K.D. Sulz legt mit diesem Buch einen umfassenden und systematischen Leitfaden vor, der ab der ersten Therapiestunde dabei hilft, eine für die Patient*innen passende Vorgehensweise zu wählen. Für die ersten Jahre des psychotherapeutischen Berufs bietet dieses Buch alle notwendigen Handlungsanweisungen und ist somit der ideale Begleiter, um sich in die kognitiv-behaviorale Therapie einzuarbeiten. [ mehr ]
Behindertenpädagogik in Hessen (PDF)
»Ballastexistenzen« - Rechte Körperpolitik und die Einladung zur Schadenfreude (PDF)
Der Beitrag analysiert historische und aktuelle faschistische Ideologien im Umgang mit als »abweichend« markierten Menschen und stellt ihnen das Widerstandspotential inklusiver Bildung gegenüber. Ausgangspunkt ist die NS-Psychiatrie, die »seelisch Abnorme« als Gefahr deklarierte und ihre Ausgrenzung bis hin zur Vernichtung legitimierte. Im Zentrum steht die These, dass Inklusion – insbesondere in Schulen – demokratische und solidarische ... [ mehr ]