Buchreihen

Das Ende der Menschenrechte

Leben oder Tod an Europas Grenzen

Wer darf zu uns kommen? Wer wird als illegal markiert? Wo verdichten sich Feindbilder? Heidrun Friese versteht derzeitige Migrationspolitiken als Teil eines Kriegsszenarios und zeigt deren innere Logik von Feindschaft und Todespolitik. Sie formuliert die existenzielle Frage nach der Universalität der Menschenrechte und plädiert für Verantwortung und Rechenschaftspflicht. [ mehr ]

Der Körper als Ressource in der Psychotherapie

Psychodynamisch verstehen, prozesshaft denken, körperbezogen intervenieren

Peter Geißler erschließt seinen Leser*innen die komplexen Prozesse der psychodynamischen Körperpsychotherapie – ein Zugang, der Körpererleben, Affektregulation und psychoanalytisches Verstehen miteinander verbindet und auf eine tiefgreifende Veränderung unbewusster Muster zielt. Anhand eindrücklicher Fallgeschichten zeigt er auf, wie therapeutische Veränderung nicht nur über Sprache, sondern auch über die feine Wahrnehmung körperlicher Resonanzen gelingt. Er lädt dazu ein, therapeutisches Handeln nicht linear, sondern als prozesshafte Lebensbewegung zu begreifen, die durch achtsames Wahrnehmen, verkörperte Resonanz und dialogisches Arbeiten gestaltet wird. [ mehr ]

Lebensgeschichte, Interviews, wissenschaftliches Wirken

Gesammelte Schriften, Band 1

Seit den 1960ern einer kritischen Psychoanalyse und Psychologie verbunden, kulminierte das zeitdiagnostische Denken des Sozialpsychologen, Psychoanalytikers und Mediziners in seinem Projekt einer historisch ausgerichteten, kulturevolutionären Anthropologie. Einige von Hans Kilians Ideen sind trotz ihrer eigenen zeitlichen Verortung weiterhin aktuell und als wissenschaftsgeschichtliche Zeugnisse intellektuell anregend. Anhand von teils bislang unveröffentlichten Texten und Interviews werden Kilians Leben und Wirken anschaulich. Der Band wird abgerundet mit einer vollständigen Bibliografie seiner Werke. [ mehr ]

Praxis der psychodynamischen Organisationsberatung

Zwischen Handwerk, Wissenschaft und Kunst

Rudolf Heltzel führt in die vielfältigen praktischen Anwendungsmöglichkeiten der psychodynamischen Organisationsberatung ein. Er plädiert dafür, Beratung gleichermaßen als Handwerk, Wissenschaft und Kunst zu verstehen und diese Perspektiven im beraterischen Handeln einzubeziehen. Anhand von zahlreichen Fallbeispielen und Einblicken in sein Interventionsrepertoire stellt Heltzel anschaulich dar, wie psychodynamische Beratung in der Praxis gewinnbringend umgesetzt werden kann. [ mehr ]

Lebendig werden im Therapieraum

Auf dem Weg zu einer ontologischen Psychoanalyse

Thomas Ogden entwirft das Psychische als lebendigen Prozess von Sein und Werden. Die Psyche wird erfahrbar als Erlebnisraum eines kreativen Ichs, mit dem Analytiker*innen in schöpferischer Weise umgehen. Ogden formuliert auf diese Weise die Grundlagen einer ontologischen Psychoanalyse, die vermittelt, was es heißt, Psychoanalytiker*in zu sein und immer wieder neu zu werden. [ mehr ]

Gewalterfahrungen von Jungen und Männern und die Folgen für ihre Gesundheit

Sechster Deutscher Männergesundheitsbericht der Stiftung Männergesundheit

Männer sind im jungen Alter häufiger und generell anders als Frauen von Gewalt betroffen. Da Männer jedoch gesellschaftlich in erster Linie als Täter wahrgenommen werden, ist die Forschungslage zu ihren Gewalterlebnissen als Opfer und deren erhebliche Auswirkungen auf ihre Gesundheit völlig unzureichend. Führende Fachleute haben die verstreuten Erkenntnisse zusammengetragen und präsentieren sie entlang des Lebenslaufes. Ein besonderer Fokus liegt auf Blaulichtberufen und Militär sowie auf vulnerablen Lebenslagen. [ mehr ]

J.L. Moreno

Der Arzt, der das Theater in die Psychiatrie brachte

J.L. Moreno (1889–1974), der Vater des Psychodramas, war ein früher Kritiker Sigmund Freuds, war Verfasser und Herausgeber von Schriften der Wiener Moderne und des Existenzialismus, gründete ein experimentelles Theater, beeinflusste Martin Buber und wurde zu einem bedeutenden Psychiater und Sozialwissenschaftler seiner Zeit. Die von seinem Sohn Jonathan D. Moreno geschriebene Biografie verbindet das Leben und die Errungenschaften J.L. Morenos mit den Entwicklungen in der Psychologie und Soziologie. [ mehr ]

Mütter und Andere

Wie die Evolution uns zu sozialen Wesen gemacht hat

Der Ursprung unseres sozialen Verhaltens liegt, so Sarah Blaffer Hrdy, in gemeinschaftlicher Kindererziehung, denn steinzeitliche Mütter und Väter waren angesichts knapper Ressourcen auf gegenseitige Hilfe angewiesen. Die Autorin erläutert, warum und wie sich aus dieser Form der gemeinschaftlichen Fürsorge entscheidende neue Formen des sozialen Miteinanders sowie die einzigartigen menschlichen Fähigkeiten der Empathie und Kooperation entwickelten. [ mehr ]

Der Wert der Verlusterfahrung

Ein Essay zur Psychologie und Spiritualität der Trauerarbeit

Dieter Funke integriert anthropologische, psychodynamische und spirituelle Dimensionen von Verlusterfahrung und zeigt auf, wie diese selbstreflexiven Vergewisserungen bei der Trauerarbeit helfen können. Sie ermöglichen ein Verbundenheitsgefühl mit dem größeren Ganzen und lassen manche Überzeugungen, die mit Verlusterfahrungen verbunden sind, als Konstrukte unseres Denkens erscheinen. So verlieren sie an Bedrohlichkeit und vermögen der Verlustangst das Verbundenheitsgefühl entgegenzusetzen. [ mehr ]

Emotionen in der Gestalttherapie

Emotionen sind ein zentrales Thema in jeder Psychotherapie, doch die gestalttherapeutische Perspektive auf sie wurde bislang nur unzureichend theoretisch ausgearbeitet. Anhand zahlreicher Praxisbeispiele zeigt Staemmler die Relevanz dieser Theorie für die therapeutische Arbeit auf und bietet neue Perspektiven auf die emotionale Entwicklung, den emotionalen Ausdruck und die Verantwortung für Emotionen im therapeutischen Kontext. [ mehr ]

Helfende Hände für geflüchtete Menschen

Beziehungsorientierte psychosoziale Begleitung während des Ankommens

Die psychosoziale Begleitung von Geflüchteten in der Phase ihres Ankommens in Deutschland wirkt sich positiv auf die psychische Gesundheit und den Integrationsprozess aus. Doch wie kann eine beziehungsorientierte Hilfe gestaltet werden, wo liegen die Möglichkeiten und Grenzen einer frühzeitigen Begleitung und wie kann diese den unterschiedlichen Bedürfnissen gerecht werden? [ mehr ]

Pädagogische Beziehungen verstehen und gestalten

Anregungen für die Arbeit mit Kindern, Jugendlichen und ihren Eltern aus der Psychoanalytischen Pädagogik

Die Psychoanalytische Pädagogik bietet viele Anregungen und Hilfestellungen für pädagogische und psychosoziale Fachkräfte. Ein besseres Verständnis unbewusster Prozesse, von Übertragung und Gegenübertragung und vom Umgang mit Konflikten und drängenden Gefühlen hilft in der Arbeit mit Kindern, Jugendlichen und ihren Eltern. Der Band versammelt bisher unveröffentlichte, überarbeitete und aktualisierte Texte von Fachtagungen aus zwei Jahrzehnten der Arbeitsgemeinschaft Psychoanalytische Pädagogik. [ mehr ]

Libido und Narzissmus

Vom Verlust des Sexuellen im psychoanalytischen Diskurs. Eine Spurensicherung

Lilli Gast untersucht die psychoanalytische Konzeption des Narzissmus und ihre vielfältigen Metamorphosen, seit Freud sie in den psychoanalytischen Diskurs eingeführt hat. Anhand der theoretischen Entfaltung des Narzissmusbegriffs werden die erkenntnistheoretischen und subjekttheoretischen Dimensionen der Freud’schen Metapsychologie herausgearbeitet. [ mehr ]

Embodiment entdecken - körperliche Ressourcen nutzen

Mit über 100 praktischen Übungen und Selbstexperimenten

Die Psyche lässt sich ohne den Körper nicht verstehen und umgekehrt. Elli Kutscha erklärt den Embodiment-Begriff und leitet damit die zahlreichen praktischen Übungen des Buches ein. Leser*innen erhalten Inspiration zur Entdeckung und Nutzung ihrer vielfältigen Ressourcen und werden zum Ausprobieren, Experimentieren und zur Entwicklung individueller »Verkörperungen« eingeladen. [ mehr ]

Auf dem Sonnendeck der Titanic?

Nachdenken über gesellschaftliche Zukunftsfähigkeit

Vera Kattermann fragt, ob wir aktuelle gesellschaftspolitische Kontroversen besser verstehen können, wenn wir die Vorstellung von uns als Passagieren an Bord der Titanic bemühen, die anfangen, die Abläufe an Bord neu zu regeln, und in Anbetracht zahlreicher Konflikte nach Lösungen suchen. Denn auch für düstere Szenarien gibt es ein Danach, eine dann neu zu gestaltende Welt. [ mehr ]

Sexualwissenschaft am Ende des sexuellen Zeitalters

Zur Wirkungsgeschichte der Deutschen Gesellschaft für Sexualforschung

Der Band umfasst historiografische Aufsätze, autobiografische Texte, Interviews und fachhistorische Schlüsseltexte. Die Autor*innen gehen dem generationellen Wandel innerhalb der Fachgesellschaft nach und sie umreißen die Entwicklung zentraler Forschungsfelder der sexualwissenschaftlichen Institute an den Universitätskliniken Frankfurt am Main und Hamburg-Eppendorf als den beiden bedeutendsten universitären Ankerpunkten der DGfS. Zudem erinnern sie an fachpolitisch relevante Kontroversen und zeigen deren Bedeutung für Herausbildung des eigenen Profils in Öffentlichkeit und Fachöffentlichkeit auf. [ mehr ]

Sondermilieu Schule

Zur Aktualität von Peter Fürstenaus »Psychoanalyse der Schule als Institution«

Peter Fürstenaus viel beachteter Aufsatz »Zur Psychoanalyse der Schule als Institution« aus den 1960er Jahren zeigt die Dialektik von subjektiven und institutionellen Strukturen auf. Die Autor*innen würdigen die Relevanz dieses Textes sowohl rückblickend als auch in der Perspektive auf die aktuellen Bedingungen schulischer Erziehung und Bildung. [ mehr ]

Schmerz

Perspektiven aus Psychoanalyse, Psychotherapie, Psychosomatik und Tiefenpsychologie

Leiden und Schmerz sind jedem Menschen vertraut und verbindende Elemente des Menschseins insgesamt. Das psychosomatische Nachdenken über Schmerzstörungen eröffnet einen weiten Raum komplexer Gefühle und konkreter Dimensionen therapeutischer Ansätze. Jenseits des Klinischen kann das Erleben von Vulnerabilität Ausgangspunkt für gesamtgesellschaftliche Veränderungen sein. [ mehr ]

Enactment

Enactment beschreibt das erneute In-Szene-Setzen früher emotionaler Modellszenen und Beziehungsmuster, die auf paradoxe Weise eine biografische Bedeutung für Patient*in und Therapeut*in haben. Das Konzept taucht in nahezu allen zeitgenössischen psychodynamischen Schulen auf. Jens Tiedemann betrachtet das Enactment aus der Perspektive der zeitgenössischen Psychoanalyse und veranschaulicht anhand verschiedener Fallbeispiele seine klinisch-praktische Relevanz. [ mehr ]

Die Totalität des Todestriebs

Von der Freud’schen Dialektik zu einer kritischen Triebtheorie

Mario Wolf entwirft ausgehend von Freuds Triebtheorie eine kritische Theorie des Triebs. Er arbeitet die heimliche und negative Dialektik im Freud’schen Werk heraus, um die Selbstbegrenzung des Fortschritts anhand von Eros und Todestrieb begreiflich zu machen – in deren Versöhnung auch die Brechung des Banns der Naturgeschichte liegt. [ mehr ]