22 Seiten, PDF-E-Book
Erschienen: Juni 2026
Bestell-Nr.: 34146
https://doi.org/10.30820/0942-2285-2026-1-70
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Janos Erkens
»Also, das war unterbewusst eigentlich schon immer da« (PDF)
Nachträglichkeit und Diskontinuitäten in jugendlichen trans Biografien
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Der Beitrag untersucht, wie trans Jugendliche und junge Erwachsene ihre Lebensgeschichten vor dem Hintergrund diskursiver Verschiebungen im Feld von trans rekonstruieren. Ausgehend vom psychoanalytischen Konzept der Nachträglichkeit sowie Laplanches Verständnis von Geschlecht als nie final abgeschlossener Lösung »rätselhafter Botschaften« wird gefragt, wie Diskontinuitäten – Pubertät, inneres Coming-out, Transition – retrospektiv in kohärente Biografien überführt werden. Die empirische Grundlage bilden drei biografische Narrative Interviews mit jungen trans Menschen, die in einer tiefenhermeneutischen Interpretationsgruppe analysiert wurden. Die Analyse machte Spannungen zwischen der Pluralisierung von trans Lebensweisen, fortbestehenden Identitätsgeboten und normativen familiären wie gesellschaftlichen Erwartungen deutlich.
Abstract:
This article examines how transgender adolescents and young adults reconstruct their life stories against the backdrop of discursive shifts regarding transgender lifestyles. Based on the psychoanalytic concept of nachträglichkeit (afterwardsness) and Laplanche’s understanding of gender as a never-ending solution to »enigmatic messages«, the article asks how discontinuities – puberty, inner coming out, transition – are retrospectively transformed into coherent biographies. The empirical basis is formed by three biographical narrative interviews with young trans people, which were analyzed in a depth hermeneutic interpretation group. In particular, the tensions between the pluralization of trans lifestyles, persistent identity imperatives, and normative family and social expectations were highlighted.
Abstract:
This article examines how transgender adolescents and young adults reconstruct their life stories against the backdrop of discursive shifts regarding transgender lifestyles. Based on the psychoanalytic concept of nachträglichkeit (afterwardsness) and Laplanche’s understanding of gender as a never-ending solution to »enigmatic messages«, the article asks how discontinuities – puberty, inner coming out, transition – are retrospectively transformed into coherent biographies. The empirical basis is formed by three biographical narrative interviews with young trans people, which were analyzed in a depth hermeneutic interpretation group. In particular, the tensions between the pluralization of trans lifestyles, persistent identity imperatives, and normative family and social expectations were highlighted.
Ralph Sichler & Alexander Nicolai Wendt S. 3–10Editorial (PDF)
Patrick LeinhosS. 11–30Verzeitlichung in Biographisierungspraktiken (PDF)
Zeiterleben, Zeitleben, Zeitbearbeitung und In-der-Zeit-Sein zwischen Norm und PraxisFranz ErhardS. 31–50Biografischer Stillstand (PDF)
Zur Zeiterfahrung von Armutsbetroffenen aus sozial-phänomenologischer PerspektiveMael BoenigS. 51–69Neuformulierungen linearer Zeitlichkeit (PDF)
Eine Untersuchung von Zeitkonstruktionen am Beispiel einer trans_biografischen ErzählungJanos ErkensS. 70–91»Also, das war unterbewusst eigentlich schon immer da« (PDF)
Nachträglichkeit und Diskontinuitäten in jugendlichen trans BiografienElisabeth PönischS. 92–112Temporale Ordnungen und Narrative extremer Gewalt (PDF)
Matthias GreinS. 113–131Keine Zeit fürs Wesentliche? (PDF)
Zu Zeiterleben und Zeitpraktiken im schulischen Vorbereitungsdienst aus autoethnografischer PerspektiveDaniel Hofstetter & Annette Koechlin S. 132–151Kooperation als Bearbeitung von Un-/Gleichzeitigkeit (PDF)
Zur zeitlichen Konstitution sonderpädagogischer ZuständigkeitUlrich Iberer & Robin Rox S. 152–176Zu wenig Zeit für viele Aufgaben (PDF)
Zeitökonomie als Strategie von SchulleitungBettina Siebert-BlaesingS. 177–186Geduld, Zeiterleben und Zeitpraktiken (PDF)
Professionelle Haltung in komplexen VeränderungsprozessenKevin MaierS. 187–206Arrangierte Kontingenz (PDF)
Zur zeitlich-normativen Orientierung von Fridays for Future
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