Verschwörungsdenken
Verschwörungsdenken verweist auf die Bereitschaft, verborgenes Wirken einer geheim operierenden, übermächtigen Gruppe anzunehmen. Damit ist auch eine Wahrnehmungs-/Deutungskultur bezeichnet, in der man sich die Welt entsprechend aneignet, um eine weitgehend ohnmächtig erfahrene Realität erklären zu können. Denken in »Verschwörungen« und sein Wirkungspotenzial in tatsächlichen wie vermeintlichen Krisen ist Symptom wie Katalysator gesellschaftlich-politischer Entwicklungen. Multidisziplinär gehen die Autor*innen dem Phänomen auf den Grund und entfalten eine kritische sozialpsychologisch und gesellschaftstheoretisch orientierte Aufklärung des Verschwörungsdenkens. [ mehr ]
Nachträglichkeit
Mit der Vorlesungsreihe »L’après-coup« (1989–1990) nahm Laplanche die erste umfassende Analyse des Freud’schen Begriffes der Nachträglichkeit in der Geschichte der Psychoanalyse vor und eröffnete einen Raum für verschiedene Interpretationen, um am Ende eine eigene Lesart vorzulegen. Dieser Band macht die Vorlesungsreihe erstmals in deutscher Sprache zugänglich.
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Praxisfelder der Psychoanalytischen Pädagogik
Die Autorinnen und Autoren stellen die elf wichtigsten Praxisfelder der Psychoanalytischen Pädagogik von der Frühpädagogik bis zur Altenarbeit dar, liefern, fokussiert auf aktuelle pädagogische Problemstellungen, entscheidende Impulse für den förderlichen Umgang mit dem Unbewussten in diesen Bereichen und nehmen dabei pädagogische Institutionen aus psychoanalytischer Sicht kritisch in den Blick. Auf diese Weise liefern sie allen, die mit pädagogischen Fragen befasst sind, einen praxisnahen Überblick über die jeweiligen psychodynamischen Zusammenhänge.
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Pierre Janet wiederentdecken
Die Autor*innen widmen sich der »Wiederentdeckung« der Arbeiten des französischen Psychologen und Psychotherapeuten Pierre Janet sowohl aus psychodynamischer als auch aus kognitivistischer Perspektive. Sie verhelfen – in wissenschaftsgeschichtlicher, theoretischer und psychotherapeutischer Hinsicht – zu einem vertieften Verständnis der dissoziativen und posttraumatischen Störungen sowie der paranoid-halluzinatorischen Psychosen.
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Wilhelm Reich - Erforscher des Lebendigen
Was ist Leben? Diese Frage prägte das Forschen des österreichischen Psychoanalytikers und Arztes Wilhelm Reich (1897–1957) zeit seines Lebens. Reichs enger Mitarbeiter Myron Sharaf zeichnet in seiner Biografie ein umfassendes Bild des Menschen Wilhelm Reich. [ mehr ]
Psychotherapie im Alter Nr. 76: In memoriam Hartmut Radebold, herausgegeben von Meinolf Peters und Reinhard Lindner (PDF)
Das Heft ist der Würdigung der Bedeutung und der Leistungen des 2021 verstorbenen Hartmut Radebolds gewidmet. Die Autorinnen und Autoren wenden sich der Person Radebolds zu, berichten von persönlichen Erlebnissen mit ihm und beleuchten sein breites wissenschaftliches Werk. [ mehr ]
Tragetasche »Selbstanalyse«
Hochwertige Baumwolltasche mit einseitigem Cartoon-Druck und langen Griffen.
Der abgebildete Cartoon ist Nico Stenz’ und Marina Milevs Buch Psychoanalytische Traumdeutung entnommen. [ mehr ]
supervision - Mensch Arbeit Organisation: Orientierungslauf - Autorität heute (PDF)
Rezension von: Stefan Schmid (2021): Beratungskompetenz für eine globalisierte Gesellschaft (PDF)
Kooperation überall (PDF)
So wie Organisationen und ihre Akteur:innen mit steigender Komplexität konfrontiert sind, so ist dies auch längst im Kontext der Supervision wirksam. Auftraggeber:innen, Supervisand: innen und Supervisor:innen sind aufgefordert, ihre Kooperationsfähigkeit und Organisationskompetenz zu stärken, ihren Blick zu weiten und Widerspruchskonstellationen aufzudecken. Die Autorin stellt ein von ihr präferiertes Modell vor, diesen Anforderungen zu begegnen, das ... [ mehr ]
Passen gruppendynamische Übungen in die Supervision? (PDF)
Keine Antwort, nirgends (PDF)
Theresia Volk berät vorwiegend Großorganisationen. Obgleich vielfach von Verantwortung geredet wird, scheint es doch immer schwieriger zu werden, bestimmten AkteurInnen eine/ihre Verantwortung zuzuschreiben. Wer für etwas ursächlich »verantwortlich« ist – insbesondere, wenn etwas schiefläuft – lässt sich kaum noch bestimmen. Der klassische Dreiklang der Verantwortung, das »Wer (Subjekt), das Wofür (Objekt) und das ... [ mehr ]
»Ich werde gehen« (PDF)
Der Umgang mit »(verlassender) Autorität« ist eine Herausforderung für die Autorität, die geht, sowie die Akteure, die die entstandene Lücke füllen müssen. Das supervisorische Gespräch dient ganz unspektakulär aber hoch wirksam dazu, (verlassende) Autorität wahrzunehmen, besprechbar zu machen, Abschied zu nehmen und dazu beizutragen, den sich öffnenden neuen Raum füllen und gestalten zu ... [ mehr ]
Zur Ambivalenz einer supervisorischen Autorität (PDF)
In der Supervision wird Autorität selten in Bezug auf Supervisor*innen und Supervisand*innen thematisiert und reflektiert. Es gilt zu klären, ob Autorität eine Dimension eines sozialen Verhältnisses darstellt und ob Autorität als Analysekategorie in der Supervision nützlich sein kann.
Abstract:
In supervision, authority is rarely discussed and reflected upon in relation to supervisors and supervisees. It needs to be clarified whether ... [ mehr ]
Auf.Begehren: Zwischen Freiheit und Autorität (PDF)
2021 fand das 6. Aktionsforschungslabor zum Thema Auf.Begehren: Autorität und Freiheit in Linz/Österreich statt. Der Titel weist auf die gesellschaftliche Ambivalenz der Begriffe im aktuellen Geschehen hin: lautstarke Anrufungen nach Disziplin finden zeitgleich mit erstarkter Autoritätskritik und parallel dazu mit der Einführung von Konzepten soziokratischer Unternehmensorganisation statt. Angesichts dieser Situation schien es naheliegend, die Debatte um ... [ mehr ]
Neue Autorität als Reflexionsgrundlage im stationären Kontext (PDF)
Schleichend haben sich die Anforderungen an stationäre Jugendhilfeeinrichtungen über die letzten Jahre erhöht. Dies ist neben gesamtgesellschaftlich veränderten Herausforderungen auch darauf zurückzuführen, dass ambulante Angebote sukzessive ausgebaut wurden und stationäre Unterbringung dann erfolgt, wenn (scheinbar) nichts anderes mehr geht. Die betroffenen Kinder und Jugendlichen haben bis dahin oft viele Erfahrungen in unterschiedlichsten ... [ mehr ]
Von »Neuer« zu Transformativer Autorität in der Führung (PDF)
Für den Sprung in die digitale Wissensgesellschaft bedarf es einer neuen Sichtweise auf Autorität in Führungskontexten. Die traditionellen Ausprägungen der Haltung zu Autorität zwischen autoritär und anti-autoritär reichen nicht mehr aus. Eine transformative Haltung zu Autorität ermöglicht es, die Arbeitsund Führungsbeziehungen hin zu Gleichwertigkeit, Gewaltlosigkeit und einer vernetzten Autonomie für gemeinsame Ziele in ... [ mehr ]