Balint-Journal 2/2026

Zeitschrift für Beziehung, Dialog und Supervision in Medizin, Psychologie und Gesellschaft | 27. Jahrgang, 2026, Heft 2

Die Leitung von Balint-Gruppen ist ein lebenslanger Lernprozess. Albert Lichtenstein fokussiert auf eine zentrale Frage: Intervenieren oder nicht intervenieren? Uwe Kowalzik erarbeitet psychoanalytische Wurzeln einer dynamischen Abstinenz als Leitungskompetenz. Philipp Herzog stellt systematische Überlegungen zur Ausgestaltung von Supervision für Balint-Gruppenleiter an. Rainald Neumeier geht der Frage nach, ob Teams und andere Mehrpersonen-Konstellationen als Balint-Fall verstanden werden können. Und wie wird KI die Balint-Arbeit verändern? Damit hat sich Giuliano Castigliego auf besondere Weise beschäftigt. [ mehr ]

Pia Andreatta, Ursula Gast, Reinhold Görling, Ines Gottschalk, Christian Gudehus, Andreas Hamburger, Jürgen Straub, Annette Streeck-Fischer, Wolfgang Wöller & David Zimmermann (Hg.)

Trauma Kultur Gesellschaft 3/2026: Organisierte Gewalt

4. Jahrgang, 2026, Heft 3

Die Beiträge in diesem Themenheft beleuchten Formen organisierter Gewalt, bei denen es um Ausnutzung und Ausbeutung von Menschen geht – etwa im Rahmen von Kindesmissbrauch, Menschenhandel, destruktiven Gruppen und Flucht –, und fragen danach, wie Forschung, Versorgung und klinische Praxis weiterentwickelt werden können. [ mehr ]

Traum und Träumen in Psychoanalyse und Musik

Jahrbuch für Psychoanalyse und Musik, Band 7

Der Traum ist das Tor zur psychoanalytischen Wissenschaft und gleichzeitig künstlerischer Verwandlungsraum, in dem sich Unbewusstes, Körperempfindung, Bild, Klang und Sprache verschränken. Die Autor*innen erkunden diese Dynamik in der Durchdringung von Psychoanalyse und Musik.  [ mehr ]

Das Ringen um Teilhabe (PDF)

Autismus-Therapie im Spiegel rekonstruktiver Sozialforschung

In der aktuellen Debatte um Inklusion bleibt die Autismus-Therapie oft eine Randerscheinung der Erziehungswissenschaft. Julia Tierbach widmet sich in ihrer systematischen Untersuchung der zentralen Frage, wie Teilhabe unter den spezifischen Bedingungen des Autismus-Spektrums rekonstruiert und theoretisch gefasst werden kann.  [ mehr ]

Das Ringen um Teilhabe

Autismus-Therapie im Spiegel rekonstruktiver Sozialforschung

In der aktuellen Debatte um Inklusion bleibt die Autismus-Therapie oft eine Randerscheinung der Erziehungswissenschaft. Julia Tierbach widmet sich in ihrer systematischen Untersuchung der zentralen Frage, wie Teilhabe unter den spezifischen Bedingungen des Autismus-Spektrums rekonstruiert und theoretisch gefasst werden kann.  [ mehr ]

Migrations- und Kultursensibilität in sozialen Berufen

Migrations- und Kultursensibilität sind grundlegende professionelle Kompetenzen in Sozialer Arbeit und Pädagogik. Die Autoren vermitteln verständlich Grundlagen zu Migration, Integration und Rassismuskritik und verbinden diese alltagsnah mit Fallbeispielen, Reflexionsimpulsen und Handlungsmöglichkeiten. Damit schlagen sie eine Brücke von der Theorie zur professionellen Haltung und bieten Handlungssicherheit in diversitätssensiblen Arbeitsfeldern und konkreten Lebenswelten. Sie stellen einen strukturierten Werkzeugkasten bereit, um in einer Gesellschaft, in der sich verschiedenste Kulturen begegnen, nachhaltig gerechte Zugänge zu schaffen, Unterschiede wertzuschätzen und soziale Teilhabe aktiv zu fördern. [ mehr ]

Irrationalitäten und Widersprüche

Psychoanalytische Betrachtungen gesellschaftlicher Krisen

Die Beiträger*innen nutzen das emanzipatorisch-aufklärerische Potenzial der Psychoanalyse für die Exploration gegenwärtiger gesellschaftlicher Entwicklungen, etwa im Kontext von Flucht und Migration, antidemokratischer Bestrebungen, kapitalistischer (Tausch-)Ordnungen oder der Klimakrise. Sie plädieren für ein psychoanalytisches Verständnis sozialer Phänomene. Die Hinwendung zu unbewussten und dynamischen Prozessen erlaubt es, die Sinnhaftigkeit vermeintlicher Irrationalitäten und Widersprüche ergründen zu können. Daraus ergibt sich die Möglichkeit zur Gesellschaftskritik. [ mehr ]

Die transformierende Kraft der Kunst

Psychoanalytische Betrachtungen zur Symbolisierung sozialen Leids

In einer Verbindung von Rezeptionsanalyse und post-kleinianischen Interpretationen der Symbolisierungsfunktion würdigt Doreen Röseler die kritische, solidarische und dialektische Kraft von Kunst. Sie beleuchtet psychoanalytische Zugänge der Objektbeziehungstheorie verknüpft mit Dynamiken zeitgeschichtlicher, politischer und gesellschaftlicher Prozesse. [ mehr ]

Geschlecht als gelebte Erfahrung (PDF)

Trans*, Inter* und Queer im Fokus von Medizin, Psychotherapie, Recht und Gesellschaft

Geschlecht ist keine abstrakte Kategorie, sondern gelebte Erfahrung – und in vielen Situationen eine Frage von Anerkennung, Versorgung und Sprache. Wer über trans*, inter* und queere Lebensweisen spricht, berührt immer auch Medizin und Psychotherapie, Recht und Politik, Biografien und Körper. In kurzen, gut zugänglichen Texten geben die Autor*innen Ein- und Ausblicke in die trans* und queere (Gesundheits-)Versorgung, in psychotherapeutische und psychoanalytische Perspektiven sowie in soziologische und rechtliche Einordnungen.  [ mehr ]

Geschlecht als gelebte Erfahrung

Trans*, Inter* und Queer im Fokus von Medizin, Psychotherapie, Recht und Gesellschaft

Geschlecht ist keine abstrakte Kategorie, sondern gelebte Erfahrung – und in vielen Situationen eine Frage von Anerkennung, Versorgung und Sprache. Wer über trans*, inter* und queere Lebensweisen spricht, berührt immer auch Medizin und Psychotherapie, Recht und Politik, Biografien und Körper. In kurzen, gut zugänglichen Texten geben die Autor*innen Ein- und Ausblicke in die trans* und queere (Gesundheits-)Versorgung, in psychotherapeutische und psychoanalytische Perspektiven sowie in soziologische und rechtliche Einordnungen.  [ mehr ]

Bettina Eckert-Ziegler

Aus der Verbandsarbeit (PDF)

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Julia Lauer, Silvia Greiten, Silke Trumpa & Marcel Veber

Konzeptionelle Überlegungen zu einem Index inklusionsorientierter Diagnostik (PDF)

Empirische Erkenntnisse und Entwicklungsschritte

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Alicia Hanf, Susanne Weger-Wiens & Annika Wagner

Behindertenpädagogik in Hessen (PDF)

Schwerpunktthema: Inklusive Diagnostik

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Karoline Klamp-Gretschel

Für die Lebensspanne lernen (PDF)

Gesellschaftliche Teilhabe im Förderschwerpunkt Geistige Entwicklung am Beispiel Lernen durch Engagement

Gesellschaftliche Teilhabe bietet eine bedeutsame Möglichkeit zur inklusiven Gestaltung eines staatlichen Systems. Mithilfe des Lernen durch Engagement erhalten Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene die Gelegenheit an ihrer Umwelt zu partizipieren, sich für bestimmte Werte einzusetzen und Lebensbedingungen zu verbessern. Die Vorbereitung gesellschaftlicher Teilhabe durch ehrenamtliches Engagement nach dem Prinzip des Lernen durch Engagement während der ... [ mehr ]

Tim Rückwardt

Inklusionsprozesse ins Rollen bringen (PDF)

Wie außerschulische Skateboard-Angebote Teilhabe für Menschen mit Behinderung ermöglichen (wollen)

Das Skateboarding und ihre Kultur stehen für Offenheit und Individualität. Zugleich sind sie geprägt von Normen, über die Zugehörigkeit und Teilhabe innerhalb der Szene ausgehandelt werden. Inklusion ist keine Selbstverständlichkeit. Der Beitrag untersucht, wie Menschen mit (sog. geistiger und/oder Komplexer) Behinderung in drei außerschulisch organisierten Skateboard-Angeboten adressiert werden und wie Akteur:innen Möglichkeiten und ... [ mehr ]

Matthias Dalferth

Devianz und Kriminalität im Autistischen Spektrum 2 (PDF)

Es gibt keine Hinweise, dass Menschen mit ASD häufiger als die Durchschnittsbevölkerung straffällig werden. Der vorliegende Beitrag befasst sich jedoch mit der Frage, ob oder inwieweit autistische Konditionen bei Menschen mit ASD (bzw. ASC), die mit dem Gesetz in Konflikt geraten, eine Bedeutung haben. Dabei erfolgt eine Fokussierung auf Gewaltstraftaten, Sexualstraftaten, Brandstiftung, Eigentumsund Vermögensdelikte sowie Cyberkriminalität. Erkenntnisse ... [ mehr ]

Stefan Schuster

Arbeit am Widerspruch von Bildung und Herrschaft (PDF)

Über die (de-)stabilisierende Funktion von (Inklusions-)Forscher:innen im Ringen um (Gegen-)Hegemonie

Entgegen der menschenrechtlichen Forderung nach Inklusion dominiert nach wie vor eine Kultur der Exklusion, die vom (stillschweigenden) Konsens breiter Bevölkerungskreise zu ausgrenzenden Praxen und Institutionen getragen wird. Ausgehend von der Prämisse, dass die aktive und passive Zustimmung zur Exklusion behinderter Menschen nicht naturwüchsig gegeben, sondern sozialhistorisch geworden ist und kontinuierlich aktualisiert sowie modifiziert wird, fragt der ... [ mehr ]

Fachverband für Behindertenpädagogik Landesverband Hessen e.V. im Verband Sonderpädagogik e.V.

Behindertenpädagogik - Vierteljahresschrift für Behindertenpädagogik und Integration Behinderter in Praxis, Forschung und Lehre (PDF)

65. Jahrgang, 2026, Heft 3

Die vierteljährlich erscheinende Zeitschrift Behindertenpädagogik befasst sich mit behindertenpädagogischen Problemen der Erziehung und Bildung und des Unterrichts an Vorschulen, allgemeinbildenden und berufsbildenden Schulen, Hochschulen und Fachhochschulen sowie in der Erwachsenenbildung. Sie wird vom Landesverband Hessen e.V. im Verband Sonderpädagogik e.V., Fachverband für Behindertenpädagogik herausgegeben.
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