»Alter, was geht?« (PDF)
Die Psychodynamik existenzieller Belastungen bei fortgeschrittener Krebserkrankung (PDF)
Medizinische Fortschritte haben zu einer längeren Lebenserwartung von Patient:innen mit fortgeschrittener Krebserkrankung geführt, sodass Betroffene zunehmend mit der existenziellen Spannung zwischen Hoffnung und Ungewissheit konfrontiert sind. Patient:innen erleben häufig existenzielle Ängste vor dem Tod, vor Autonomieverlust, vor dem Alleinsein und davor, eine Belastung für andere zu sein, welche unter dem Death-Anx-iety-Konzept zusammengefasst werden ... [ mehr ]
Zwischen feindlicher Übernahme und Selbstreferenzialität (PDF)
Unruhe im Ruhestand (PDF)
Geschildert und reflektiert werden einige Erfahrungen im Ruhestand nach jahrzehntelanger psychoanalytisch-psychotherapeutischer Tätigkeit, vor allem im Kontext gleichzeitiger Alternsdynamik. Im Zentrum der psychodynamischen Hypothesen stehen dabei Überlegungen zu Anforderungen an narzisstische und Identitätsregulation, Ergebnisse bilanzierender Rückschau sowie die Bedeutung aktuellen Beziehungserlebens.
Abstract:
This paper describes and reflects ... [ mehr ]
»Wohlan denn, Herz, nimm Abschied und gesunde!« (Hesse) (PDF)
Für Tätige im medizinisch-psychosozialen Bereich stellt der Übergang in den Ruhestand eine komplexe biografische Zäsur dar, die weit über das Ende der Erwerbsarbeit hinausreicht. Die vorliegenden persönlichen Reflexionen von Psychotherapeut:innen, Ärzt:innen und Psychoanalytiker:innen beleuchten diesen Lebensabschnitt aus subjektiver Perspektive und machen dabei zentrale psychosoziale Dynamiken sichtbar. Thematisiert werden die Ambivalenzen ... [ mehr ]
Hürden psychischer Gesundheit im Ruhestand (PDF)
Wie ältere Menschen ihren Ruhestand erleben und welche besonderen Risiken sie im Hinblick auf ihre psychische Gesundheit mit dieser Lebensphase verbinden, steht im Zentrum des vorliegenden Beitrags. Aus Sicht der betroffenen Altersgruppe werden nachfolgend drei als subjektiv bedeutsam eingestufte Kategorien vorgestellt und bezogen auf relevante Belastungen, Problemfelder und Herausforderungen erörtert. Abschließend wird schlaglichtartig auf mögliche Hilfen, ... [ mehr ]
Ruhestand bei Babyboomern (PDF)
Der Übergang in die nachberufliche Lebensphase stellt eine der einschneidendsten Erfahrungen des beginnenden Alters dar. Obwohl sie als besonders krisenanfällige Phase in der therapeutischen Praxis sichtbar wird, ist wissenschaftlich schwer erfassbar, wie Menschen die Entwicklungsanforderungen erleben und bewältigen. Die Generation der Babyboomer erlebt nach diskontinuierlichen Arbeitsbiografien nun eine Individualisierung dieses Übergangs von ... [ mehr ]
Sorgekultur junger Älterer (PDF)
Der Beitrag versteht das junge dritte Alter als eine Phase möglicher später Freiheit. Er geht von den psychologischen Konzepten der Übergangsphasen und Entwicklungsaufgaben aus. Der Austritt aus dem Beruf wird als eine Übergangsphase gedeutet, die eine hohe Entwicklungsdynamik aufweist. Diese Dynamik mündet im günstigen Fall in Ziele und Strategien, die auf das Motiv der Selbstund Weltgestaltung deuten. Die Weltgestaltung zeigt sich dabei in der ... [ mehr ]
Übergang in den Ruhestand (PDF)
Der Übergang in den Ruhestand ist eine biografisch bedeutsame Transformationsphase, die lange Zeit als besonders herausfordernd und mit negativen Folgen verbunden betrachtet wurde. Heute zeichnet die empirische Forschung ein anderes Bild; für die Mehrheit der Betroffenen überwiegen die Gewinne die Verluste. Einbußen in Gesundheit und im Wohlbefinden sind kaum zu verzeichnen. Nur bei einem kleinen Teil kommt es zu kritischen Übergängen, wobei ... [ mehr ]
Editorial (PDF)
Psychotherapie im Alter Nr. 90: Zwischen Aufbruch und Abschied. Psychische Herausforderungen beim Übergang in den Ruhestand (PDF)
Angesichts des demografischen Wandels geht die sogenannte Ruhestandsphase schon seit Längerem mit einem intergenerationalen Gerechtigkeitskonflikt einher. Diese Konfliktlage, vordergründig mit Ängsten um die Stabilität der Rente verbunden, ist gleichermaßen ein Anlass, vertieft über das Älterwerden, seinen Sinn und seine lebensgeschichtlichen Entwicklungen und Gesetzmäßigkeiten nachzudenken. Es bietet sich die Chance, Inhalte und Werte des Ruhestands persönlich und gesellschaftlich zu reflektieren und daraus konkrete Handlungen abzuleiten. [ mehr ]
Augmented Faces (PDF)
Seit alters her machen Menschen Bilder von sich und stellen sich dar. Was mit der Bildwerdung des Körpers in grauer Vorzeit begann und mit dem Selfiekult eine neue qualitative Stufe erreichte, hat mit der Verwandlung des Körpers in ein animiertes Bild seinen aktuellen Höhepunkt gefunden. So können wir heute schon nur mit unserem Lächeln bezahlen, unser Smartphone entsperren oder Einlasskontrollen passieren. All das macht deutlich, wie sehr Bilder bzw. ... [ mehr ]
»Es war nicht alles schlecht im Leistungssport« (PDF)
Der Beitrag untersucht, wie DDR-Leistungssportler*innen ihre Sportvergangenheit und deren biografische Folgen deuten und verarbeiten. Datengrundlage waren 15 narrative Interviews (Schütze, 1983) mit Athlet*innen unterschiedlicher Geschlechtsidentität, Altersgruppen, Sportarten, Erfolgsstufen, Gesundheitszuständen und Opferstatus. Mithilfe der Reflexiven Grounded Theory Methodologie (RGTM; Breuer et al., 2019) wurde eine Typologie von Selbstdeutungsund ... [ mehr ]
Sequenzielle Traumatisierung, Vulnerabilität und Subjektivierung (PDF)
Der Beitrag beleuchtet die Dynamik sequenzieller Traumatisierung jugendlicher Menschen mit Fluchtbzw. Zwangsmigrationserfahrungen im Spannungsfeld von Vulnerabilität, Anpassung und Subjektivierung. Im Fokus steht die Frage, wie die pädagogische Institution Schule als Resonanzraum zwischen funktionaler Anpassung und produktiver Selbstverortung wirken und wie unter Bedingungen struktureller Unsicherheit Formen der Teilhabe entstehen und begleitet werden ... [ mehr ]
Freiwilliges Engagement als Familie erzählt (PDF)
Der Beitrag untersucht, wie in Beziehungen des freiwilligen Engagements Zugehörigkeit als Familie erzählt wird. Unter der analytischen Perspektive der Agency werden auf Grundlage episodischer Interviews und unter Anwendung der Grounded Theory als Familie erzählte Beziehungen aus der Perspektive der geflüchteten Adressat*innen rekonstruiert und Prozesse der Zugehörigkeitsherstellungen sichtbar gemacht. Die Ergebnisse zeigen, dass als Familie konstruierte ... [ mehr ]
Balancieren am Abgrund (PDF)
Der Beitrag widmet sich der tiefenhermeneutischen Analyse des Erlebens von Tayo, einem 47-jährigen Geflüchteten, der zusammen mit seiner Familie mit dem unsicheren Aufenthaltsstatus der Duldung in Deutschland lebt. Dabei wird zunächst gezeigt, dass die Duldung als eine sich auf viele Lebensbereiche auswirkende Kränkung erfahren wird, die sich bis in den Leib hinein, auch als somatische Krankheit, niederschlagen kann. Daran anschließend richtet sich der ... [ mehr ]
Widerständige Subjekte: Realität, Wunsch, Verklärung? (PDF)
Der Beitrag setzt sich mit der subjektivationstheoretischen Figur des widerständigen Subjekts im Kontext von Fluchtmigration auseinander. Dabei wird argumentiert, dass einer starken Betonung der Widerständigkeit von Subjekten Ambivalenzen innewohnen. Zunächst werden Bezüge der theoretischen Figur des widerständigen Subjekts aufgerufen, eine wissenschaftstheoretische Verortung vorgenommen und exemplarisch aufgezeigt, wie die Widerständigkeit des ... [ mehr ]
Flucht erzählen und legitimieren müssen (PDF)
Der Artikel analysiert die Erzählund Legitimationszwänge von Flucht im Kontext des europäischen Asylregimes und verknüpft filmische mit migrationsund sozialpädagogischen Perspektiven. Am Beispiel des belgischen Films Tori und Lokita (2022) werden zwei zentrale Szenen rekonstruiert, die die institutionellen Anforderungen an Fluchtnarrative sowie die ambivalenten Möglichkeiten von Agency und Widerstand verdeutlichen. Ergänzt wird die ... [ mehr ]