Das Zeitliche segnen (PDF)
Der Beitrag befasst sich aus kulturhistorischer, philosophischer und literaturwissenschaftlicher Perspektive mit der seit der frühen Neuzeit allmählich zunehmenden Kritik an Imaginationen der Unsterblichkeit. Das erste Kapitel thematisiert Franz Borkenaus Konzeption einer »Todesantinomie«, im Sinne des Begriffs der Antinomie in Immanuel Kants Kritik der reinen Vernunft, der gegensätzliche Aussagen beschreibt, die jeweils nicht widerlegt werden ... [ mehr ]
psychosozial 185: Verluste und ihre Verarbeitung - kulturwissenschaftliche, psychodynamische und philosophische Perspektiven (PDF)
Verluste gibt es in einer nicht überschaubaren Mannigfaltigkeit und Heterogenität, von unwichtigen, leicht zu ersetzenden Dingen bis hin zum Tod geliebter Menschen. Ebenso gibt es Verluste, die weder als schmerzlich noch negativ erlebt werden, eher als eine Befreiung. Und gar nicht so selten bewerten wir einen Verlust im Nachhinein sogar als Chance. Oft spielt es eine Rolle, ob wir den Verlust selbst aktiv-handelnd verursachen, uns sukzessive darauf einstellen können oder uns ohnmächtig ausgeliefert fühlen. Diese Ausgabe versammelt ausgewählte Beispiele für Verlusterfahrungen, die einen Eindruck der Vielfalt und Verschiedenheit vermitteln. [ mehr ]
Primat der Metapsychologie oder der Technik? (PDF)
Wie arbeitet man klinisch mit Judith Le Soldats Theorie der ödipalen Konflikte? Diese Frage wird uns in Vorträgen und Workshops immer wieder gestellt. Le Soldat selbst hat in ihren Publikationen wenig Wert auf behandlungstechnische Fragen gelegt. Umso begrüßenswerter ist es, dass einige Autor:innen in den letzten Jahren Falldarstellungen veröffentlichten, in denen sie zeigen, wie sie mit den Konzepten von Le Soldat arbeiten. Die dabei explizit ... [ mehr ]
Die Meuterei (PDF)
Der behandlungstechnische Beitrag illustriert, sozusagen als »Begehung des ödipalen Geschehens«, das gewinnbringende Arbeiten mit Judith Le Soldat’s Theorie. Der in der Phantasie begangene Raubmord wird hier als eine regelmäßige Übertragung auf den Analytiker betrachtet, die analysiert werden muss. Die Wiederholung der Tat führt beim Analysanden – wie am konkreten Beispiel dargestellt – zu mächtiger Rächerangst in ... [ mehr ]
Die Konzepte des Unbewussten und der analytischen Zeit neu durchdenken (PDF)
Der Autor schlägt vor, die Konzepte des Unbewussten und der Zeit im analytischen Setting neu zu durchdenken, einschließlich der Existenz des Unbewussten selbst. Freud (1915e) stellte fest, dass der Erfolg der Rückschlüsse, die psychoanalytisches Denken auf das Unbewusste der Patient/innen zieht, die Existenz des Unbewussten »unanfechtbar« macht. Der Autor vertritt die Ansicht, dass dieser Erfolg nicht die Existenz des Unbewussten beweist; ... [ mehr ]
Zeit: linear, zirkulär, statisch oder fragmentiert? (PDF)
Zahlreiche psychoanalytische Konzepte befassen sich mit dem Thema Zeit, basieren allerdings meist auf einem veralteten physikalischen Verständnis von Zeit. Ziel dieser Arbeit ist es, psychoanalytische Zeitkonzepte mit aktuellen physikalischen Erklärungsmodellen zu kontrastieren, um möglichen theoretischen Anpassungsbedarf aufzuzeigen. Komplexere Modelle der Relativitätstheorie und der Quantenmechanik verändern die Sicht auf die Zeit radikal. So wird Zeit ... [ mehr ]
Seelische Raumzeit in psychoanalytischen Zeiträumen (PDF)
Mit Bezug auf physikalische und neurobiologische Konzepte zum Phänomen der Zeit argumentiert der Autor, dass entlang des Zeitpfeils jeder menschlichen Entwicklung eine seelische Raumzeit entsteht. In ihr sind die individuell repräsentierten Zeitbereiche Vergangenheit, Gegenwart und potenzielle Zukunft mittels der Modalitäten diachroner und unbewusster synchroner Zeit mit dem aus Beziehungsrepräsentanzen gebildeten triangulären seelischen Raum verbunden. ... [ mehr ]
Zeit, Raum, Raumzeit (PDF)
Es wird versucht, Zeitund Raumvorstellungen in ihrem Entstehungsprozess nachzuzeichnen. Frühestes Zeitund Raumerleben emergiert aus Arbeitsanforderungen, die an das psychische System gestellt werden. Im Aufschub der Befriedigung müssen Dauer und Ausdehnung bei Anerkennung einer unabhängigen Wirklichkeit verarbeitet werden; sie werden im Bw als Zeitlichkeit und Räumlichkeit erfahren. Psychisches Raumund Zeiterleben dürfte sich lediglich in Formen des ... [ mehr ]
Intrauterines Leben und extrem kleine Frühgeborene auf der Neo-Intensivstation (PDF)
Es werden die intrauterine Entwicklung des Fetus und die Ausbildung seiner sensuellen Wahrnehmungsmöglichkeiten beschrieben. Im Zentrum des Interesses stehen die vom Fetus entwickelten endogenen Rhythmen und deren Interferenzen mit denen des mütterlichen Organismus. Nach einem Überblick zur Frühgeburtlichkeit und einer Vorstellung der Methode der analytischen Säuglingsbeobachtung Esther Bicks nähert sich die Autorin dem Erleben zweier extrem kleiner ... [ mehr ]
Psychischer und psychoanalytischer Raum (PDF)
In der Debatte zwischen Psychoanalyse in Präsenz und in Distanz versucht dieser Beitrag den psychischen Raum durch seine zutiefst emotionalen Wurzeln zu bestimmen, die genetisch in den primären somato-psychischen Austauschprozessen zwischen Mutter und Kind wurzeln, zugleich aber die Basis für jede zwischenmenschliche Kommunikation und insbesondere für die in der analytischen Beziehung bilden. Ein psychoanalytischer Behandlungsansatz, der darauf abzielt, dem ... [ mehr ]
Im sinnlichen Moment schwebend, in die Leere versunken (PDF)
Dieser Beitrag untersucht die unterschiedliche Organisation von Zeit und Raum in den drei vom Vista Autism Center (VAC) beschriebenen klinischen Untergruppen von Autismus: angeborener sensorisch bedingter (tiefer) Autismus, autistisch-psychotisches Spektrum und posttraumatischer autismusähnlicher Rückzug. Unter Rückgriff auf Tustin, Meltzer, Bion, Bick, Haag, Rhode und Alvarez sowie auf originäre VAC-Konstrukte wie osmotische diffuse Angst, Mantling und ... [ mehr ]
»Als ich tot war« (PDF)
Verschiedene Arten, Zeit zu erleben, werden anhand klinischer Fallbeispiele von Kindern mit Autismus veranschaulicht und mit ihrer charakteristischen Erfahrung von Dimensionalität und ihrer vorherrschenden Identifikationsweise in Verbindung gebracht. In Anlehnung an Meltzers Kategorisierung wird Zeit als zirkulär, oszillierend oder linear und unidirektional beschrieben. Zirkuläre Zeit wird mit Zweidimensionalität und adhäsiver Identifikation verbunden, ... [ mehr ]
Jahrbuch der Psychoanalyse - Band 93 (PDF)
Was ist »Zeit«? Was ist »Raum«? Gibt es eine »Raumzeit«? Was sind Zeit und Raum im Psychischen?
Im Unbewussten herrscht der Primärprozess. Dann kann es im Unbewussten, da z. B. keine Kausalität ordnet, keine chronologische Zeitlichkeit geben. Dann kann es auch, da z. B. Menge und Teilmenge nicht logisch geschieden sind, keine klassische euklidische Räumlichkeit geben. Sind also Zeitlichkeit und Räumlichkeit mit ... [ mehr ]