Silbernetz e. V. - einfach mal reden (PDF)
Nach der Reise ist vor der Reise (PDF)
Großmutter-Übertragung als Chance und Verführung (PDF)
Der Beitrag untersucht das bislang wenig konzeptualisierte Phänomen der »Großmutter-Übertragung« in psychoanalytischen Behandlungen, insbesondere im Kontext des Alterns von Analytikerinnen und Analytikern. Ausgehend von klinischen Beobachtungen der MODE-Studie sowie im Dialog mit entwicklungspsychologischen und traumatheoretischen Ansätzen wird gezeigt, dass frühe Beziehungserfahrungen mit Großmüttern als »verkörperte ... [ mehr ]
Die »neuen« Wechseljahre der Frau (PDF)
Ausgehend vom aktuellen Aufbegehren von Frauen gegen die Entwertung durch die Menopause und entwertende Altersbilder in der zweiten Lebenshälfte, werden die nachhaltigen Veränderungen im biopsychosozialen Prozess der Wechseljahre dargestellt. Weiter werden unbewusste Konflikte dieser Lebensphase diskutiert und psychotherapeutische Möglichkeiten anhand einer Fallvignette skizziert.
Abstract:
Based on the current rebellion of women against the ... [ mehr ]
Halt’ dich an deiner Sehnsucht fest (PDF)
Ausgehend vom Beatles-Song When I’m Sixty-Four und aktuellen Befunden zu Vorstellungen vom Leben im Alter fragt der Beitrag nach der Bedeutung von Sehnsucht im höheren Lebensalter. Im Anschluss an Eriksons Entwicklungsaufgabe »Integrität versus Verzweiflung« wird der »atmende« Modus der Sehnsucht mit dem für Integrität notwendigen Aushalten von Unvollständigkeit und Ambivalenz sowie mit ihren reflexiven und evaluativen ... [ mehr ]
Individuelle Altersbilder im Spannungsfeld zwischen Sehnsüchten, Ängsten und Hoffnungen (PDF)
Neben dem Modell verinnerlichter Altersstereotypen lässt sich das individuelle Altersbild aus psychoanalytischer Sicht auch als eine Art Selbstrepräsentanz verstehen. Diese erscheint abhängig von frühen Objektbeziehungserfahrungen zu sein und kann im weiteren Verlauf durch eine individuelle neurotische Konfliktstruktur geprägt sein. Sehnsüchte können dabei als ein Gegengewicht zu den Ängsten vor dem Älterwerden verstanden werden. Es ... [ mehr ]
Der alte Kampf gegen das Defizitmodell des Alterns (PDF)
Diese Arbeit beginnt mit dem Versuch, unterschiedliche Varianten in Defizitmodellen des Alterns zu unterscheiden: (1) Defizitmodell des kognitiven Alterns, (2) Defizitmodell generalisiert auf Altern ganz allgemein, (3) Defizitmodell als Dominanz negativer Alterskorrelationen, (4) Altern als systematische Akkumulation von Defiziten primär im gesundheitlichen Bereich sowie (5) Alternsdefizite als Erklärung des normativen Lebensendes. Diesen Defizitmodellen werden vier ... [ mehr ]
Psychotherapie im Alter Nr. 91: »When I’m Sixty-Four« - Sehnsüchte, Ängste und Hoffnungen (PDF)
Den Beatles-Song When I’m Sixty-Four komponierte Paul McCartney, als sein Vater 64 Jahre alt war. Der Liedtext ist geprägt durch ein ängstliches, negatives Bild vom Alter, von den Sorgen, verlassen und einsam zu sein und niemanden zu haben, der für einen sorgt.
Die Beiträge dieses Heftes, die auf Vorträge des Symposiums »›When I’m Sixty-Four‹ – Sehnsüchte, Ängste und Hoffnungen« zurückgehen, kreieren eine weniger angsterfüllte Sicht auf das Alter, als es dem Beatles-Text zu entnehmen ist. [ mehr ]
psychosozial 185: Verluste und ihre Verarbeitung - kulturwissenschaftliche, psychodynamische und philosophische Perspektiven
Verluste gibt es in einer nicht überschaubaren Mannigfaltigkeit und Heterogenität, von unwichtigen, leicht zu ersetzenden Dingen bis hin zum Tod geliebter Menschen. Ebenso gibt es Verluste, die weder als schmerzlich noch negativ erlebt werden, eher als eine Befreiung. Und gar nicht so selten bewerten wir einen Verlust im Nachhinein sogar als Chance. Oft spielt es eine Rolle, ob wir den Verlust selbst aktiv-handelnd verursachen, uns sukzessive darauf einstellen können oder uns ohnmächtig ausgeliefert fühlen. Diese Ausgabe versammelt ausgewählte Beispiele für Verlusterfahrungen, die einen Eindruck der Vielfalt und Verschiedenheit vermitteln. [ mehr ]
Über einen Mann, der nur alle zwei Tage lebt: The Days When I Do Not Exist (2002) (PDF)
Der Aufsatz beschreibt ein psychisches Phänomen, nämlich die Unfähigkeit, lebendig zu bleiben, wie es im Film The Days When I Do Not Exist (2002) von Jean-Charles Fitoussi dargestellt wird. Indem der Film das Leben eines Mannes erzählt, der jeden zweiten Tag verschwindet, nur um genau 24 Stunden später am selben Ort wieder aufzutauchen, vermittelt er ein provokantes Gedankenexperiment. Für den Autor verbildlicht diese Erzählung eine ... [ mehr ]
Homophobie, Heteronormativität und Melancholie (PDF)
Dieser Beitrag untersucht die Wirkung von Homophobie, internalisierter Homophobie und Heteronormativität auf das psychische Leben mancher schwuler Männer, wie es im Film All of Us Strangers dargestellt wird. Dabei werden Themen von ödipaler Zurückweisung, Entfremdung, Melancholie, Trauer und Verlust untersucht.
Abstract:
This paper explores the impact of homophobia, internalised homophobia and heteronormativity on the psychic lives of some gay ... [ mehr ]
Die Couch der Paranoia (PDF)
Vor dem Hintergrund ihrer beruflichen Erfahrungen in zwei Kulturen untersucht die Autorin, wie der taiwanesische Kontext eine andere Entwicklung fördert, nämlich die Identifizierung mit den präödipalen und ödipalen Objekten ein Leben lang aufrechtzuerhalten, dabei Ablösungsund Unabhängigkeitsversuche nicht zu unterstützen und die Entwicklung eines Familien-Selbst zu begünstigen. Dies führt zur Ausbildung eines starken Ich-Ideals, ... [ mehr ]
Das Zusammenspiel sensorischer Verknüpfungen und der damit verbundenen Öffnung hin zur Beziehung in der klinischen Arbeit mit autistischen Kindern (PDF)
In diesem Artikel geht der Autor der Frage nach, welche Rolle Sinneseindrücke in der Behandlung schwer autistischer Kinder spielen und wie sie therapeutisch am besten genutzt werden kann. Während die Psychoanalyse die defensive Funktion, die Sensorik für diese Patienten3 haben kann, differenziert untersucht hat, vertritt der Autor die Auffassung, dass das sensorische Erleben auch für Differenzierungsprozesse und die Strukturierung des Körper-Ichs genutzt ... [ mehr ]
»Welches Baby?« (PDF)
Schwangerschaft und frühe Mutterschaft sind Phasen hoher psychischer Anforderungen, nicht zuletzt aufgrund der vielfältigen körperlichen Veränderungen, denen Frauen in dieser Zeit ausgesetzt sind. Die Erfahrungen von Frauen können dabei stark variieren und werden unter anderem durch ihre frühe Kindheit, ihre inneren Objekte, aktuelle Beziehungen und ihr Umfeld sowie durch ihren körperlichen Zustand beeinflusst. Dieser Beitrag untersucht die ... [ mehr ]
Verlust und Gedenken (PDF)
Die Autorin befasst sich, ausgehend von Dana Birksted-Breens Arbeit zur Zeitlichkeit, mit dem von ihr hergestellten Gegensatz zwischen einer linearen Entwicklungszeit, die als eine Abfolge von unveränderlichen Momenten gesehen wird, und einer bidirektionalen Prozesszeit, die immer wieder neu umgeschrieben wird, und denkt über die Rolle der unveränderlichen Elemente im psychischen Leben nach. Sie vertritt, dass diese Elemente eine Form des Erinnerns sind, die einen ... [ mehr ]
Zweifel bei der Beendigung von Analysen und das innere Elternpaar (PDF)
Die Gegenübertragungsgefühle und Konflikte gegen Ende von Behandlungen zu beschreiben, fällt Analytiker*innen schwer. Die Literatur zur Beendigung konzentriert sich dementsprechend darauf, was geschehen sollte, statt auf das, was wirklich geschieht. Die inhärente Unvollständigkeit und unvermeidliche Frustration der Wünsche von Patient*innen und Analytiker*innen kann die einen und die anderen ins Chaos stürzen, gerade wenn ihr Bedürfnis ... [ mehr ]
»Wir sind aus Zeit gemacht«: Widerhall und Elastizität von Zeit in der Psychoanalyse (PDF)
Inspiriert von Dana Birksted-Breens Ideen zur ›Widerhall-Zeit‹ (reverberation time) untersucht die Autorin die Veränderbarkeit und Transformation von Zeitund Raumempfinden und deren Verbindung mit frühkindlich verkörperten Phantasien in der Behandlung eines zehnjährigen Jungen. Die Erfahrung von Zeitveränderungen (zusammengefasst unter dem Begriff Zeitelastizität, um die verschiedenen Formen widerzuspiegeln, die dies annehmen kann) ... [ mehr ]
(Un-)Sicherheit (PDF)
Unter dem Eindruck des Überfalls der Hamas auf Israel am 7. Oktober 2023 und des darauffolgenden Angriffs der israelischen Armee auf Gaza untersucht der Autor die Dynamik von Sicherheit und Unsicherheit. Er zeigt auf, wie es dem Sicherheitsstaat misslingt, einen Status von Sicherheit zu schaffen. Er diskutiert die Betonung von Sicherheit in der Psychoanalyse und kommt zu dem Schluss, dass auf individueller wie auf gesellschaftlicher Ebene die Akzeptanz einer gewissen ... [ mehr ]
Herausforderungen bei der Aufrechterhaltung des analytischen Rahmens während des Gazakriegs 2023/24 (PDF)
Der Autor untersucht die tiefgreifenden Auswirkungen des Überfalls der Hamas auf Israel am 7. Oktober 2023 und des folgenden Gazakriegs sowohl auf Analysanden als auch auf Analytiker. Er beschreibt die Schwierigkeiten, die in der Übertragungs-Gegenübertragungs-Dynamik auftraten, und zeigt anhand einer Vignette, wie es möglich wurde, diese Schwierigkeiten in der Analyse einer jüdischen Patientin mit einem muslimischen Analytiker durchzuarbeiten. ... [ mehr ]