Giovanni Maio

Zur Bedeutung des Vertrauens in der Medizin (PDF)

Der Arztberuf ist ein Vertrauensberuf, denn dort, wo kein Vertrauen ist, findet auch keine wirkliche Konsultation statt und damit keine wirkliche Therapie. Vertrauen ist die Basis von allem in der Medizin. Ohne Vertrauen käme der Kontakt erst gar nicht zustande. Es stellt sich die Frage, was es auf sich hat mit dem Vertrauen, wie man Vertrauen von bloßer Verlässlichkeit unterscheiden kann und warum die Vertrauensbasis ärztlichen Handelns heute durch eine ... [ mehr ]

Guido Flatten

Editorial (PDF)

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Balint-Journal 1/2026 (PDF)

Zeitschrift für Beziehung, Dialog und Supervision in Medizin, Psychologie und Gesellschaft | 27. Jahrgang, 2026, Heft 1

Die Beiträge von Heft 1-2026 stehen gleichermaßen für Kontinuität und den neugierigen Blick über den Tellerrand der Balint-Methode. Giovanni Maio schreibt aus der Perspektive des Ethikers und Medizinhistorikers über die Bedeutung des Vertrauens in der Medizin. Giuliano Castigliego zeichnet den Weg nach, der vom Konzept des Tune in und Flash von Michael und Enid Balint über die Now und Meeting Moments von Daniel Stern bis zum modernen Konzept des Mentalisierens von Peter Fonagy führt. Vanessa Viktoria Eylers zeigt als Ärztin und professionelle Musikerin, wie musikalische Zugangswege das Verstehen der Leitung von Balint-Gruppen bereichern können. Guido Flatten, Philipp Herzog und Günther Bergmann widmen sich der berufspolitisch für die ärztliche Weiterbildung bedeutsamen Frage der Qualitätssicherung der Leitung von Balint-Gruppen. [ mehr ]

Cornelia Stegmann & Susanne Schneider

Tagungsbericht (PDF)

11. Forschungstagung INFAP3, 24.08.2025 am IAAP-Kongress, Zürich

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Kurt Greiner

Wem nützt Psychotherapiewissenschaft? (PDF)

Über Akademisierungspolitik, Einheitspsychotherapie und die Bedeutung eines jungen Wissenschaftsfachs für die akademische Zukunft der schulenbasierten Psychotherapie

Das neue österreichische Psychotherapiegesetz (2024) verlangt die akademisch-wissenschaftliche Fundierung der Psychotherapie über die institutionelle Anbindung an Universitäten. Psychotherapie kann in unterschiedlichen Universitätsfächern akademische Verankerung finden, wie z. B. in den etablierten Fachgebieten Psychologie, Medizin, Bildungswissenschaft etc. oder eben im jungen Fach Psychotherapiewissenschaft (PTW). Der Artikel beleuchtet einerseits ... [ mehr ]

Christa Futscher & Mario Schlegel

Zwischen Zählen und Verstehen (PDF)

Ein operationalisiertes Brückenverfahren an der Schnittstelle zweier sich scheinbar widersprechender Forschungsparadigmen

In der empirischen Psychotherapieforschung löst sich der polarisierte Methodenstreit zwischen qualitativen und quantitativen Ansätzen zunehmend zugunsten der Kombination von Perspektiven auf. Statt auf die Verbindung ideologisch gegensätzlicher Verfahren wie bei Mixed-Methods-Designs zu setzen, wird in diesem Beitrag eine Forschungslogik vorgeschlagen, in der Zählen und Verstehen innerhalb einer einzigen Versuchsanordnung zusammenwirken. Das ... [ mehr ]

Beata Reinfeldt

Messie-Syndrom und Gestalttherapie (PDF)

Therapeutische Möglichkeiten

Das Messie-Syndrom (Hoarding Disorder) ist durch anhaltendes Horten, Schwierigkeiten beim Wegwerfen von Gegenständen und daraus resultierende Beeinträchtigung der Wohnund Funktionsräume gekennzeichnet. Seit der Aufnahme 2013 als eigenständige Diagnose im DSM-5 (300.3) und im ICD-10 (42.3) hat sich die Forschung in Epidemiologie, neurokognitiven Auffälligkeiten, genetischen Einflüssen und psychotherapeutischer Behandlung erweitert. Das Messie-Syndrom ... [ mehr ]

Helene Haker, Evelyn Unterburger, Matthias Huber & Maya Schneebeli

Autismus-Spektrum: Neueste Entwicklungen fordern die Erwachsenenpsychiatrie heraus (PDF)

Autismus ist nach früherem Nischendasein als virulentes Thema in der Erwachsenenpsychiatrie angekommen und führt heute, nach Aufmerksamkeitsstörungen (ADHS), die Liste gängiger Selbstdiagnosen an. Die neuesten Entwicklungen führen zu einer besorgniserregenden Überlastung des Versorgungssystems mit monatelangen Wartelisten für Abklärungsund Behandlungsplätze. Zur besonderen Lage tragen diverse Gründe bei: Der konzeptuelle Wandel; ... [ mehr ]

Janine Spitzhüttl, Karin Ribi, Daniel M. Aebersold, Timo Nannen, Sabine Kaufmann-Schopfer, Jürg Bernhard & Alexander Wünsch

Verbesserung der Früherkennung psychischer Belastungen bei Krebs (PDF)

Und Überweisung an die Psychoonkologie durch ein elektronisches Belastungs-Screening

Psychische Belastungen, Angstund Depressionssymptome sind bei onkologischen Patient*innen häufig, werden jedoch in der klinischen Routine nicht immer systematisch erfasst. Elektronische Belastungsscreenings könnten die Früherkennung erleichtern und eine patientenzentrierte Zuweisung zu psychoonkologischen Unterstützungsangeboten fördern. Ziel dieser Studie war es, die Machbarkeit der Implementierung eines wiederholten elektronischen Belastungsscreenings ... [ mehr ]

Roberta Pedrinis, Christopher Marti, Nicola Schiavone & Enzo Grossi

Kann Kunsttherapie in der onkologischen Rehabilitation hilfreich sein? (PDF)

Dank der Fortschritte in der Krebserkennung und -behandlung gewinnt der Bereich der onkologischen Rehabilitation immer mehr an Bedeutung. Um die Wirksamkeit der onkologischen Rehabilitation zu verbessern, können Geist-Körper-Interventionen wie Kunsttherapie (KT) eingesetzt werden, um den Patienten zu helfen, die komplexen psychologischen und emotionalen Folgen einer Krebserkrankung zu verstehen und zu bewältigen. Ziel dieser Studie ist es, die Wirksamkeit eines ... [ mehr ]

Jan Schulze

Hoffnung im Dialog (PDF)

Psychoonkologische Präzision am Lebensende zwischen Würde, Wahrheit und Wahlfreiheit

Die letzte Lebensphase bei fortgeschrittener Krebserkrankung ist selten nur eine medizinische Endstrecke. Sie ist eine Verdichtung von Angst, Schmerz, Beziehungsthemen und existenziellen Fragen nach Sinn, Würde und Verbundenheit. Psychoonkologische Begleitung kann hier wirksam sein – oft nicht durch lange Programme, sondern durch präzise, zeitlich passende Interventionen. Leitend ist dabei ein Perspektivwechsel: weg von einer Orientierung an Überlebenszeit ... [ mehr ]

Peter Schulthess

Editorial (PDF)

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Herausgeberverein Zeitschrift Psychotherapie-Wissenschaft (Hg.)

Psychotherapie-Wissenschaft 1/2026: Psychoonkologie (PDF)

16. Jahrgang, 2026, Heft 1

Das Thema dieses Hefts ist Psychoonkologie. Darüber wurde bislang in thematisch nicht spezialisierten Zeitschriften eher wenig publiziert. Unter frei praktizierenden Psychotherapeut*innen ist entsprechend wenig Wissen dazu verbreitet. Man weiß zwar, dass es Psychoonkologie gibt, dass es dazu speziell weitergebildete Kolleg*innen gibt, aber was sie genau tun und was die Möglichkeiten und Grenzen der Psychotherapie mit an Krebs schwer Erkrankten sind, das weiß man dann doch nicht. Es stellt sich auch die Frage, was denn ein Therapieerfolg sein kann, wenn die Therapie »nur« mehr der palliativen Begleitung dienen kann. Die Autor*innen dieser Ausgabe beleuchten das so wichtige Thema von verschiedenen Seiten. [ mehr ]

Balint-Journal 1/2026

Zeitschrift für Beziehung, Dialog und Supervision in Medizin, Psychologie und Gesellschaft | 27. Jahrgang, 2026, Heft 1

Die Beiträge von Heft 1-2026 stehen gleichermaßen für Kontinuität und den neugierigen Blick über den Tellerrand der Balint-Methode. Giovanni Maio schreibt aus der Perspektive des Ethikers und Medizinhistorikers über die Bedeutung des Vertrauens in der Medizin. Giuliano Castigliego zeichnet den Weg nach, der vom Konzept des Tune in und Flash von Michael und Enid Balint über die Now und Meeting Moments von Daniel Stern bis zum modernen Konzept des Mentalisierens von Peter Fonagy führt. Vanessa Viktoria Eylers zeigt als Ärztin und professionelle Musikerin, wie musikalische Zugangswege das Verstehen der Leitung von Balint-Gruppen bereichern können. Guido Flatten, Philipp Herzog und Günther Bergmann widmen sich der berufspolitisch für die ärztliche Weiterbildung bedeutsamen Frage der Qualitätssicherung der Leitung von Balint-Gruppen. [ mehr ]

Fachverband für Behindertenpädagogik Landesverband Hessen e.V. im Verband Sonderpädagogik e.V.

Behindertenpädagogik - Vierteljahresschrift für Behindertenpädagogik und Integration Behinderter in Praxis, Forschung und Lehre

65. Jahrgang, 2026, Heft 1

Die vierteljährlich erscheinende Zeitschrift Behindertenpädagogik befasst sich mit behindertenpädagogischen Problemen der Erziehung und Bildung und des Unterrichts an Vorschulen, allgemeinbildenden und berufsbildenden Schulen, Hochschulen und Fachhochschulen sowie in der Erwachsenenbildung. Sie wird vom Landesverband Hessen e.V. im Verband Sonderpädagogik e.V., Fachverband für Behindertenpädagogik herausgegeben.
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Kulturen verstehen, kompetent handeln

Grundlagen der Interkulturalität

Jürgen Straub und Viktoria Niebel erörtern Grundfragen interkultureller Kommunikation, Kooperation und Koexistenz, klären wesentliche theoretische Begriffe und Modelle und geben zahlreiche Praxisbeispiele. Anhand vieler Reflexionsaufgaben können Studierende das Gelernte auf sich selbst beziehen und auf eigene Handlungsfelder übertragen. Diese elementare, gut verständliche Einführung zielt darauf ab, Aversionen und Abneigungen abzubauen und den emotionalen Abstand zwischen Menschen in kulturell differenzierten Gesellschaften und interkulturellen Überschneidungssituationen zu verringern. [ mehr ]

Psychoanalytische Traumatologie - Das Trauma in der Familie

Psychoanalytische Theorie und Therapie schwerer Persönlichkeitsstörungen
55,98 €

Traumatisierungen bilden oft den Kern schwerer Persönlichkeitsstörungen, denn sie hinterlassen Spuren in Form von Opfer- oder Täteridentitäten und eines traumatischen Introjekts. Matthias Hirsch zeigt, dass die psychoanalytische Therapie schwer traumatisierter Patient*innen ein sensibles Balancieren zwischen Halten und Grenzen-Setzen, Verstehen und Konfrontieren bis hin zum spielerischen Mitagieren erfordert.  [ mehr ]

Die Schweizer »Enfants terribles« der Freud’schen Internationalen

Beiträge zur Geschichte der Psychoanalyse in der Schweiz 1919-1977

In neun Kapiteln wird die turbulente und krisengeschüttelte Geschichte der Schweizer Freudianer nachgezeichnet. Basierend auf einer breiten, gründlichen Quellenforschung beleuchtet Thomas Kurz diese Geschichte aus verschiedenen Perspektiven. Dabei zeigt sich eine Aversion gegen zentralistische Bestrebungen – Freud sprach von einer speziellen »Psychologie der Schweizer« –, aber auch ein Versuch, die offenen, unverschulten Anfänge der psychoanalytischen Bewegung zu bewahren. [ mehr ]