Institut für Gruppenanalyse Heidelberg e.V. (Hg.)

gruppenanalyse 1/2026: Gruppenanalyse und was denken die Nachbarn?

Zeitschrift für gruppenanalytische Psychotherapie, Beratung und Supervision | 36. Jahrgang, 2026, Heft 1

In diesem Heft geht es um einen konstruktiven Dialog zwischen Gruppenanalyse, Gruppendynamik, Psychodrama und systemischer Gruppentherapie sowie um die Arbeit mit großen Gruppen in Unternehmen und Institutionen. Zudem stellen Gruppenanalytiker:innen ihre Arbeit in unterschiedlichen, innovativen Settings vor. Es ist eine spannende, anregende und innovative, neue Ausgabe der gruppenanalyse entstanden. [ mehr ]

Mediation im palliativen Kontext (PDF)

Findet am Lebensende ein Konflikt statt, den alle Beteiligten lösen möchten, werden Betroffene ihre Bereitschaft zur Befriedung aus dem Blickwinkel der eigenen Endlichkeit gestalten. Darin unterscheidet sich eine solche Mediation wesentlich von anderen. Menschen, die bei der Lösung dieser Konflikte helfen wollen – oft Mediator*innen –, müssen sich damit intensiv auseinandersetzen. Nur so können sie einen angemessenen, würdigen Mediationsprozess gestalten. Klaus-Dieter Neander widmet sich der psychischen Situation derer, die in einer palliativen Versorgung sind, und greift u.a. auf Ideen der originären Logotherapie und Existenzanalyse nach Viktor E. Frankl zurück. [ mehr ]

Mediation im palliativen Kontext

Findet am Lebensende ein Konflikt statt, den alle Beteiligten lösen möchten, werden Betroffene ihre Bereitschaft zur Befriedung aus dem Blickwinkel der eigenen Endlichkeit gestalten. Darin unterscheidet sich eine solche Mediation wesentlich von anderen. Menschen, die bei der Lösung dieser Konflikte helfen wollen – oft Mediator*innen –, müssen sich damit intensiv auseinandersetzen. Nur so können sie einen angemessenen, würdigen Mediationsprozess gestalten. Klaus-Dieter Neander widmet sich der psychischen Situation derer, die in einer palliativen Versorgung sind, und greift u.a. auf Ideen der originären Logotherapie und Existenzanalyse nach Viktor E. Frankl zurück. [ mehr ]

Psychologie der Pränatalen Entwicklung

In einer inter- und transdisziplinären Herangehensweise thematisiert Klaus Evertz die bio-psycho-sozialen Zusammenhänge sowie historischen und kulturellen Aspekte der neuen Wissenschaftsdisziplin der pränatalen Psychologie. [ mehr ]

Moralischer Fortschritt

Geschichte vermitteln und Zukunft gestalten

Johannes Drerup setzt grassierenden negativen Geschichts- und Zukunftsbildern etwas entgegen: Wir brauchen die Idee des Fortschritts und seiner Möglichkeit, um künftigen Generationen ein angemessenes Bild von Geschichte und demokratisch gestaltbaren Zukünften vermitteln zu können. [ mehr ]

Verzeihen (PDF)

Plädoyer für eine unverzichtbare psychosoziale Fähigkeit

Joachim Küchenhoff legt die psychosoziale Kraft einer gesellschaftspolitischen und persönlichen »Verzeihensarbeit« frei, die unverzichtbar ist, um mit Scham, Schuld und Schuldgefühlen umzugehen, Verluste und Enttäuschungen ohne Ressentiment und ausgelebte Rachewünsche zu verarbeiten und sich aus Opferrollen befreien zu können. [ mehr ]

Verzeihen

Plädoyer für eine unverzichtbare psychosoziale Fähigkeit

Joachim Küchenhoff legt die psychosoziale Kraft einer gesellschaftspolitischen und persönlichen »Verzeihensarbeit« frei, die unverzichtbar ist, um mit Scham, Schuld und Schuldgefühlen umzugehen, Verluste und Enttäuschungen ohne Ressentiment und ausgelebte Rachewünsche zu verarbeiten und sich aus Opferrollen befreien zu können. [ mehr ]

Denken, Fühlen und Sein

Klinische Überlegungen zur fundamentalen Antinomie in Mensch und Welt. Beiheft 30 zum Jahrbuch der Psychoanalyse
46,64 €

Ignacio Matte-Blanco rekonzipiert die Freud’sche Theorie des Unbewussten mithilfe mathematischer Mengenlehre und Geometrie. Die Verbindung von mathematischer Logik mit psychoanalytischer Theorie schafft völlig neue Deutungsmöglichkeiten, insbesondere für die Behandlung psychotischer Patient*innen. [ mehr ]

Narzisstische Depression

Theorien und Konzepte in Psychiatrie und Psychoanalyse

Lukas Zabel untersucht die narzisstische Depression systematisch aus der Doppelperspektive von Psychiatrie und Psychoanalyse. Er legt ein breites und ganzheitliches Verständnis der Konzepte Narzissmus und Depression dar und verortet die narzisstische Depression aus psychiatrischer Perspektive als Ausdruck narzisstischer Vulnerabilität; aus psychoanalytischer Sicht erweist sie sich als eine von vier Verbindungsformen von Depression und Narzissmus, bei der die Depression Ausdruck eines pathologischen Narzissmus ist, wie er von Otto F. Kernberg und Heinz Kohut erstmalig beschrieben worden ist. [ mehr ]

Farbe und Affekt in Psychoanalyse und abstrakter Malerei

Unter dem titelgebenden Leitthema Farbe und Affekt betrachtet Petra Christian-Widmaier Werke der abstrakten farbigen Malerei der (Post-)Moderne aus psychoanalytischer Perspektive. Seien es Josef Albers’ affektiv grundierte Malerei, Mark Rothkos affektiv gesättigte Farbfeldmalerei oder Ricardo Saros affektiv aufgeladene, verkörperte Farben – in ihrer Studie vermittelt die Autorin zwischen Kunst und aktuellen Affekttheorien in der Psychoanalyse. In einem sich anschließenden methodischen Teil arbeitet sie zentrale Maximen für die kunstpsychoanalytische Betrachtung abstrakter farbiger Bilder heraus, die sie auch unmittelbar zur Anwendung bringt. [ mehr ]

Der Zorn des Kunstfälschers und das Zittern der Kritik (PDF)

Psychodynamik einer selbstsüchtigen Beziehung

In essayistischen Streifzügen führt Ettl in das spannungsreiche Seelenleben des Fälschers ein, das beherrscht ist von einer biografisch geprägten Angst. Die enge psychodynamische Beziehung zwischen Kunstfälscher, Expertise und Kunstbetrieb hält dabei fortwährend ein vulnerables narzisstisches Regulationssystem unter Spannung, das zwischen Größe und Minderwertigkeit oszilliert. [ mehr ]

Der Zorn des Kunstfälschers und das Zittern der Kritik

Psychodynamik einer selbstsüchtigen Beziehung

In essayistischen Streifzügen führt Ettl in das spannungsreiche Seelenleben des Fälschers ein, das beherrscht ist von einer biografisch geprägten Angst. Die enge psychodynamische Beziehung zwischen Kunstfälscher, Expertise und Kunstbetrieb hält dabei fortwährend ein vulnerables narzisstisches Regulationssystem unter Spannung, das zwischen Größe und Minderwertigkeit oszilliert. [ mehr ]

Delaram Habibi-Kohlen

Online-Dating als Rückzugsort (PDF)

Online-Dating ist heute die meistgewählte Form der PartnerInnensuche. Der Erfolg dieser Formate spricht zum einen für eine erfolgreiche Findung, kann aber auch auf ein gesellschaftlich sich verbreitendes Bedürfnis verweisen, hier einen virtuellen Raum zu finden, in dem man ungestört von der Realität ist. Dies wird in Vignetten exemplifiziert. Der Schwerpunkt liegt dabei auf den Mechanismen, die wirksam werden in virtuellen Begegnungen und in einem ... [ mehr ]

Peter Rottländer

Über die Bedrohtheit scheinbar gesicherten therapeutischen Wissens (PDF)

Kommentar zu: Astrid Riehl-Emde, Wechselwirkungen zwischen Psychotherapie und Partnerschaft. Überlegungen zur Einbeziehung des Partners in die stationäre Psychotherapie (1988)

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Astrid Riehl-Emde

Wechselwirkungen zwischen Psychotherapie und Partnerschaft (PDF)

Überlegungen zur Einbeziehung des Partners in die stationäre Psychotherapie (1988)

Die Literatur über Wechselwirkungen zwischen Psychotherapie und Partnerschaft zeigt, daß sowohl günstige als auch ungünstige Beeinflussungsmöglichkeiten bestehen. Aus diesem Grunde werden in der vorliegenden Arbeit Merkmale diskutiert, die hilfreich sein können, frühzeitig Bedingungen zu erkennen, die zu ungünstigen Wechselwirkungen führen können. In den Fällen ungünstiger Wechselwirkungen wird die Einbeziehung des ... [ mehr ]

Petra E. Sailer

Möglichkeiten und Grenzen familientherapeutischer Interventionen in einer kinderund jugendpsychiatrischen Tagesklinik - eine Fallstudie (PDF)

Die Autorin beschreibt anhand eines Fallbeispiels die häufig vorzufindenden Bedingungen und Strukturen von familientherapeutischer Arbeit im Setting einer Tagesklinik, welche in der Regel nicht die Familiendynamik und deren Wirkung auf die Symptomatik in den Fokus nehmen. Die Aufnahme versetzt oft das gesamte Familiensystem in Alarmbereitschaft, weshalb familientherapeutische Gespräche für die Familien häufig mit hoher Abwehr, aber auch mit einem gewissen ... [ mehr ]

Terje Neraal

Die unverstandenen Botschaften der unaufmerksamen und unruhigen Kinder (PDF)

ADHS/ADS verstehen und Beziehungen verändern

Die innere seelische Befindlichkeit wird von Kindern und Jugendlichen eher nonverbal über Mimik, Körperhaltung, Verhalten und Handlungen zum Ausdruck gebracht (»Symptomsprache«). Gelingt es Erwachsenen (Eltern, Lehrkräften, Behandlern) nicht, die Mitteilungen in der motorischen Unruhe, den Konzentrationsdefiziten und der Gedächtnisschwäche bei sogenannten »ADS-« und »ADHS-Kindern« zu entschlüsseln und zu ... [ mehr ]

Angelika Censebrunn-Benz

Intergenerationelle Auswirkung kindlicher Heimunterbringung in der DDR (PDF)

Kinder und Jugendliche, die wegen sozialer Auffälligkeit, Verweigerung, familiärer Probleme oder einer unliebsamen politischen Gesinnung (der eigenen oder der Eltern) das Heimsystem der DDR durchliefen, leiden oft bis heute unter den Folgen der Zwangserziehung. Schlaflosigkeit, körperliche Gebrechen, posttraumatische Belastungsstörungen und leichte bis schwere psychische Probleme begleiten sie. Die familiären Auswirkungen einer Heimunterbringung im ... [ mehr ]