Sich vor unsäglichen Gefühlen schützen

Ein Gespräch über Sucht, die Rolle der Sprache und eine politische Psychoanalyse
23,27 €

Roland Voigtel versteht Sucht als ein unbewusstes Abwehrsystem gegen das Erleben unerträglicher Gefühle, die von den Betroffenen nur schwer in Worte gefasst werden können. Simon Scharfs Fragen fokussieren insbesondere die emotionale Beziehung zwischen Therapeut*in und Patient*in, führen Voigtel aber auch zu vertiefenden Überlegungen zum politischen Potenzial seines Suchtkonzepts sowie zum Selbstverständnis der aktuellen Psychoanalyse und ihrer geringen gesellschaftlichen Einmischungslust. [ mehr ]

Psychoanalytische Traumatologie - Das Trauma in der Familie

Psychoanalytische Theorie und Therapie schwerer Persönlichkeitsstörungen
55,98 €

Traumatisierungen bilden oft den Kern schwerer Persönlichkeitsstörungen, denn sie hinterlassen Spuren in Form von Opfer- oder Täteridentitäten und eines traumatischen Introjekts. Matthias Hirsch zeigt, dass die psychoanalytische Therapie schwer traumatisierter Patient*innen ein sensibles Balancieren zwischen Halten und Grenzen-Setzen, Verstehen und Konfrontieren bis hin zum spielerischen Mitagieren erfordert.  [ mehr ]

Autorität in der Pädagogik neu denken

Grundsätze pädagogischen Handelns und ein kritischer Blick auf die Neue Autorität
46,64 €

Stefan Dierbach unternimmt eine neue Einordnung des Faktors »Autorität« im Kontext pädagogischer Arbeit: Ist pädagogische Autorität etwas, was sich mithilfe von festgelegten Maßnahmen herstellen lässt? Oder ist jene vielmehr das Ergebnis einer freiwilligen und begründeten Zuschreibung vonseiten der Kinder und Jugendlichen? [ mehr ]

Bindung stärken von Anfang an

Praxisbuch für die vorgeburtliche Beziehungsförderung
27,94 €

Bei der bindungsanalytischen Schwangerschaftsbegleitung werden die Eltern darin unterstützt, den emotionalen Kontakt zu ihrem vorgeburtlichen Kind zu intensivieren. Ursula Volz-Boers erläutert die pränatale emotionale Beziehungsförderung zwischen Eltern und Kind anhand zahlreicher Fallbeispiele. Ihre Anleitungen richten sich an Eltern, Großeltern und ebenso an Fachleute, die Schwangere und ihre Partnerinnen und Partner betreuen. [ mehr ]

Der Augenblick - das unfassbare Ganze

Perspektiven einer ästhetischen Theorie der Psychoanalyse
37,29 €

Werner Pohlmann entfaltet eine Theorie des Psychischen, in der der Augenblick als Erfahrungsraum eine zentrale Rolle spielt. Im Moment des Erlebens zeigt sich das Ganze – und damit auch die ästhetische Struktur psychischer Prozesse. Pohlmanns Überlegungen richten sich an Psychoanalytiker*innen, die ästhetische, philosophische und klinische Dimensionen neu denken wollen. [ mehr ]

Aufgeben

Über die Freiheit, loszulassen
23,27 €

Aufgeben ist nicht gleichbedeutend mit Scheitern – es kann ein neuer Anfang sein. In seinem brillanten Essay zeigt Adam Phillips, dass Verzicht nicht bloß Disziplin bedeutet – sondern Freiheit. Ein Buch für alle, die der Komplexität des Lebens nicht ausweichen wollen. [ mehr ]

Sinnliches Erleben in der kindlichen Entwicklung

Zwischenleiblichkeit im Anschluss an D. W. Winnicott
27,94 €

Die Beiträger*innen erschließen die Bedeutsamkeit des frühen sinnlich-körperlichen Erlebens für die psychische Entwicklung aus einer interdisziplinären Perspektive, die die Trennung von Psyche und Soma wieder zusammenführt. Dies geschieht auf phänomenologischer Ebene mit den Zugängen D.W. Winnicotts verknüpft und erarbeitet ein neues diagnostischen Verständnis. [ mehr ]

Kevin Maier

Arrangierte Kontingenz (PDF)

Zur zeitlich-normativen Orientierung von Fridays for Future

Ausgangspunkt des Beitrags ist die Diagnose einer Krise zeitlicher Orientierung unter spätmodernen Bedingungen. Er untersucht, wie die Klimabewegung Fridays for Future auf diese Krise reagiert und dabei neue normative Maßstäbe setzt. Ausgehend von einer wissenssoziologischen Perspektive auf Zeit als einem normativen Ordnungsprinzip wird in einer Fallanalyse der Blogreihe »Sommer der Utopien« (Fridays for Future 2021) rekonstruiert, wie im Diskurs der ... [ mehr ]

Bettina Siebert-Blaesing

Geduld, Zeiterleben und Zeitpraktiken (PDF)

Professionelle Haltung in komplexen Veränderungsprozessen

Zeit wird in professionellen Kontexten häufig als knappe Ressource und als strukturierende Größe organisationalen Handelns thematisiert. Der vorliegende Beitrag richtet den Fokus auf das Erleben und die Gestaltung von Zeit in professionellen Veränderungsprozessen. Im Zentrum steht die Frage, inwiefern Geduld als professionelle Haltung verstanden werden kann, die den Umgang mit Unsicherheit, Ambivalenz und widersprüchlichen Zeitlogiken unterstützt. ... [ mehr ]

Ulrich Iberer & Robin Rox

Zu wenig Zeit für viele Aufgaben (PDF)

Zeitökonomie als Strategie von Schulleitung

Im schulischen Alltag bleibt zunehmend weniger Zeit. Beschleunigung, administrative Verdichtung und wachsende Ansprüche führen dazu, dass Lehrkräfte und Schulleitungen Zeit nicht nur als objektiven Faktor, sondern auch als subjektiv belastende Größe erleben. Der Beitrag geht der Frage nach, welche psychologischen Mechanismen dazu beitragen können, dass Zeit nicht nur als begrenzende Gegebenheit, sondern auch als aktiv gestaltbare Ressource in der ... [ mehr ]

Daniel Hofstetter & Annette Koechlin

Kooperation als Bearbeitung von Un-/Gleichzeitigkeit (PDF)

Zur zeitlichen Konstitution sonderpädagogischer Zuständigkeit

Der Beitrag leuchtet aus, inwiefern Kooperation im Unterricht über zeitliche Ordnungen beschrieben werden kann und wie unterschiedliche Modi von Zeitlichkeit (Chronos, Rhythmus) sonderpädagogische Zuständigkeit hervorbringen. Anhand des Stundenplans eines Sonderpädagogen sowie einer ethnografischen Unterrichtsbeobachtung an einer Grundschule wird herausgearbeitet, dass sich Kooperation als geteilte Ausrichtung an einer Gleichzeitigkeit verstehen lässt. ... [ mehr ]

Matthias Grein

Keine Zeit fürs Wesentliche? (PDF)

Zu Zeiterleben und Zeitpraktiken im schulischen Vorbereitungsdienst aus autoethnografischer Perspektive

Der deutsche schulische Vorbereitungsdienst ist zunehmend gut erforscht, Zeiterleben und Zeitpraktiken werden in unterschiedlichen Texten allerdings unterschiedlich diskutiert: Studien der Professionalisierungsforschung legen eine spezifische pädagogische Normativität an Zeitpraktiken und Entwicklungsverläufe an. In der Ratgeber-Literatur zum Vorbereitungsdienst zeigt sich dagegen eine normative Haltung, die weitgehend allgemein auf Berufseinstiege ... [ mehr ]

Elisabeth Pönisch

Temporale Ordnungen und Narrative extremer Gewalt (PDF)

Der vorliegende Beitrag analysiert Gewalt als zeitliches Phänomen und fragt danach, wie unter nationalsozialistischer Herrschaft spezifische Zeitregime in Judenhäusern und Konzentrationslagern Lebensbedingungen strukturierten und die Erfahrbarkeit von Gewalt prägten. Eine zentrale Annahme ist dabei, dass extreme Gewalt Zeit deformiert – sie blockiert Zukunft, zerstört biografische Kontinuität und eignet sich Zeithorizonte an, wodurch sie zu einem ... [ mehr ]

Janos Erkens

»Also, das war unterbewusst eigentlich schon immer da« (PDF)

Nachträglichkeit und Diskontinuitäten in jugendlichen trans Biografien

Der Beitrag untersucht, wie trans Jugendliche und junge Erwachsene ihre Lebensgeschichten vor dem Hintergrund diskursiver Verschiebungen im Feld von trans rekonstruieren. Ausgehend vom psychoanalytischen Konzept der Nachträglichkeit sowie Laplanches Verständnis von Geschlecht als nie final abgeschlossener Lösung »rätselhafter Botschaften« wird gefragt, wie Diskontinuitäten – Pubertät, inneres Coming-out, Transition – ... [ mehr ]

Mael Boenig

Neuformulierungen linearer Zeitlichkeit (PDF)

Eine Untersuchung von Zeitkonstruktionen am Beispiel einer trans_biografischen Erzählung

Viele trans und nichtbinäre Menschen teilen die Erfahrung, ihr eigenes Geschlechtsein sowohl in Relation zur vorherrschenden Geschlechterordnung als auch im Kontext der eigenen Biografie einordnen und begründen zu müssen. Um die eigene Lebensgeschichte erzählbar zu halten, ist es oft notwendig, auf bestimmte Erzählmuster zurückzugreifen, die wesentlich durch eine Verschränkung chronound cisnormativer Logiken geprägt sind. Am Beispiel eines ... [ mehr ]

Franz Erhard

Biografischer Stillstand (PDF)

Zur Zeiterfahrung von Armutsbetroffenen aus sozial-phänomenologischer Perspektive

Der Beitrag geht der Frage nach, wie sich bei Armutsbetroffenen die zeitliche Struktur subjektiver Erfahrung verändert. Auf Grundlage sozial-phänomenologischer und biografietheoretischer Ansätze wird gezeigt, dass Armut den Zerfall von überaus relevanten Strukturmustern der subjektiven Zeiterfahrung mit sich bringen kann. Anhand narrativer Fallanalysen wird verdeutlicht, dass Betroffene mitunter Schwierigkeiten haben, ihr Leben als fortschreitende Geschichte ... [ mehr ]

Patrick Leinhos

Verzeitlichung in Biographisierungspraktiken (PDF)

Zeiterleben, Zeitleben, Zeitbearbeitung und In-der-Zeit-Sein zwischen Norm und Praxis

Dieser Beitrag entfaltet ein praxeologisch-wissenssoziologisches Modell von Verzeitlichung als sozialer Praxis und Modus von Biographisierungsprozessen. Der Fokus liegt auf impliziten Wissensbeständen, die in handlungspraktischer Auseinandersetzung mit Normen, Erwartungen, Anrufungen und Rahmenbedingungen generiert werden und zugleich Handlungspraxis fundieren. Damit können sozial-gesellschaftliche Vorstellungen von Zeit, Zeitverwendung, Lebensverläufen und ... [ mehr ]

Ralph Sichler & Alexander Nicolai Wendt

Editorial (PDF)

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Journal für Psychologie 1/2026: Zeiterleben und Zeitpraktiken (PDF)

34. Jahrgang, Heft 1/2026

Die aktuelle Ausgabe des Journal für Psychologie widmet sich dem Thema »Zeiterleben und Zeitpraktiken«. Dabei steht Zeit nicht nur als messbare Größe, sondern auch als gelebte, erfahrene, verhandelte und umkämpfte Dimension menschlicher Existenz im Mittelpunkt. Die Ausgabe lädt dazu ein, Zeit als vielschichtiges Geflecht von Erfahrung, Praxis und gesellschaftlicher Ordnung neu zu denken.

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Journal für Psychologie 1/2026: Zeiterleben und Zeitpraktiken

34. Jahrgang, Heft 1/2026
27,94 €

Die aktuelle Ausgabe des Journal für Psychologie widmet sich dem Thema »Zeiterleben und Zeitpraktiken«. Dabei steht Zeit nicht nur als messbare Größe, sondern auch als gelebte, erfahrene, verhandelte und umkämpfte Dimension menschlicher Existenz im Mittelpunkt. Die Ausgabe lädt dazu ein, Zeit als vielschichtiges Geflecht von Erfahrung, Praxis und gesellschaftlicher Ordnung neu zu denken.

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