Beratung aktuell 1/2026: Paar- und Sexualtherapie im allgemeinen Gesundheitswesen (PDF)
supervision - Mensch Arbeit Organisation: Landschaften der Arbeit. Routen und Positionen der Supervision
Ausgehend von einem soziologischen Befund zur gegenwärtigen Situation der Arbeit werden Routen und Positionen der Supervision zwischen »Just in Time« und »Old School« verfolgt. Supervisor*innen der jüngeren Generation setzen sich damit auseinander, wie sie den Anforderungen an Supervision in einer sich rasant verändernden Gesellschaft mit ihren Krisen und Herausforderungen – von Ökonomie bis Klimakatastrophe – und dem damit einhergehenden Wandel in der Arbeitswelt begegnen. [ mehr ]
The Student, the Patient and the Illness
The essays for the Ascona Balint Award give a deep impression of the students’ experiences, reflections and conclusions. And they show an insight into medical education in different countries. [ mehr ]
Das Innere-Kinder-Retten
Die Therapiemethode des Innere-Kinder-Rettens zur sanften Heilung von Traumatisierten erspart den Betroffenen die Konfrontation mit den traumaauslösenden Erlebnissen. Als Methode, die sich mit allen bekannten Traumatherapien kombinieren lässt, hat sie sich insbesondere bei komplex traumatisierten Patient*innen bewährt. Gabriele Kahn erläutert die notwendigen wissenschaftlichen Grundlagen und theoretischen Hintergründe anhand zahlreicher Beispiele und schildert den Verlauf der Therapie vom ersten Kontakt bis zu den fünf Schritten der Rettungsaktion detailliert und praxisnah. [ mehr ]
Emotionale Kompetenz
Emotionale Kompetenz ist eine Schlüsselressource der Psychotherapie: Nur wer Gefühle wahrnimmt, versteht und in Worte fassen kann, ermöglicht Veränderung. Frank-M. Staemmler beschreibt, was Therapeut*innen dafür unter anderem brauchen: Offenheit für das Erleben der Klient*innen, Anerkennung der Einzigartigkeit der anderen Person sowie Geduld im Umgang mit vagen Atmosphären. [ mehr ]
Existenzielles Grounding
Wie finden Menschen im hektischen Alltag zu innerer Stimmigkeit, Präsenz und Lebendigkeit zurück? Markus Angermayr stellt, aufbauend auf existenzanalytischen, leibphänomenologischen und körperpsychotherapeutischen Ansätzen, erstmals umfassend das Konzept des Existenziellen Groundings vor – einen körperorientierten Weg, um sich selbst besser zu spüren und Orientierung zu finden. [ mehr ]
Krisen in Organisationen, Organisationen in Krisen
Die Autor*innen untersuchen die impliziten spezifischen Anforderungen an Supervision und Organisationsberatung im Hinblick auf organisationale Krisen. Die Beiträge laden dazu ein, aus den beschriebenen Dynamiken heraus dokumentierte Handlungswege nachzuvollziehen und eigene zu entwickeln. [ mehr ]
Verfolgende Objekte
Paranoia ist Teil der Psychopathologie unseres Alltagslebens. Sie reicht von milden Ausprägungen bis zu schweren Erscheinungsformen. Sie lebt von der Macht der Projektion unerträglicher Selbstanteile auf äußere Objekte. Durch unvorhergesehene Krisen oder Phasen des sozialen Wandels kann es zu einem Anstieg paranoider Ängste und Fantasien kommen. Wenn eine solche Grundstimmung nicht eingefangen wird, können Projektionen eine hohe destruktive Kraft entfalten. Petra Holler widmet sich den ideengeschichtlichen Hintergründen der Begriffe Paranoia und Wahn, den entwicklungs- und sozialpsychologischen Zusammenhängen sowie klinischen und behandlungstechnischen Aspekten. [ mehr ]
Autorität in der Pädagogik neu denken
Stefan Dierbach unternimmt eine neue Einordnung des Faktors »Autorität« im Kontext pädagogischer Arbeit: Ist pädagogische Autorität etwas, was sich mithilfe von festgelegten Maßnahmen herstellen lässt? Oder ist jene vielmehr das Ergebnis einer freiwilligen und begründeten Zuschreibung vonseiten der Kinder und Jugendlichen? [ mehr ]
Bindung stärken von Anfang an
Bei der bindungsanalytischen Schwangerschaftsbegleitung werden die Eltern darin unterstützt, den emotionalen Kontakt zu ihrem vorgeburtlichen Kind zu intensivieren. Ursula Volz-Boers erläutert die pränatale emotionale Beziehungsförderung zwischen Eltern und Kind anhand zahlreicher Fallbeispiele. Ihre Anleitungen richten sich an Eltern, Großeltern und ebenso an Fachleute, die Schwangere und ihre Partnerinnen und Partner betreuen. [ mehr ]
Soziopsychoanalyse der Konstruktion von »Macht« (PDF)
In sozialkonstruktivistischer Rahmung werden psychoanalytische Ansätze mit sozialpsychologischen und soziologischen zu einer dynamischen sozio-psychoanalytischen Triebund Prozesstheorie der Macht verknüpft. Im Sinne einer Verschränkung solcher Ansätze zu einer anwendungsfähigen sozio-psychoanalytischen Theorie der Macht werden aktuelle Weltereignisse als gleichsam empirische Feldstudien dekonstruktivistisch und szenisch-verstehend analysiert. ... [ mehr ]
Verlust vor Verlust bewahren? (PDF)
Dieser Beitrag wendet sich gegen Standpunkte, die darauf hinauslaufen, als nur einschränkend begriffene Verluste jedweder Art seien möglichst zu vermeiden, zu kompensieren oder zu annullieren. Dagegen wird auf eine Dimension unaufhebbaren Verlusts aufmerksam gemacht, der für soziales Leben konstitutiv und unabdingbar zu sein scheint.
Abstract:
This article opposes viewpoints that argue that losses of any kind (that are perceived as restrictive) should ... [ mehr ]
(Ver-)Lust und (Ver-)Bindung in spätmodernen Paarbeziehungen (PDF)
Der Beitrag untersucht die Dialektik von Bindung und Verlust in spätmodernen Paarbeziehungen. Ausgehend von der These, dass Konjugalität strukturell mit Verlust verbunden ist, werden auf der Grundlage französischer Soziologien des Individuums verschiedene Beziehungsformen, Phasen konjugaler Karrieren sowie milieuspezifische Strategien im Umgang mit Verlust analysiert. Gezeigt wird, dass Individuen Verluste nicht nur erleiden, sondern antizipieren und strategisch ... [ mehr ]
Verarbeitung von Anerkennungsund Zugehörigkeitsverlust im Tagebuch (PDF)
Tagebuchaufzeichnungen können komplexe und differenzierte Einsichten in die prozesshafte Verarbeitung von Verlusterfahrungen gewähren. Sie erzählen den erlittenen Verlust nicht aus der Retrospektive, sondern sind durch die zeitliche Nähe zum Erlebten, durch multiple Erzählzeitpunkte und einen offenen Erwartungshorizont gekennzeichnet. Dies wird exemplarisch anhand einer kurzen Tagebuchanalyse gezeigt. Die Tagebuch-Aufzeichnungen von Albert Herzfeld geben ... [ mehr ]
Suizidalität als Folge von Objekt-, Selbstund Weltverlust (PDF)
Suizidalität ist wie kaum ein anderes psychisches Symptom untrennbar mit einem realen oder fantasierten Objektverlust verknüpft, der als Selbstund Weltverlust erlebt werden kann. Das Verlusterleben kann durch den Tod eines bedeutungsvollen Anderen, eine reale oder fantasierte Trennung bedingt sein, aber auch, folgen wir Freud, durch den Verlust von Werten, Überzeugungen und Ich-Idealen erzeugt werden. Darüber hinaus zeigen sich bei der suizidalen Klientel ... [ mehr ]
Verlust und Verbleib (PDF)
Im vorliegenden Beitrag wird aus psychoanalytischer Perspektive das menschliche Vermögen einer Verlustfähigkeit erörtert. Das Ineinander aus Verlust und Verbleib erlaubt eine Ausrichtung auf Zukünftiges als Offenes, sodass ein Verlust anerkannt, etwas aber darüber hinaus verbleiben kann. Dazu wird »Verlust« zunächst in Abgrenzung anderer Ausdrücke diskutiert sowie der Platz von Verlusten in der psychoanalytischen Theorie markiert. ... [ mehr ]