Neuerscheinungen

Bundesverband Mediation e.V. (Hg.)

Spektrum der Mediation 102: Kosmos Psyche

22. Jahrgang, 2025, Heft 4

Konflikte sind keine rein rationalen Angelegenheiten. Sie entstehen selten nur aus Worten oder Positionen – sie rauschen durch Nervensysteme, hallen in Körpern und berühren alte Muster. Wer vermittelt, arbeitet also nicht nur mit Sprache, sondern immer auch mit Neurobiologie. Doch was passiert, wenn Menschen unterschiedlich »verdrahtet« sind, wenn alte Verletzungen mitschwingen oder das Gehirn auf Alarm steht? Genau das beleuchtet der Schwerpunkt dieser Ausgabe: das Zusammenspiel von Neurodiversität, Traumafolgestörungen und neurobiologischen Konfliktreaktionen – und warum ein Verständnis davon Mediationen verändern kann. [ mehr ]

Bundesverband Psychoanalytische Paar- und Familientherapie (BvPPF)

Psychoanalytische Familientherapie Nr. 51

26. Jahrgang, Nr. 51, 2025, Heft II

Die Zeitschrift Psychoanalytische Familientherapie will zur praxisorientierten wissenschaftlichen Auseinandersetzung mit Problemen und Konzepten der psychoanalytisch orientierten Paar- und Familientherapie beitragen. Die Zeitschrift soll ein Diskussionsforum darstellen für all diejenigen, die sich auf dem Gebiet der psychoanalytisch orientierten Paar- und Familientherapie fachlich weiterentwickeln wollen, und für Angehörige von Berufsgruppen, die in psychoanalytisch orientierter Familienberatung oder Sozialtherapie tätig sind.
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Pia Andreatta, Ursula Gast, Reinhold Görling, Ines Gottschalk, Christian Gudehus, Andreas Hamburger, Jürgen Straub, Annette Streeck-Fischer, Wolfgang Wöller & David Zimmermann (Hg.)

Trauma Kultur Gesellschaft 4/2025: Klimawandel: (Prä)traumatische Aspekte

3. Jahrgang, 2025, Heft 4

Die Erderwärmung führt zu einer Zunahme von Extremwetterereignissen mit post-traumatischen Auswirkungen. Kann psychotherapeutisches Wissen über Verdrängung, Vermeidung, Dissoziation oder problematische Affektregulierung genutzt werden, um notwendige Trauer- und Schambewältigung zu begleiten und Verhaltensänderungen anzustoßen?
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Krieg, Aggression und Todestrieb

Kritische Theorie - Psychoanalytische Praxis

Wie verhalten sich Psychoanalyse und Kritische Theorie zu menschlicher Aggression und kriegerischen Absichten? Die Beiträger*innen fragen jenseits von aktuellen Kriegsschauplätzen auch nach den Hintergründen alltäglicher Gewalt und Unterdrückung, die sich in Form des ökonomischen Wachstumszwangs und der asymmetrischen Produktion von Reichtum und Armut zeigen. [ mehr ]

Potenziale der Gewaltfreien Kommunikation

Verständnis aufbauen und Beziehungen stärken

Klaus-Dieter Neander analysiert und vergleicht Rosenbergs vier Schritte der Gewaltfreien Kommunikation mit ausgewählten Kommunikationsmodellen. Er benennt dabei die persönliche Bereitschaft als wichtigen Motivator für einen gelingenden und tiefgreifenden Austausch zwischen Gesprächsteilnehmer*innen. In seiner Analyse bietet er umfangreiche Hilfen zur Öffnung des Dialogs. [ mehr ]

Journal für Psychologie 2/2025: Psychosoziale Perspektiven auf Bild und Bildlichkeit

33. Jahrgang, Heft 2/2025

Ausgabe 2/2025 des Journal für Psychologie befasst sich mit der Bildlichkeit und ihrer Bedeutung für die sozial-, kultur- und geisteswissenschaftliche Psychologie sowie benachbarte Disziplinen. Die Beiträge klären grundlagentheoretische Fragen, präsentieren empirische Analysen mit bewährten Methoden, entwickeln methodische Zugänge weiter und geben Einblicke in Forschungspraxen, die dazu einladen, diese weiter zu erproben.
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Das Ende der Menschenrechte

Leben oder Tod an Europas Grenzen

Wer darf zu uns kommen? Wer wird als illegal markiert? Wo verdichten sich Feindbilder? Heidrun Friese versteht derzeitige Migrationspolitiken als Teil eines Kriegsszenarios und zeigt deren innere Logik von Feindschaft und Todespolitik. Sie formuliert die existenzielle Frage nach der Universalität der Menschenrechte und plädiert für Verantwortung und Rechenschaftspflicht. [ mehr ]

Der Körper als Ressource in der Psychotherapie

Psychodynamisch verstehen, prozesshaft denken, körperbezogen intervenieren

Peter Geißler erschließt seinen Leser*innen die komplexen Prozesse der psychodynamischen Körperpsychotherapie – ein Zugang, der Körpererleben, Affektregulation und psychoanalytisches Verstehen miteinander verbindet und auf eine tiefgreifende Veränderung unbewusster Muster zielt. Anhand eindrücklicher Fallgeschichten zeigt er auf, wie therapeutische Veränderung nicht nur über Sprache, sondern auch über die feine Wahrnehmung körperlicher Resonanzen gelingt. Er lädt dazu ein, therapeutisches Handeln nicht linear, sondern als prozesshafte Lebensbewegung zu begreifen, die durch achtsames Wahrnehmen, verkörperte Resonanz und dialogisches Arbeiten gestaltet wird. [ mehr ]

Lebensgeschichte, Interviews, wissenschaftliches Wirken

Gesammelte Schriften, Band 1

Seit den 1960ern einer kritischen Psychoanalyse und Psychologie verbunden, kulminierte das zeitdiagnostische Denken des Sozialpsychologen, Psychoanalytikers und Mediziners in seinem Projekt einer historisch ausgerichteten, kulturevolutionären Anthropologie. Einige von Hans Kilians Ideen sind trotz ihrer eigenen zeitlichen Verortung weiterhin aktuell und als wissenschaftsgeschichtliche Zeugnisse intellektuell anregend. Anhand von teils bislang unveröffentlichten Texten und Interviews werden Kilians Leben und Wirken anschaulich. Der Band wird abgerundet mit einer vollständigen Bibliografie seiner Werke. [ mehr ]

Praxis der psychodynamischen Organisationsberatung

Zwischen Handwerk, Wissenschaft und Kunst

Rudolf Heltzel führt in die vielfältigen praktischen Anwendungsmöglichkeiten der psychodynamischen Organisationsberatung ein. Er plädiert dafür, Beratung gleichermaßen als Handwerk, Wissenschaft und Kunst zu verstehen und diese Perspektiven im beraterischen Handeln einzubeziehen. Anhand von zahlreichen Fallbeispielen und Einblicken in sein Interventionsrepertoire stellt Heltzel anschaulich dar, wie psychodynamische Beratung in der Praxis gewinnbringend umgesetzt werden kann. [ mehr ]

Lebendig werden im Therapieraum

Auf dem Weg zu einer ontologischen Psychoanalyse

Thomas Ogden entwirft das Psychische als lebendigen Prozess von Sein und Werden. Die Psyche wird erfahrbar als Erlebnisraum eines kreativen Ichs, mit dem Analytiker*innen in schöpferischer Weise umgehen. Ogden formuliert auf diese Weise die Grundlagen einer ontologischen Psychoanalyse, die vermittelt, was es heißt, Psychoanalytiker*in zu sein und immer wieder neu zu werden. [ mehr ]

Gewalterfahrungen von Jungen und Männern und die Folgen für ihre Gesundheit

Sechster Deutscher Männergesundheitsbericht der Stiftung Männergesundheit

Männer sind im jungen Alter häufiger und generell anders als Frauen von Gewalt betroffen. Da Männer jedoch gesellschaftlich in erster Linie als Täter wahrgenommen werden, ist die Forschungslage zu ihren Gewalterlebnissen als Opfer und deren erhebliche Auswirkungen auf ihre Gesundheit völlig unzureichend. Führende Fachleute haben die verstreuten Erkenntnisse zusammengetragen und präsentieren sie entlang des Lebenslaufes. Ein besonderer Fokus liegt auf Blaulichtberufen und Militär sowie auf vulnerablen Lebenslagen. [ mehr ]

J.L. Moreno

Der Arzt, der das Theater in die Psychiatrie brachte

J.L. Moreno (1889–1974), der Vater des Psychodramas, war ein früher Kritiker Sigmund Freuds, war Verfasser und Herausgeber von Schriften der Wiener Moderne und des Existenzialismus, gründete ein experimentelles Theater, beeinflusste Martin Buber und wurde zu einem bedeutenden Psychiater und Sozialwissenschaftler seiner Zeit. Die von seinem Sohn Jonathan D. Moreno geschriebene Biografie verbindet das Leben und die Errungenschaften J.L. Morenos mit den Entwicklungen in der Psychologie und Soziologie. [ mehr ]

Mütter und Andere

Wie die Evolution uns zu sozialen Wesen gemacht hat

Der Ursprung unseres sozialen Verhaltens liegt, so Sarah Blaffer Hrdy, in gemeinschaftlicher Kindererziehung, denn steinzeitliche Mütter und Väter waren angesichts knapper Ressourcen auf gegenseitige Hilfe angewiesen. Die Autorin erläutert, warum und wie sich aus dieser Form der gemeinschaftlichen Fürsorge entscheidende neue Formen des sozialen Miteinanders sowie die einzigartigen menschlichen Fähigkeiten der Empathie und Kooperation entwickelten. [ mehr ]

Feedback 2/2025

Zeitschrift für Gruppentherapie und Beratung | 14. Jahrgang, 2025, Heft 2

Die zweimal jährlich erscheinende Zeitschrift Feedback – Zeitschrift für Gruppentherapie und Beratung (herausgegeben von Günter Dietrich, Karin Zajec und Robert Stefan) bietet ein wissenschaftliches Forum für Forschung und Praxis der Gruppentherapie und Gruppenberatung im deutschsprachigen Raum. Publiziert werden sowohl qualitativ wie auch quantitativ ausgerichtete empirische wissenschaftliche Arbeiten, Beiträge zur Grundlagenforschung, Rezensionen und Berichte aus der Vielfalt der psychotherapeutischen und beraterischen Arbeit mit Fokus auf das Themenfeld der Gruppe.
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Der Wert der Verlusterfahrung

Ein Essay zur Psychologie und Spiritualität der Trauerarbeit

Dieter Funke integriert anthropologische, psychodynamische und spirituelle Dimensionen von Verlusterfahrung und zeigt auf, wie diese selbstreflexiven Vergewisserungen bei der Trauerarbeit helfen können. Sie ermöglichen ein Verbundenheitsgefühl mit dem größeren Ganzen und lassen manche Überzeugungen, die mit Verlusterfahrungen verbunden sind, als Konstrukte unseres Denkens erscheinen. So verlieren sie an Bedrohlichkeit und vermögen der Verlustangst das Verbundenheitsgefühl entgegenzusetzen. [ mehr ]

Emotionen in der Gestalttherapie

Emotionen sind ein zentrales Thema in jeder Psychotherapie, doch die gestalttherapeutische Perspektive auf sie wurde bislang nur unzureichend theoretisch ausgearbeitet. Anhand zahlreicher Praxisbeispiele zeigt Staemmler die Relevanz dieser Theorie für die therapeutische Arbeit auf und bietet neue Perspektiven auf die emotionale Entwicklung, den emotionalen Ausdruck und die Verantwortung für Emotionen im therapeutischen Kontext. [ mehr ]

Helfende Hände für geflüchtete Menschen

Beziehungsorientierte psychosoziale Begleitung während des Ankommens

Die psychosoziale Begleitung von Geflüchteten in der Phase ihres Ankommens in Deutschland wirkt sich positiv auf die psychische Gesundheit und den Integrationsprozess aus. Doch wie kann eine beziehungsorientierte Hilfe gestaltet werden, wo liegen die Möglichkeiten und Grenzen einer frühzeitigen Begleitung und wie kann diese den unterschiedlichen Bedürfnissen gerecht werden? [ mehr ]

Pädagogische Beziehungen verstehen und gestalten

Anregungen für die Arbeit mit Kindern, Jugendlichen und ihren Eltern aus der Psychoanalytischen Pädagogik

Die Psychoanalytische Pädagogik bietet viele Anregungen und Hilfestellungen für pädagogische und psychosoziale Fachkräfte. Ein besseres Verständnis unbewusster Prozesse, von Übertragung und Gegenübertragung und vom Umgang mit Konflikten und drängenden Gefühlen hilft in der Arbeit mit Kindern, Jugendlichen und ihren Eltern. Der Band versammelt bisher unveröffentlichte, überarbeitete und aktualisierte Texte von Fachtagungen aus zwei Jahrzehnten der Arbeitsgemeinschaft Psychoanalytische Pädagogik. [ mehr ]

Libido und Narzissmus

Vom Verlust des Sexuellen im psychoanalytischen Diskurs. Eine Spurensicherung

Lilli Gast untersucht die psychoanalytische Konzeption des Narzissmus und ihre vielfältigen Metamorphosen, seit Freud sie in den psychoanalytischen Diskurs eingeführt hat. Anhand der theoretischen Entfaltung des Narzissmusbegriffs werden die erkenntnistheoretischen und subjekttheoretischen Dimensionen der Freud’schen Metapsychologie herausgearbeitet. [ mehr ]