Schule und Individualisierung
Die Institution Schule steht heute unter großem Druck, sich an den ökonomischen Leitbildern von Effektivitätssteigerung und Optimierung zu orientieren. Die Autor*innen beleuchten die dadurch entstehenden Probleme und Konflikte im Hinblick auf die Individualität der Menschen, die in der Institution Schule zusammenkommen, und widmen sich dabei unter anderem folgenden Fragen: Inwiefern wird der Imperativ der Selbstoptimierung wirksam und welche Folgen hat dies? Welche Veränderungen in Rollengefüge und Habitus entstehen durch den Einbezug von Internet und KI? [ mehr ]
Wahrheit
Psychoanalytische Wahrheit ist vielfältig: Bereits Freud räumte ein, dass eine Rekonstruktion der Vergangenheit oftmals nur eine Konstruktion darstellen kann, dessen Wahrheitswert anzuzweifeln ist. Seitdem hat die Auseinandersetzung um eine Vielfalt der Zugänge zur Wahrheit nicht aufgehört und zu Vorschlägen einer erkenntnistheoretischen Pluralität geführt, die der Band kritisch diskutiert. [ mehr ]
Einführung in die psychoanalytische Feldtheorie
Giuseppe Civitarese legt eine umfassende Einführung in die bedeutendsten Konzepte der psychoanalytischen Feldtheorie vor. Anhand zahlreicher klinischer Beispiele untersucht er das zentrale Thema der therapeutischen Wirksamkeit, blickt auf aktuelle Kontroversen und macht deutlich, dass der psychotherapeutische Prozess radikal intersubjektiv ist.
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Christusmord
Wilhelm Reichs 1951 entstandener Text Christusmord ist eine Abrechnung mit den strukturellen Ursachen menschlicher Entfremdung. Anhand der symbolischen Bedeutung der Kreuzigung Christi entwirft Wilhelm Reich eine radikale Kritik an autoritären Strukturen: Kirche, Staat und Familie töten das Lebendige im Kind – immer wieder. Reichs Einsichten sind auch heute noch aktuell. [ mehr ]
Reich über Freud
In dem hier erstmals auf Deutsch vorliegenden Interview – ediert nach den originalen Tonbändern und Abschriften – erzählt Wilhelm Reich (1897–1957), Schüler und später streitbarer Kollege Sigmund Freuds, von seinen persönlichen und fachlichen Erfahrungen mit dem Begründer der Psychoanalyse. Reich schildert die Debatten der 1920er Jahre in Wien über die Rolle der Sexualität als ätiologischer Faktor der Neurose, über Fragen jenseits des Lustprinzips und seine ersten Schritte hin zu einer körperorientierten Psychotherapie. [ mehr ]
Psychoanalytische Feldtheorien und ihre Praxis
Die Feldtheorie zählt zu den innovativsten psychoanalytischen Theorien. Sie betrachtet die Behandlung nicht als isolierte Zweierbeziehung, sondern offenes Feld, in dem sich bewusste und unbewusste Kräfte verschränken. Damit bietet sie einen fruchtbaren Zugang, um therapeutische Prozesse neu zu verstehen und praktisch zu gestalten. Erstmals präsentieren deutschsprachige Autor*innen, wie Feldtheorien praktisch genutzt werden können. Anhand anschaulicher Fallbeispiele wird deutlich, wie sich dieses Denken in Einzel-, Paar- und Familientherapien ebenso anwenden lässt wie in Gruppen und institutionellen Kontexten. [ mehr ]
Biopsychologie
Das kurz gefasste Lehrbuch bietet eine kompakte Einführung in die Biopsychologie mit einem klaren Fokus auf der Relevanz biologischer Prozesse für die klinische Psychologie. Es richtet sich an Studierende der Psychologie und Psychotherapie, die sich auf das Examen vorbereiten, sowie an klinisch tätige Psycholog*innen. Kurz und präzise liefert es wertvolle Informationen für Studium und Praxis. [ mehr ]
Die Entdeckung der Mutterliebe
Deborah Blum schildert das Leben des exzentrischen und umstrittenen Wissenschaftlers Harry Harlow, der mit seinen legendären, jedoch grausamen Affenexperimenten die Kraft der Mutterliebe bewies und so den Grundstein für die Bindungsforschung legte. [ mehr ]
Kognitive Stimulationstherapie (KST) bei Menschen mit Demenz (PDF)
Antizipatorische Trauer und Besuchsverhalten von Angehörigen von Menschen mit Demenz im Pflegeheim (PDF)
Ziel dieser Pilotstudie war es, den Zusammenhang zwischen antizipatorischer Trauer und der Häufigkeit sowie Dauer von Besuchen im Alltag pflegender Angehöriger von Menschen mit Demenz im Pflegeheim zu untersuchen und die vermittelnde Rolle der wahrgenommenen Beziehungsqualität zu prüfen. Dazu beantworteten 14 Angehörige je zwei Wochen täglich Fragen zu antizipatorischer Trauer, dem Besuchsverhalten (ja/nein, Dauer) und dem Besuchserleben über ... [ mehr ]
Verhaltenstherapeutische Gruppentherapie bei beginnender Demenz (PDF)
Ziel der vorliegenden Pilotstudie war es, die Durchführbarkeit und Wirksamkeit einer kognitiv-verhaltenstherapeutischen Gruppentherapie für Menschen mit beginnender Demenz (MmbD) bezüglich der Depressivität, Lebensqualität und Selbstwirksamkeitserwartung der Gruppenteilnehmer zu untersuchen. Die Pilotstudie hatte ein unkontrolliertes, nicht randomisiertes Prä-Post-Design, N = 9 MmbD nahmen teil. Die Teilnehmer zeigten hohe Zufriedenheitswerte und ... [ mehr ]
Telefonische Therapie für pflegende Angehörige (PDF)
In diesem Beitrag werden praxisorientierte psychotherapeutische Erfahrungen aus der Tele.TAnDem-Intervention (Telefonische Therapie für pflegende Angehörige von Menschen mit Demenz) im Rahmen der BerTA Studie (Beratung und Therapie pflegender Angehöriger) berichtet. Die Intervention basiert auf Kognitiver Verhaltenstherapie (KVT) und Akzeptanzund Commitmenttherapie (ACT). Insgesamt nahmen 105 pflegende Angehörige an der Intervention teil. Die Auswertung von ... [ mehr ]
Psychotherapie in der Alterspsychiatrie (PDF)
Psychotherapie mit hochbetagten Menschen gilt erst recht als besonders herausfordernd, wenn kognitive Beeinträchtigungen hinzukommen. Dann stellt sich für Psychotherapeut:innen die Frage, wie und wo sie überhaupt wirksam ansetzen können. Gerontopsychiatrische Akutstationen sind in Krisen oft erste Anlaufstellen. Hier trifft eine multiprofessionelle Behandlung auf hohe Belastung aller Beteiligten. Psychotherapeutische Interventionen zielen darauf, ... [ mehr ]
Kognitive Stimulationstherapie (PDF)
Die Kognitive Stimulationstherapie (KST) ist ein evidenzbasiertes psychosoziales Behandlungsverfahren für Menschen mit einer leichten bis mittelgradigen Demenz. Das manualisierte Therapiekonzept zielt auf die Verbesserung kognitiver und sozialer Fähigkeiten durch multisensorische, reminiszenzorientierte und alltagsbezogene Aktivitäten im Gruppensetting ab. In einem personzentrierten Ansatz stellt es nicht das Abfragen von Gedächtnisinhalten, sondern die ... [ mehr ]
Demenzen (PDF)
Demenzielle Erkrankungen zählen zu den größten gesundheitlichen und gesellschaftlichen Herausforderungen des 21. Jahrhunderts. Gleichzeitig prägen neue Entwicklungen und Erkenntnisse im Bereich der Präventionsmöglichkeiten, der prodromalen Krankheitsstadien und inzwischen auch der krankheitsmodifizierenden Medikamente das klinische Management. Sie alle verdeutlichen den hohen Wert früher Identifikation und Diagnostik von Demenz, was vor dem ... [ mehr ]
Psychotherapie im Alter Nr. 89: Demenzen (PDF)
Die Beiträge in diesem Heft bieten Orientierung für die psychotherapeutische Begleitung von Menschen mit Demenz und ihren Angehörigen. Ihr gemeinsamer Nenner ist eine Perspektive, die Ressourcen und Würde in den Mittelpunkt stellt. Unterschiedliche Versorgungssettings werden schulenübergreifend in den Blick genommen – von ambulant bis stationär, von Einzel- bis Gruppentherapien, von tiefenpsychologisch-fundierten über neuropsychologischen bis kognitiv-verhaltenstherapeutischen Ansätzen.
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