Autorität in der Pädagogik neu denken

Grundsätze pädagogischen Handelns und ein kritischer Blick auf die Neue Autorität

Stefan Dierbach unternimmt eine neue Einordnung des Faktors »Autorität« im Kontext pädagogischer Arbeit: Ist pädagogische Autorität etwas, was sich mithilfe von festgelegten Maßnahmen herstellen lässt? Oder ist jene vielmehr das Ergebnis einer freiwilligen und begründeten Zuschreibung vonseiten der Kinder und Jugendlichen? [ mehr ]

Bindung stärken von Anfang an

Praxisbuch für die vorgeburtliche Beziehungsförderung
37,29 €

Bei der bindungsanalytischen Schwangerschaftsbegleitung werden die Eltern darin unterstützt, den emotionalen Kontakt zu ihrem vorgeburtlichen Kind zu intensivieren. Ursula Volz-Boers erläutert die pränatale emotionale Beziehungsförderung zwischen Eltern und Kind anhand zahlreicher Fallbeispiele. Ihre Anleitungen richten sich an Eltern, Großeltern und ebenso an Fachleute, die Schwangere und ihre Partnerinnen und Partner betreuen. [ mehr ]

Lorenz Böllinger

Soziopsychoanalyse der Konstruktion von »Macht« (PDF)

In sozialkonstruktivistischer Rahmung werden psychoanalytische Ansätze mit sozialpsychologischen und soziologischen zu einer dynamischen sozio-psychoanalytischen Triebund Prozesstheorie der Macht verknüpft. Im Sinne einer Verschränkung solcher Ansätze zu einer anwendungsfähigen sozio-psychoanalytischen Theorie der Macht werden aktuelle Weltereignisse als gleichsam empirische Feldstudien dekonstruktivistisch und szenisch-verstehend analysiert. ... [ mehr ]

Burkhard Liebsch

Verlust vor Verlust bewahren? (PDF)

Warum sollte das und wie könnte es möglich sein?

Dieser Beitrag wendet sich gegen Standpunkte, die darauf hinauslaufen, als nur einschränkend begriffene Verluste jedweder Art seien möglichst zu vermeiden, zu kompensieren oder zu annullieren. Dagegen wird auf eine Dimension unaufhebbaren Verlusts aufmerksam gemacht, der für soziales Leben konstitutiv und unabdingbar zu sein scheint.

Abstract:
This article opposes viewpoints that argue that losses of any kind (that are perceived as restrictive) should ... [ mehr ]

Klaus Schmidt

(Ver-)Lust und (Ver-)Bindung in spätmodernen Paarbeziehungen (PDF)

Der Beitrag untersucht die Dialektik von Bindung und Verlust in spätmodernen Paarbeziehungen. Ausgehend von der These, dass Konjugalität strukturell mit Verlust verbunden ist, werden auf der Grundlage französischer Soziologien des Individuums verschiedene Beziehungsformen, Phasen konjugaler Karrieren sowie milieuspezifische Strategien im Umgang mit Verlust analysiert. Gezeigt wird, dass Individuen Verluste nicht nur erleiden, sondern antizipieren und strategisch ... [ mehr ]

Hannah Wunderlich

Verarbeitung von Anerkennungsund Zugehörigkeitsverlust im Tagebuch (PDF)

Eine exemplarische Interpretation eines ›jüdischen‹ Tagebuchs aus der NS-Zeit

Tagebuchaufzeichnungen können komplexe und differenzierte Einsichten in die prozesshafte Verarbeitung von Verlusterfahrungen gewähren. Sie erzählen den erlittenen Verlust nicht aus der Retrospektive, sondern sind durch die zeitliche Nähe zum Erlebten, durch multiple Erzählzeitpunkte und einen offenen Erwartungshorizont gekennzeichnet. Dies wird exemplarisch anhand einer kurzen Tagebuchanalyse gezeigt. Die Tagebuch-Aufzeichnungen von Albert Herzfeld geben ... [ mehr ]

Benigna Gerisch

Suizidalität als Folge von Objekt-, Selbstund Weltverlust (PDF)

Suizidalität ist wie kaum ein anderes psychisches Symptom untrennbar mit einem realen oder fantasierten Objektverlust verknüpft, der als Selbstund Weltverlust erlebt werden kann. Das Verlusterleben kann durch den Tod eines bedeutungsvollen Anderen, eine reale oder fantasierte Trennung bedingt sein, aber auch, folgen wir Freud, durch den Verlust von Werten, Überzeugungen und Ich-Idealen erzeugt werden. Darüber hinaus zeigen sich bei der suizidalen Klientel ... [ mehr ]

Timo Storck

Verlust und Verbleib (PDF)

Für eine psychoanalytisch begründete Verlustfähigkeit

Im vorliegenden Beitrag wird aus psychoanalytischer Perspektive das menschliche Vermögen einer Verlustfähigkeit erörtert. Das Ineinander aus Verlust und Verbleib erlaubt eine Ausrichtung auf Zukünftiges als Offenes, sodass ein Verlust anerkannt, etwas aber darüber hinaus verbleiben kann. Dazu wird »Verlust« zunächst in Abgrenzung anderer Ausdrücke diskutiert sowie der Platz von Verlusten in der psychoanalytischen Theorie markiert. ... [ mehr ]

Thomas Macho

Das Zeitliche segnen (PDF)

Abschied von der Unsterblichkeit

Der Beitrag befasst sich aus kulturhistorischer, philosophischer und literaturwissenschaftlicher Perspektive mit der seit der frühen Neuzeit allmählich zunehmenden Kritik an Imaginationen der Unsterblichkeit. Das erste Kapitel thematisiert Franz Borkenaus Konzeption einer »Todesantinomie«, im Sinne des Begriffs der Antinomie in Immanuel Kants Kritik der reinen Vernunft, der gegensätzliche Aussagen beschreibt, die jeweils nicht widerlegt werden ... [ mehr ]

Benigna Gerisch & Jürgen Straub

Editorial (PDF)

Verluste und ihre Verarbeitung

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Benigna Gerisch & Jürgen Straub (Hg.)

psychosozial 185: Verluste und ihre Verarbeitung - kulturwissenschaftliche, psychodynamische und philosophische Perspektiven (PDF)

(49. Jg., Nr. 185, 2026, Heft III)

Verluste gibt es in einer nicht überschaubaren Mannigfaltigkeit und Heterogenität, von unwichtigen, leicht zu ersetzenden Dingen bis hin zum Tod geliebter Menschen. Ebenso gibt es Verluste, die weder als schmerzlich noch negativ erlebt werden, eher als eine Befreiung. Und gar nicht so selten bewerten wir einen Verlust im Nachhinein sogar als Chance. Oft spielt es eine Rolle, ob wir den Verlust selbst aktiv-handelnd verursachen, uns sukzessive darauf einstellen können oder uns ohnmächtig ausgeliefert fühlen. Diese Ausgabe versammelt ausgewählte Beispiele für Verlusterfahrungen, die einen Eindruck der Vielfalt und Verschiedenheit vermitteln. [ mehr ]

Daniel Richter

Zeichnung (PDF)

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Monika Gsell & Ralf Binswanger

Primat der Metapsychologie oder der Technik? (PDF)

Zur klinischen Arbeit mit Judith Le Soldats Ödipus-Theorie

Wie arbeitet man klinisch mit Judith Le Soldats Theorie der ödipalen Konflikte? Diese Frage wird uns in Vorträgen und Workshops immer wieder gestellt. Le Soldat selbst hat in ihren Publikationen wenig Wert auf behandlungstechnische Fragen gelegt. Umso begrüßenswerter ist es, dass einige Autor:innen in den letzten Jahren Falldarstellungen veröffentlichten, in denen sie zeigen, wie sie mit den Konzepten von Le Soldat arbeiten. Die dabei explizit ... [ mehr ]

Dominic Suter & Elisabeth Geiger

Die Meuterei (PDF)

Ein Beispiel für den Abschluss einer Analyse basierend auf der Theorie von Judith Le Soldat

Der behandlungstechnische Beitrag illustriert, sozusagen als »Begehung des ödipalen Geschehens«, das gewinnbringende Arbeiten mit Judith Le Soldat’s Theorie. Der in der Phantasie begangene Raubmord wird hier als eine regelmäßige Übertragung auf den Analytiker betrachtet, die analysiert werden muss. Die Wiederholung der Tat führt beim Analysanden – wie am konkreten Beispiel dargestellt – zu mächtiger Rächerangst in ... [ mehr ]

Thomas H. Ogden

Die Konzepte des Unbewussten und der analytischen Zeit neu durchdenken (PDF)

Der Autor schlägt vor, die Konzepte des Unbewussten und der Zeit im analytischen Setting neu zu durchdenken, einschließlich der Existenz des Unbewussten selbst. Freud (1915e) stellte fest, dass der Erfolg der Rückschlüsse, die psychoanalytisches Denken auf das Unbewusste der Patient/innen zieht, die Existenz des Unbewussten »unanfechtbar« macht. Der Autor vertritt die Ansicht, dass dieser Erfolg nicht die Existenz des Unbewussten beweist; ... [ mehr ]

Stephan Hau

Zeit: linear, zirkulär, statisch oder fragmentiert? (PDF)

Überlegungen zu psychoanalytischen Konzepten des Zeiterlebens

Zahlreiche psychoanalytische Konzepte befassen sich mit dem Thema Zeit, basieren allerdings meist auf einem veralteten physikalischen Verständnis von Zeit. Ziel dieser Arbeit ist es, psychoanalytische Zeitkonzepte mit aktuellen physikalischen Erklärungsmodellen zu kontrastieren, um möglichen theoretischen Anpassungsbedarf aufzuzeigen. Komplexere Modelle der Relativitätstheorie und der Quantenmechanik verändern die Sicht auf die Zeit radikal. So wird Zeit ... [ mehr ]

Heribert Blass

Seelische Raumzeit in psychoanalytischen Zeiträumen (PDF)

Mit Bezug auf physikalische und neurobiologische Konzepte zum Phänomen der Zeit argumentiert der Autor, dass entlang des Zeitpfeils jeder menschlichen Entwicklung eine seelische Raumzeit entsteht. In ihr sind die individuell repräsentierten Zeitbereiche Vergangenheit, Gegenwart und potenzielle Zukunft mittels der Modalitäten diachroner und unbewusster synchroner Zeit mit dem aus Beziehungsrepräsentanzen gebildeten triangulären seelischen Raum verbunden. ... [ mehr ]

Bernd Nissen

Zeit, Raum, Raumzeit (PDF)

Es wird versucht, Zeitund Raumvorstellungen in ihrem Entstehungsprozess nachzuzeichnen. Frühestes Zeitund Raumerleben emergiert aus Arbeitsanforderungen, die an das psychische System gestellt werden. Im Aufschub der Befriedigung müssen Dauer und Ausdehnung bei Anerkennung einer unabhängigen Wirklichkeit verarbeitet werden; sie werden im Bw als Zeitlichkeit und Räumlichkeit erfahren. Psychisches Raumund Zeiterleben dürfte sich lediglich in Formen des ... [ mehr ]

Uta Zeitzschel

Intrauterines Leben und extrem kleine Frühgeborene auf der Neo-Intensivstation (PDF)

Rhythmen als Vorformen des Zeiterlebens?

Es werden die intrauterine Entwicklung des Fetus und die Ausbildung seiner sensuellen Wahrnehmungsmöglichkeiten beschrieben. Im Zentrum des Interesses stehen die vom Fetus entwickelten endogenen Rhythmen und deren Interferenzen mit denen des mütterlichen Organismus. Nach einem Überblick zur Frühgeburtlichkeit und einer Vorstellung der Methode der analytischen Säuglingsbeobachtung Esther Bicks nähert sich die Autorin dem Erleben zweier extrem kleiner ... [ mehr ]

Tomas Plänkers

Psychischer und psychoanalytischer Raum (PDF)

Eine epistemologische und praktische Kritik des Online-Settings

In der Debatte zwischen Psychoanalyse in Präsenz und in Distanz versucht dieser Beitrag den psychischen Raum durch seine zutiefst emotionalen Wurzeln zu bestimmen, die genetisch in den primären somato-psychischen Austauschprozessen zwischen Mutter und Kind wurzeln, zugleich aber die Basis für jede zwischenmenschliche Kommunikation und insbesondere für die in der analytischen Beziehung bilden. Ein psychoanalytischer Behandlungsansatz, der darauf abzielt, dem ... [ mehr ]