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15 Seiten, PDF-E-Book
Erschienen: August 2026
Bestell-Nr.: 26826
https://doi.org/10.30820/0171-3434-2026-3-29
»psychosozial«
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Benigna Gerisch

Suizidalität als Folge von Objekt-, Selbstund Weltverlust (PDF)

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Suizidalität ist wie kaum ein anderes psychisches Symptom untrennbar mit einem realen oder fantasierten Objektverlust verknüpft, der als Selbstund Weltverlust erlebt werden kann. Das Verlusterleben kann durch den Tod eines bedeutungsvollen Anderen, eine reale oder fantasierte Trennung bedingt sein, aber auch, folgen wir Freud, durch den Verlust von Werten, Überzeugungen und Ich-Idealen erzeugt werden. Darüber hinaus zeigen sich bei der suizidalen Klientel markante geschlechtsspezifische Unterschiede in der Bewältigung von Verlusterfahrungen. Während bei männlichen Suizidanten aus Abwehr von Bedürftigkeit und Abhängigkeit die Kompensation durch berufliche Ambitionen markant ist, zeigt sich bei weiblichen Suizidanten nicht selten das Verhaftetbleiben in destruktiv-obsessiven Beziehungsarrangements als Abwehrstrategie von drohender Trennung und Verlust.

Abstract:
More than almost any other psychological symptom, suicidality is inextricably linked to a real or imagined loss of an object, which can be experienced as a loss of the self and the world. The experience of loss may be caused by the death of a significant other, a real or imagined separation, but, following Freud, it may also be generated by the loss of values, beliefs, and ego ideals. Furthermore, there are striking gender-specific differences in how suicidal clients cope with experiences of loss. Whilst male suicidal patients tend to compensate through professional ambitions as a defence against neediness and dependence, female suicidal patients often remain entangled in destructive, obsessive relationship patterns as a defence strategy against impending separation and loss.