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10 Seiten, PDF-E-Book
Erschienen: April 2026
Bestell-Nr.: 31333
https://doi.org/10.30820/1664-9583-2026-1-63
»Psychotherapie-Wissenschaft«
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Kurt Greiner

Wem nützt Psychotherapiewissenschaft? (PDF)

Über Akademisierungspolitik, Einheitspsychotherapie und die Bedeutung eines jungen Wissenschaftsfachs für die akademische Zukunft der schulenbasierten Psychotherapie

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Das neue österreichische Psychotherapiegesetz (2024) verlangt die akademisch-wissenschaftliche Fundierung der Psychotherapie über die institutionelle Anbindung an Universitäten. Psychotherapie kann in unterschiedlichen Universitätsfächern akademische Verankerung finden, wie z. B. in den etablierten Fachgebieten Psychologie, Medizin, Bildungswissenschaft etc. oder eben im jungen Fach Psychotherapiewissenschaft (PTW). Der Artikel beleuchtet einerseits schlaglichtartig die akademisierungspolitischen Strategien und Tendenzen im deutschsprachigen Mitteleuropa (DACH) und spannt damit einen Diskussionsrahmen auf, im Zuge dessen immer deutlicher ein dominanter Trend heraussticht, den man betiteln könnte «Von der schulenbasierten Psychotherapie zur Einheits-Psychotherapie». Andererseits wird eine alternative Akademisierungsdynamik vorgestellt, die in die entgegengesetzte Richtung wirkt und sich um die wissenschaftliche Sicherstellung der Therapieschulenvielfalt bemüht. Psychotherapie muss sich entscheiden, ob sie sich mittelfristig in eine vereinheitlichte Disziplin transformieren oder sich weiterhin als eine polymorphe Wissensund Praxiskultur selbstverstehen möchte. Im zweiten Fall wird Psychotherapie grosse Unterstützung in der PTW finden.

Abstract:
The new Austrian Psychotherapy Act (2024) requires psychotherapy to have an academic and scientific foundation through institutional links to universities. Psychotherapy can find an academic anchor in various university subjects, such as the established fields of psychology, medicine, pedagogics, etc., or in the young field of psychotherapy studies (Psychotherapiewissenschaft, PTW). On the one hand, this article highlights the strategies and trends in academicization policy in German-speaking Central Europe (DACH), thereby establishing a framework for discussion in which a dominant trend is becoming increasingly apparent, one that could be described as »from schools-based psychotherapy to uniform psychotherapy.” On the other hand, this essay presents an alternative academization dynamic that works in the opposite direction and strives to scientifically secure the diversity of therapy schools. Psychotherapy must decide whether it wants to transform itself into a unified discipline in the medium term or whether it wants to continue to see itself as a polymorphous culture of knowledge and practice. In the latter case, psychotherapy will find great support in psychotherapy studies (PTW).
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