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9 Seiten, PDF-E-Book
Erschienen: April 2026
Bestell-Nr.: 31332
https://doi.org/10.30820/1664-9583-2026-1-53
»Psychotherapie-Wissenschaft«
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Christa Futscher & Mario Schlegel

Zwischen Zählen und Verstehen (PDF)

Ein operationalisiertes Brückenverfahren an der Schnittstelle zweier sich scheinbar widersprechender Forschungsparadigmen
Produkt Verfügbarkeitsdatum: 01.04.2026
In der empirischen Psychotherapieforschung löst sich der polarisierte Methodenstreit zwischen qualitativen und quantitativen Ansätzen zunehmend zugunsten der Kombination von Perspektiven auf. Statt auf die Verbindung ideologisch gegensätzlicher Verfahren wie bei Mixed-Methods-Designs zu setzen, wird in diesem Beitrag eine Forschungslogik vorgeschlagen, in der Zählen und Verstehen innerhalb einer einzigen Versuchsanordnung zusammenwirken. Das Assoziationsexperiment hingegen steht zwischen den scheinbaren Gegensätzen des Messens und des Verstehens und integriert in dieser Hinsicht wesentliche Aspekte beider Traditionen in einem einzigen Verfahren. Dabei werden individuelle Subjektivität, kollektive Deutungsmuster und formale Kriterien durch besondere Vorgaben miteinander verschränkt. Exemplarisch wird gezeigt, wie die Vermessung von Begegnung über Assoziationen als Bindeglied zwischen den Denkweisen Profil gewinnt und sich neue Anschlussmöglichkeiten für Psychotherapieforschung, Ausbildung und Praxis sowie transdisziplinäre Perspektiven eröffnen.

Abstract:
In empirical psychotherapy research, the polarized methodological debate between qualitative and quantitative approaches is increasingly being resolved in favor of a combination of perspectives. Instead of relying on a combination of ideologically opposed methods, as in mixed-methods designs, this article proposes a research logic in which counting and understanding interact within a single experimental setup. The association experiment, on the other hand, stands between the apparent opposites of measuring and understanding and, in this respect, integrates essential aspects of both traditions into a single procedure. Individual subjectivity, collective patterns of interpretation, and formal criteria are intertwined through specific guidelines. An example is given to show how measuring encounters via associations as a link between ways of thinking is gaining profile and opening up new possibilities for psychotherapy research, training, and practice, as well as transdisciplinary perspectives.
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