Das Dispositiv: Metapsychologische Betrachtungen des Realitätseindrucks
Platons Höhlenmythos wird als eine exakte Beschreibung des Kinosaals aufgefasst, weil in beiden ein Zwang zur Bewegungslosigkeit, zur Wiederholung, zur Rückkehr in den alten Zustand bzw. eine primärprozesshafte Wiederauflage der Unbeweglichkeit des Neugeborenen sowie des Schlafenden herrscht. Der Gefangene der Höhle, der Zuschauer im Kino und der Schlafende werden als Opfer einer Realitätsillusion, eines von der Realität abweichenden Eindrucks ... [ mehr ]
Anonyma über Anonyma
Beschrieben und reflektiert durch die Betroffene werden die Folgen und die Verarbeitung eines 16 Jahre zurückliegenden sexuellen Verführungserlebnisses, das in einer psychoanalytischen Behandlung im Rahmen der Ausbildung zur Psychoanalytikerin stattfand. Von der Autorin entstanden in jener Zeit der Suche nach der verlorenen Persönlichkeit das 1988 publizierte Buch Verführung auf der Couch sowie 200 französische und 147 deutsche Gedichte, von denen ... [ mehr ]
Liebe und Impotenz beim Mann
Anhand einer detaillierten psychoanalytischen Falldarstellung eines 45-jährigen Mannes, der als Folge einer intensiven Liebesbeziehung unter Gedächtnisverlust und an Impotenz zu leiden begann, wird die zugrundeliegende Problematik dieser sexuellen Störung erörtert. Sie wurzelte in einem misslungenen Prozess der Loslösung und Individuation und einer frühkindlichen symbiotischen Mutterbeziehung, der zufolge der Analysand sich als Teilorgan-Kind ... [ mehr ]
Hörigkeit - eine neurotische Perversion
Im Gegensatz zu den Formen der groben Perversion wird die Perversion der Hörigkeit als eine neurotisch legierte Perversion charakterisiert, die der masochistischen Perversion zuzurechnen und ubiquitär anzutreffen ist. Am Beispiel eines Behandlungsfalls (30-jährige Patientin) wird die Macht dieser Perversion über das Übertragungs- und Gegenübertragungsgeschehen demonstriert. Hörigkeit, so zeigt sich, ist durch starke Wahrnehmungseinengung ... [ mehr ]