Wie Raum das psychotherapeutische Geschehen formt (PDF)
Psychotherapie findet nie im luftleeren Raum statt: Jede Begegnung ist eingebettet in Nähe, Distanz, Haltung, Interaktion, Atmosphäre und Setting. Peter Geißler legt dar, wie der Raum selbst zum »dritten Mitspieler« wird, den therapeutischen Prozess prägt und oft stärker wirkt als Worte. Räumliche Orientierung bildet ein grundlegendes leibliches Gerüst des Erlebens, auf dem Selbstgefühl entsteht. Störungen lassen sich als Veränderungen der räumlichen Selbst- und Weltwahrnehmung verstehen und durch neue Raumerfahrungen therapeutisch beeinflussen. Anhand konkreter klinischer Fallbeispiele zeigt der Autor, wie Psychotherapeut*innen die räumliche Dimension von Beziehung effektiv nutzen können. [ mehr ]
Wie Raum das psychotherapeutische Geschehen formt
Psychotherapie findet nie im luftleeren Raum statt: Jede Begegnung ist eingebettet in Nähe, Distanz, Haltung, Interaktion, Atmosphäre und Setting. Peter Geißler legt dar, wie der Raum selbst zum »dritten Mitspieler« wird, den therapeutischen Prozess prägt und oft stärker wirkt als Worte. Räumliche Orientierung bildet ein grundlegendes leibliches Gerüst des Erlebens, auf dem Selbstgefühl entsteht. Störungen lassen sich als Veränderungen der räumlichen Selbst- und Weltwahrnehmung verstehen und durch neue Raumerfahrungen therapeutisch beeinflussen. Anhand konkreter klinischer Fallbeispiele zeigt der Autor, wie Psychotherapeut*innen die räumliche Dimension von Beziehung effektiv nutzen können. [ mehr ]
Zwischen Aufbruch und Abwehr
Seelische Veränderung ist ambivalent: Einerseits besteht oft der Wunsch nach Veränderung, andererseits wird dieser Prozess stets von Ängsten begleitet. Die Autor*innen beschäftigen sich mit verschiedenen Formen der Abwehr gegen Veränderungen wie Rückzug, Spaltung oder Identitätswiderstand. Sie werfen einen Blick auf das aktuelle psychodynamische Behandlungsverständnis und setzen es in Beziehung zum Veränderungspotenzial und den damit verbundenen Hindernissen. [ mehr ]
Die erstaunliche Geschichte der Psychiatrischen Familienpflege
Die »Psychiatrische Familienpflege« blickt auf eine beeindruckende, im deutschen Fall besonders wechselvolle Geschichte zurück. Thomas Müller widmet sich im französisch-deutschen Vergleich den intensiven Debatten zur Art und Weise der Versorgung von Menschen mit psychischen Erkrankungen seit der Mitte des 19. Jahrhunderts. [ mehr ]
Wie soziokulturelle Ungleichheiten Psychotherapien prägen
Welchen unbewussten Prozessen begegnen Psychoanalytiker*innen im alltäglichen und klinischen Kontext? Lynne Layton untersucht dies auf Basis gesellschaftlicher Machtverhältnisse und den daraus folgenden Enactments. Sie setzt sich, beeinflusst von soziologischen, gesellschaftskritischen und psychoanalytischen Ansätzen, mit diesen unbewussten Prozessen auseinander und ruft zu einer progressiven Zukunft der Therapie auf. [ mehr ]
Einführung in die psychoanalytische Feldtheorie
Giuseppe Civitarese legt eine umfassende Einführung in die bedeutendsten Konzepte der psychoanalytischen Feldtheorie vor. Anhand zahlreicher klinischer Beispiele untersucht er das zentrale Thema der therapeutischen Wirksamkeit, blickt auf aktuelle Kontroversen und macht deutlich, dass der psychotherapeutische Prozess radikal intersubjektiv ist.
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Wege zum Körper
Die Körperpsychotherapie lebt von ihrer Eigenständigkeit, reichhaltigen Geschichte und interdisziplinären Anschlussfähigkeit. Ulfried Geuter widmet sich in seinen vielschichtigen Aufsätzen wissenschaftlich fundiert und zugleich praxisnah den Entwicklungslinien, Theorien und der klinischen Bedeutung eines wichtigen psychotherapeutischen Ansatzes. [ mehr ]
Theoretische Grundlagen der Verhaltenstherapie
Für psychotherapeutisches Handeln ist ein tiefes Verständnis des hilfesuchenden Menschen unverzichtbar. Serge K.D. Sulz schafft dafür die notwendige Wissensbasis. Die Inhalte sind auf die heutige moderne Verhaltenstherapie zugeschnitten, beziehen aber immer wieder psychodynamisches, humanistisches und systemisches Denken ein. So wird die Grundlage für eine integrative und integrierende Herangehensweise geschaffen. [ mehr ]
Freie Assoziation - Zeitschrift für psychoanalytische Sozialpsychologie 2/2025: infantil autoritär
Ausgabe 2/2025 der Freien Assoziation ist der psychischen Genese des Autoritarismus gewidmet, die in den jüngsten Debatten meist ausgeblendet bleiben. Das Heft nimmt aktuelle Kindheitsrepräsentationen und familiär angelegte innere Konfliktdynamiken zum Ausgangspunkt einer Diskussion um die sozialisatorischen Wurzeln des Autoritarismus. Man kann infantilen Autoritarismus nicht adult ernst nehmen und muss ihn unbedingt adult ernst nehmen, denn er ist gefährlich kindisch. [ mehr ]
Soziales Trauma in Be’Tipul und En thérapie (PDF)
Der Werkstattbericht gibt einen Einblick in meine Masterarbeit »Inszenierung von Grenzen in der Psychotherapie am Beispiel der Serien Be’Tipul, In Treatment und En thérapie. Ein serienästhetischer Vergleich«. Exemplarisch werden hier je eine Szene im israelischen Original und dem französischen Remake fokussiert. Dabei wird herausgearbeitet, dass in den Figuren Yadin (Kampfpilot) und Adel (Polizist) die größten Plot-Unterschiede ... [ mehr ]
Never again! - für wen? (PDF)
Der vorliegende Werkstattbericht stellt ein laufendes Promotionsprojekt vor, das die Verschränkung von Erinnerung an die Shoah und den israelisch-palästinensischen Konflikt im Lichte sozialer Traumatisierung untersucht, um Verwebungen von individuellen, transgenerationalen und gesellschaftlichen Dimensionen von Gewalt und deren Bearbeitung sichtbar zu machen. Ausgangspunkt ist die Erfahrung des 7. Oktobers 2023 als Zäsur für israelisch-jüdische ... [ mehr ]
Zum Antisemitismus in Deutschland unter der Aktualität des 7. Oktobers 2023 (PDF)
Der Werkstattbericht analysiert gegenwärtige Erscheinungsformen von Antisemitismus in Deutschland unter dem Eindruck der Ereignisse des 7. Oktobers 2023. Die gesellschaftlichen und politischen Reaktionen auf das Massaker der Hamas in Israel offenbaren eine affektive Aufladung, projektive Umdeutungen sowie das weitgehende Ausbleiben solidarischer Resonanz gegenüber jüdischem Leid in Deutschland. Anhand erster empirischer Beobachtungen aus einem ... [ mehr ]
Die Selbstzerstörung der Demokratie und ihre sozialtraumatischen Hintergründe (PDF)
In diesem Gespräch versuchen fünf politisch denkende Psychoanalytiker:innen aus unterschiedlichen Ländern und mit verschiedenen psychoanalytischen Orientierungen sich über die Frage zu verständigen, ob und wie die zunehmenden – wenn auch verschieden ausgeprägten – antidemokratischen Bewegungen in unseren Ländern mit möglichen Hintergründen sozialen Traumas zusammenhängen.
Abstract:
In this conversation, ... [ mehr ]
Das Erbe der Indian Residential Schools in Kanada (PDF)
Dieser Beitrag untersucht die langfristigen Folgen des kanadischen Indian-Residential-School-Systems aus der Perspektive des sozialen Traumas. Auf Grundlage von Archivmaterial, Zeug*innenberichten und Untersuchungen zu namenlosen Gräbern wird nachgezeichnet, wie Zwangsassimilation, systematische Gewalt und die Auslöschung indigener Identität nachhaltige psychische, familiäre und kollektive Verletzungen hervorgebracht haben. Diese Praktiken werden als ... [ mehr ]
Soziales Trauma und die Arbeit an den Wunden (PDF)
Im Beitrag untersuchen wir die psychosozialen Erfahrungen ehemaliger Kindersoldaten des sogenannten Islamischen Staates (IS) im Nordirak und fragen, wie sich ihre traumatischen Erfahrungen von Gewalt in Erzählungen und Zeichnungen niederschlagen. Auf der Grundlage partizipativer Feldforschung und des von uns entwickelten Verfahrens des collaborative storytelling werden kollektive Narrative jesidischer und arabisch-sunnitischer Jungen analysiert. Die Ergebnisse zeigen, wie ... [ mehr ]
Zur Inflation des Traumabegriffs (PDF)
Der Beitrag skizziert die Migration des Traumabegriffs von der Chirurgie über die Psychiatrie und die Psychoanalyse in die Sozialund Geisteswissenschaften und von dort in die Alltagsrede. Es wird gezeigt, wie an jeder Station dieser Wanderung soziale Einflüsse die schrittweise Ausweitung des Begriffs, den concept creep im Sinne einer Normalisierung und Generalisierung des Begriffs, beförderten. Dabei werden auch Tendenzen insbesondere des Dekonstruktivismus ... [ mehr ]
Trauma Kultur Gesellschaft 1/2026: Soziales Trauma (PDF)
Die Beiträge dieses Hefts zeigen, wie sich Gewalt in kollektive Erfahrungen einschreibt und welche Formen des Umgangs daraus hervorgehen. Zugleich eröffnen sie unterschiedliche theoretische, empirische und methodische Zugänge und laden dazu ein, das Konzept des Sozialen Traumas weiter zu schärfen. [ mehr ]