Die transformierende Kraft der Kunst
In einer Verbindung von Rezeptionsanalyse und post-kleinianischen Interpretationen der Symbolisierungsfunktion würdigt Doreen Röseler die kritische, solidarische und dialektische Kraft von Kunst. Sie beleuchtet psychoanalytische Zugänge der Objektbeziehungstheorie verknüpft mit Dynamiken zeitgeschichtlicher, politischer und gesellschaftlicher Prozesse. [ mehr ]
Das Unbewusste in der Praxis
Prominente Praktiker*innen beschreiben die bedeutsamen und wirkmächtigen Einflüsse des Unbewussten in ihren Praxisfeldern. Besondere Aufmerksamkeit wird dabei sowohl bestimmten Krankheitsbildern wie Depression, Sucht und Psychose, aber auch gesellschaftlichen und politischen Konfliktbereichen gewidmet. Die Betrachtung der Einflüsse des Unbewussten auf Kunst, Literatur und Lebenskunst runden den Band ab. [ mehr ]
Das Unbewusste in aktuellen Diskursen
In interdisziplinären Beiträgen wird in die weit verzweigte Thematik des Unbewussten als ein verknüpfendes Konzept zwischen den Wissenschaften eingeführt. Entwicklungspsychologische Konzeptionen aus der Pränatal-, Säuglings-, Bindungs- bis hin zur Altersforschung erlauben ebenso neue Anschlüsse an das Konzept des Unbewussten wie die Verbindungen, die sich zwischen den verschiedenen Sozial- und Naturwissenschaften herausgebildet haben. [ mehr ]
Macht und Dynamik des Unbewussten
Namhafte Autor*innen gehen den Wurzeln des Unbewussten in der – auch außereuropäischen – Philosophie, Medizin und Psychologie nach, beschreiben die Entwicklungen des Begriffs durch und nach Freud und belegen, wie sehr das Unbewusste in den Nachbarwissenschaften und längst in der empirischen Psychotherapieforschung als selbstverständlich angenommen wird. [ mehr ]
Psychosoziale Beratung in der Pränatalen Medizin
Eine qualifizierte psychosoziale Beratung von werdenden Müttern ist in der Pränatalen Medizin von essenzieller Bedeutung. Cornelia und Konrad Weller zeigen anhand konkreter Falldarstellungen, wie eine psychologische Begleitung bei unterschiedlichen Diagnosen und Beratungskonstellationen, Krisenverläufen und Entscheidungskonflikten aussehen kann und wie in der Beratung am besten mit Krisen, Konflikten und Trauer umgegangen wird.
[ mehr ]
Der Bildschirm als Spiegel
Videokommunikation ist als Bestandteil professioneller Interaktion etabliert, wird meist jedoch rein als technische Kommunikationsform verstanden. Eine psychodynamische Perspektive darauf zeigt hingegen, dass Videotechnologie weit über ihre funktionale Ebene hinaus wirkt und intensive Affekte auslösen kann. Auf Basis des entwicklungspsychologischen Konzepts der frühen Spiegelung im Blick der Mutter und empirischer Tiefeninterviews identifiziert Claudia Kaefer unterschiedliche affektive, durch Video ausgelöste Zustände. Sie versteht Videokommunikation als unbewusste Verdichtung von Nähe und Distanz, Sichtbarkeit und Rückzug. [ mehr ]
Psychose
Psychotische Störungen greifen tief in den Lebensalltag der Betroffenen ein und belasten ihre Beziehung zu sich selbst und zu anderen. In der vorliegenden Einführung werden die entscheidenden psychoanalytischen Psychosekonzepte vorgestellt und Konsequenzen für die therapeutische Haltung herausgearbeitet. Zahlreiche klinische Beispiele veranschaulichen und vertiefen die Konzepte. [ mehr ]
Selbstfürsorge in der Lehre
Lehren ist anspruchsvoll: fachlich, didaktisch, emotional – und oft auch organisatorisch. Selbstfürsorge in der Lehre zeigt, warum Selbstfürsorge kein »Extra« nebenbei ist, sondern Teil professioneller Haltung und Praxis: als Beitrag zur eigenen Gesundheit, zur Qualitätssicherung und dazu, dass Lehre langfristig Freude macht. Auf Basis gesundheitswissenschaftlicher Erkenntnisse erläutert die Autorin verständlich die Grundlagen der Selbstfürsorge im Lehrkontext und übersetzt sie in konkrete, alltagstaugliche Schritte. [ mehr ]
Resilienz stärken, Integration erleichtern
Eine präventive psychosoziale Begleitung ist für Geflüchtete essenziell, um sich an die neuen Lebensumstände in der Aufnahmesituation anzupassen. Die Beiträger*innen analysieren den Einfluss einer frühzeitigen präventiven psychosozialen Betreuung in der Ankunftsphase nach der Flucht. Sie zeigen konkrete praktische Maßnahmen einer fluchtspezifischen Begleitung auf und leiten politische Handlungsempfehlungen ab. [ mehr ]
Psychoanalytische Schulen im Gespräch über Strukturtheorie, Ichpsychologie und moderne Konflikttheorie
Welche Theorien und Methoden der psychoanalytischen Behandlungstechnik sind heute noch maßgeblich? Worin unterscheiden sich klassische Psychoanalyse, moderne ichpsychologische Konflikttheorie, Objektbeziehungstheorien, Selbstpsychologie und relationale Psychoanalyse? Mit dem Blick auf Konzept, klinische Praxis und interdisziplinäre Anwendung werden wichtige Ansätze in lebendiger Weise erfahrbar. [ mehr ]
Handbuch Psychoanalyse und Entwicklung
Das dreibändige Handbuch Psychoanalyse und Entwicklung erschließt die menschliche Entwicklung aus psychoanalytischer und interdisziplinärer Perspektive – von den grundlegenden Modellen bis zur praktischen Arbeit in unterschiedlichen Lebensphasen. Band 1 bündelt Geschichte, Paradigmen und zentrale Konzepte (u.a. unbewusste Prozesse, Bindung und Beziehung, Struktur und Konflikt, Mentalisierung, Trauma und Resilienz). [ mehr ]
Praxis des Sexocorporel
Sexocorporel ist ein verbreiteter Ansatz der Sexualberatung und -therapie und bietet zugleich vielfältige Anwendungen in der Sexuellen Bildung. Nach dem Einführungsband Grundlagen des Sexocorporel steht im nun vorliegenden Band die Praxis im Fokus. Die Autor*innen, darunter zahlreiche Praktiker*innen, zeigen, wie der körperorientierte Ansatz in der Sexualberatung und Sexuellen Bildung eingesetzt werden kann. [ mehr ]
Die unvollendete kopernikanische Revolution in der Psychoanalyse
Zu behaupten, dass der Mensch ursprünglich um den anderen »kreist« und dass er sich von Kindheit an von einer radikalen Andersheit ausbildet, ist eine Revolution, die es fortzusetzen gilt – von Freud aus und über ihn hinaus. Die in diesem Band enthaltenen Texte von Jean Laplanche aus den Jahren 1967 bis 1992 zeigen, dass der Gegensatz zwischen einer »kopernikanischen« Tendenz, die den Menschen sich selbst gegenüber dezentriert, und einer »ptolemäischen« Tendenz, die ihn unaufhörlich auf sein Ich rezentriert, in der Psychoanalyse und auch im Denken Freuds gegenwärtig bleibt. [ mehr ]
Die Entdeckung der Mutterliebe
Deborah Blum schildert das Leben des exzentrischen und umstrittenen Wissenschaftlers Harry Harlow, der mit seinen legendären, jedoch grausamen Affenexperimenten die Kraft der Mutterliebe bewies und so den Grundstein für die Bindungsforschung legte. [ mehr ]
Wilhelm Reich
Wilhelm Reich (1897–1957) war einer der originellsten Denker des 20. Jahrhunderts. David Boadella beschreibt Reichs abenteuerliches und tragisches Leben und erschließt sein bedeutendes Werk.
[ mehr ]
Unbewusstes
Günter Gödde und Michael Buchholz zeichnen die Entwicklung des Begriffs des »Unbewussten« nach und unterscheiden dabei zwischen einem vertikalen Unbewussten, das sich aus der Dynamik von Verdrängung und Abwehr entwickelt, und einem horizontalen Unbewussten, das den vielfachen Resonanzen in der Behandlungssituation Rechnung trägt. [ mehr ]
Das Ringen um Teilhabe
In der aktuellen Debatte um Inklusion bleibt die Autismus-Therapie oft eine Randerscheinung der Erziehungswissenschaft. Julia Tierbach widmet sich in ihrer systematischen Untersuchung der zentralen Frage, wie Teilhabe unter den spezifischen Bedingungen des Autismus-Spektrums rekonstruiert und theoretisch gefasst werden kann. [ mehr ]
Migrations- und Kultursensibilität in sozialen Berufen
Migrations- und Kultursensibilität sind grundlegende professionelle Kompetenzen in Sozialer Arbeit und Pädagogik. Die Autoren vermitteln verständlich Grundlagen zu Migration, Integration und Rassismuskritik und verbinden diese alltagsnah mit Fallbeispielen, Reflexionsimpulsen und Handlungsmöglichkeiten. Damit schlagen sie eine Brücke von der Theorie zur professionellen Haltung und bieten Handlungssicherheit in diversitätssensiblen Arbeitsfeldern und konkreten Lebenswelten. Sie stellen einen strukturierten Werkzeugkasten bereit, um in einer Gesellschaft, in der sich verschiedenste Kulturen begegnen, nachhaltig gerechte Zugänge zu schaffen, Unterschiede wertzuschätzen und soziale Teilhabe aktiv zu fördern. [ mehr ]
Irrationalitäten und Widersprüche
Die Beiträger*innen nutzen das emanzipatorisch-aufklärerische Potenzial der Psychoanalyse für die Exploration gegenwärtiger gesellschaftlicher Entwicklungen, etwa im Kontext von Flucht und Migration, antidemokratischer Bestrebungen, kapitalistischer (Tausch-)Ordnungen oder der Klimakrise. Sie plädieren für ein psychoanalytisches Verständnis sozialer Phänomene. Die Hinwendung zu unbewussten und dynamischen Prozessen erlaubt es, die Sinnhaftigkeit vermeintlicher Irrationalitäten und Widersprüche ergründen zu können. Daraus ergibt sich die Möglichkeit zur Gesellschaftskritik. [ mehr ]
Volkskrankheit Einsamkeit?
Frank Schulz-Nieswandt und Ursula Köstler wenden sich gegen dramatisierende Vereinnahmungen von Einsamkeit. Mit dem kritischen Blick sozialempirischer Forschung loten sie das Phänomen im Spannungsfeld von Zivilgesellschaft, Familie und Staat aus und sprechen sich für ein humanistisches Ernstnehmen dieses Daseinsthemas aus. [ mehr ]
Geschlecht als gelebte Erfahrung
Geschlecht ist keine abstrakte Kategorie, sondern gelebte Erfahrung – und in vielen Situationen eine Frage von Anerkennung, Versorgung und Sprache. Wer über trans*, inter* und queere Lebensweisen spricht, berührt immer auch Medizin und Psychotherapie, Recht und Politik, Biografien und Körper. In kurzen, gut zugänglichen Texten geben die Autor*innen Ein- und Ausblicke in die trans* und queere (Gesundheits-)Versorgung, in psychotherapeutische und psychoanalytische Perspektiven sowie in soziologische und rechtliche Einordnungen. [ mehr ]
Trauma und transgenerationale Verbundenheit
Janine Cunea arbeitete in einem psychosozialen Zentrum in Frankfurt am Main und interviewte dort Shoa-Überlebende, die zwischen 1919 und 1927 geboren wurden. Sie lernte besondere, äußerst vitale, starke und beeindruckende Persönlichkeiten voller Humor und Lebenskraft kennen, die trotz oder gerade wegen des Schrecklichen und Unmenschlichen, das sie erleben mussten, menschlich, weise, gütig und tolerant wurden. Ein enges generationales Verhältnis entstand zu ihnen. Durch die biografischen Perspektiven der Überlebenden nähert sich die Autorin der tiefenpsychologisch bedeutsamen Frage nach dem Verhältnis von Trauma, Überleben und Altern an. [ mehr ]
Zwang
Annabelle Starck und Heinz Weiß untersuchen die psychoanalytischen Konzeptionen des Zwangs und zeigen anhand zahlreicher Fallbeispiele, wie sich aktuelle Zwangsmanifestationen im Perfektionismus, im Gebrauch sozialer Medien sowie im Zusammenhang mit gesellschaftlichen Veränderungen widerspiegeln. Das Buch bietet so eine fundierte Grundlage für die psychotherapeutische Arbeit mit Zwangserkrankungen. [ mehr ]
Zeugnisse einer Freundschaft
Im Zentrum stehen die Briefe, die Wilhelm Reich und Alexander Sutherland Neill in den Jahren 1936 bis 1957 gewechselt haben. Es sind Dokumente einer ungewöhnlichen Freundschaft. Das erste Mal trafen sie sich 1936 in Norwegen, danach blieb der Kontakt vor allem durch ihre Briefe bestehen. Sie waren für beide eine Quelle der Anregung, Bestätigung und auch der Auseinandersetzung. [ mehr ]
psychosozial 185: Verluste und ihre Verarbeitung - kulturwissenschaftliche, psychodynamische und philosophische Perspektiven
Verluste gibt es in einer nicht überschaubaren Mannigfaltigkeit und Heterogenität, von unwichtigen, leicht zu ersetzenden Dingen bis hin zum Tod geliebter Menschen. Ebenso gibt es Verluste, die weder als schmerzlich noch negativ erlebt werden, eher als eine Befreiung. Und gar nicht so selten bewerten wir einen Verlust im Nachhinein sogar als Chance. Oft spielt es eine Rolle, ob wir den Verlust selbst aktiv-handelnd verursachen, uns sukzessive darauf einstellen können oder uns ohnmächtig ausgeliefert fühlen. Diese Ausgabe versammelt ausgewählte Beispiele für Verlusterfahrungen, die einen Eindruck der Vielfalt und Verschiedenheit vermitteln. [ mehr ]
Jahrbuch der Psychoanalyse - Band 93
Was ist »Zeit«? Was ist »Raum«? Gibt es eine »Raumzeit«? Was sind Zeit und Raum im Psychischen?
Im Unbewussten herrscht der Primärprozess. Dann kann es im Unbewussten, da z. B. keine Kausalität ordnet, keine chronologische Zeitlichkeit geben. Dann kann es auch, da z. B. Menge und Teilmenge nicht logisch geschieden sind, keine klassische euklidische Räumlichkeit geben. Sind also Zeitlichkeit und Räumlichkeit mit ... [ mehr ]
Einsamkeit
Das Thema Einsamkeit ist allgegenwärtig und vieldimensional: Zwischen gefahrvoller Bodenlosigkeit und produktiver Weiterentwicklung ermöglicht das Nachdenken über Einsamkeit wichtige Impulse für eine interdisziplinäre Diskussion. [ mehr ]
Wie sexuelle Bildung Heteronormativität reproduziert
Sexuelle Bildung an Schulen hat den Anspruch, Vielfalt und Akzeptanz zu fördern; paradoxerweise führen die oberflächlichen Diversitätsbestrebungen aber zu einer Reproduktion und Verfestigung heteronormativer Geschlechter- und Sexualitätsnormen. Die Autorin hebt hervor, wie sich besonders in Othering-Konstruktionen rassistische, klassistische und ableistische Zuschreibungen manifestieren. [ mehr ]
Das Innere-Kinder-Retten
Die Therapiemethode des Innere-Kinder-Rettens zur sanften Heilung von Traumatisierten erspart den Betroffenen die Konfrontation mit den traumaauslösenden Erlebnissen. Als Methode, die sich mit allen bekannten Traumatherapien kombinieren lässt, hat sie sich insbesondere bei komplex traumatisierten Patient*innen bewährt. Gabriele Kahn erläutert die notwendigen wissenschaftlichen Grundlagen und theoretischen Hintergründe anhand zahlreicher Beispiele und schildert den Verlauf der Therapie vom ersten Kontakt bis zu den fünf Schritten der Rettungsaktion detailliert und praxisnah. [ mehr ]
Traum und Träumen in Psychoanalyse und Musik
Der Traum ist das Tor zur psychoanalytischen Wissenschaft und gleichzeitig künstlerischer Verwandlungsraum, in dem sich Unbewusstes, Körperempfindung, Bild, Klang und Sprache verschränken. Die Autor*innen erkunden diese Dynamik in der Durchdringung von Psychoanalyse und Musik. [ mehr ]
Emotionale Kompetenz
Emotionale Kompetenz ist eine Schlüsselressource der Psychotherapie: Nur wer Gefühle wahrnimmt, versteht und in Worte fassen kann, ermöglicht Veränderung. Frank-M. Staemmler beschreibt, was Therapeut*innen dafür unter anderem brauchen: Offenheit für das Erleben der Klient*innen, Anerkennung der Einzigartigkeit der anderen Person sowie Geduld im Umgang mit vagen Atmosphären. [ mehr ]
Trauma
Während eine psychoanalytische Therapie »komplex« traumatisierter Patient*innen die therapeutische Beziehung ins Zentrum stellt und sich vielfältiger metaphorischer Mittel bedient, erfordern akute Extremtraumatisierungen ein verhaltensmodifizierendes Vorgehen. Mathias Hirsch zeigt, wie ein sensibler Umgang mit Traumatisierung in der Therapie gelingt. [ mehr ]
Sozialwissenschaftlich fundierte Beratung in Pädagogik, Supervision und Sozialer Arbeit
Katharina Gröning kritisiert die therapeutische Ausrichtung von Beratung und legt ein sozialwissenschaftlich fundiertes Prozessmodell vor. Ihr Zugang stellt gesellschaftliche und sozialwissenschaftliche Aspekte der Beratung in den Mittelpunkt, um sich von der klinischen Fixierung zu lösen. [ mehr ]
Existenzielles Grounding
Wie finden Menschen im hektischen Alltag zu innerer Stimmigkeit, Präsenz und Lebendigkeit zurück? Markus Angermayr stellt, aufbauend auf existenzanalytischen, leibphänomenologischen und körperpsychotherapeutischen Ansätzen, erstmals umfassend das Konzept des Existenziellen Groundings vor – einen körperorientierten Weg, um sich selbst besser zu spüren und Orientierung zu finden. [ mehr ]
Intuition und Kreativität in Pädagogik und Sozialer Arbeit
Die Aufgabenfelder von Pädagogik und Sozialer Arbeit erfordern oftmals, sich in schneller Folge in wechselnden Situationen zu Kindern, Jugendlichen oder Erwachsenen zu verhalten. Wohlabgewogene und gezielt gesteuerte Reaktionen sind im unübersichtlichen Alltag oftmals schwer möglich. Die Autor*innen untersuchen, wie wichtig Erfahrung, Kreativität und Intuition für professionelles Handeln sind. [ mehr ]
Elterliche Botschaften
Welchen Einfluss übt das elterliche Verhalten auf die Entwicklung des Kindes aus? Welche Auswirkungen haben elterliche Botschaften? Im kritisch-interdisziplinären Diskurs ausgehend von Psychoanalyse und Psychotherapie werden im vorliegenden Band verschiedene Betrachtungsebenen ausgelotet. [ mehr ]
Krisen in Organisationen, Organisationen in Krisen
Die Autor*innen untersuchen die impliziten spezifischen Anforderungen an Supervision und Organisationsberatung im Hinblick auf organisationale Krisen. Die Beiträge laden dazu ein, aus den beschriebenen Dynamiken heraus dokumentierte Handlungswege nachzuvollziehen und eigene zu entwickeln. [ mehr ]
Autorität in der Pädagogik neu denken
Stefan Dierbach unternimmt eine neue Einordnung des Faktors »Autorität« im Kontext pädagogischer Arbeit: Ist pädagogische Autorität etwas, was sich mithilfe von festgelegten Maßnahmen herstellen lässt? Oder ist jene vielmehr das Ergebnis einer freiwilligen und begründeten Zuschreibung vonseiten der Kinder und Jugendlichen? [ mehr ]
Bindung stärken von Anfang an
Bei der bindungsanalytischen Schwangerschaftsbegleitung werden die Eltern darin unterstützt, den emotionalen Kontakt zu ihrem vorgeburtlichen Kind zu intensivieren. Ursula Volz-Boers erläutert die pränatale emotionale Beziehungsförderung zwischen Eltern und Kind anhand zahlreicher Fallbeispiele. Ihre Anleitungen richten sich an Eltern, Großeltern und ebenso an Fachleute, die Schwangere und ihre Partnerinnen und Partner betreuen. [ mehr ]
Über einen Mann, der nur alle zwei Tage lebt: The Days When I Do Not Exist (2002) (PDF)
Der Aufsatz beschreibt ein psychisches Phänomen, nämlich die Unfähigkeit, lebendig zu bleiben, wie es im Film The Days When I Do Not Exist (2002) von Jean-Charles Fitoussi dargestellt wird. Indem der Film das Leben eines Mannes erzählt, der jeden zweiten Tag verschwindet, nur um genau 24 Stunden später am selben Ort wieder aufzutauchen, vermittelt er ein provokantes Gedankenexperiment. Für den Autor verbildlicht diese Erzählung eine ... [ mehr ]
Homophobie, Heteronormativität und Melancholie (PDF)
Dieser Beitrag untersucht die Wirkung von Homophobie, internalisierter Homophobie und Heteronormativität auf das psychische Leben mancher schwuler Männer, wie es im Film All of Us Strangers dargestellt wird. Dabei werden Themen von ödipaler Zurückweisung, Entfremdung, Melancholie, Trauer und Verlust untersucht.
Abstract:
This paper explores the impact of homophobia, internalised homophobia and heteronormativity on the psychic lives of some gay ... [ mehr ]
Die Couch der Paranoia (PDF)
Vor dem Hintergrund ihrer beruflichen Erfahrungen in zwei Kulturen untersucht die Autorin, wie der taiwanesische Kontext eine andere Entwicklung fördert, nämlich die Identifizierung mit den präödipalen und ödipalen Objekten ein Leben lang aufrechtzuerhalten, dabei Ablösungsund Unabhängigkeitsversuche nicht zu unterstützen und die Entwicklung eines Familien-Selbst zu begünstigen. Dies führt zur Ausbildung eines starken Ich-Ideals, ... [ mehr ]
Das Zusammenspiel sensorischer Verknüpfungen und der damit verbundenen Öffnung hin zur Beziehung in der klinischen Arbeit mit autistischen Kindern (PDF)
In diesem Artikel geht der Autor der Frage nach, welche Rolle Sinneseindrücke in der Behandlung schwer autistischer Kinder spielen und wie sie therapeutisch am besten genutzt werden kann. Während die Psychoanalyse die defensive Funktion, die Sensorik für diese Patienten3 haben kann, differenziert untersucht hat, vertritt der Autor die Auffassung, dass das sensorische Erleben auch für Differenzierungsprozesse und die Strukturierung des Körper-Ichs genutzt ... [ mehr ]
»Welches Baby?« (PDF)
Schwangerschaft und frühe Mutterschaft sind Phasen hoher psychischer Anforderungen, nicht zuletzt aufgrund der vielfältigen körperlichen Veränderungen, denen Frauen in dieser Zeit ausgesetzt sind. Die Erfahrungen von Frauen können dabei stark variieren und werden unter anderem durch ihre frühe Kindheit, ihre inneren Objekte, aktuelle Beziehungen und ihr Umfeld sowie durch ihren körperlichen Zustand beeinflusst. Dieser Beitrag untersucht die ... [ mehr ]
Verlust und Gedenken (PDF)
Die Autorin befasst sich, ausgehend von Dana Birksted-Breens Arbeit zur Zeitlichkeit, mit dem von ihr hergestellten Gegensatz zwischen einer linearen Entwicklungszeit, die als eine Abfolge von unveränderlichen Momenten gesehen wird, und einer bidirektionalen Prozesszeit, die immer wieder neu umgeschrieben wird, und denkt über die Rolle der unveränderlichen Elemente im psychischen Leben nach. Sie vertritt, dass diese Elemente eine Form des Erinnerns sind, die einen ... [ mehr ]
Zweifel bei der Beendigung von Analysen und das innere Elternpaar (PDF)
Die Gegenübertragungsgefühle und Konflikte gegen Ende von Behandlungen zu beschreiben, fällt Analytiker*innen schwer. Die Literatur zur Beendigung konzentriert sich dementsprechend darauf, was geschehen sollte, statt auf das, was wirklich geschieht. Die inhärente Unvollständigkeit und unvermeidliche Frustration der Wünsche von Patient*innen und Analytiker*innen kann die einen und die anderen ins Chaos stürzen, gerade wenn ihr Bedürfnis ... [ mehr ]
»Wir sind aus Zeit gemacht«: Widerhall und Elastizität von Zeit in der Psychoanalyse (PDF)
Inspiriert von Dana Birksted-Breens Ideen zur ›Widerhall-Zeit‹ (reverberation time) untersucht die Autorin die Veränderbarkeit und Transformation von Zeitund Raumempfinden und deren Verbindung mit frühkindlich verkörperten Phantasien in der Behandlung eines zehnjährigen Jungen. Die Erfahrung von Zeitveränderungen (zusammengefasst unter dem Begriff Zeitelastizität, um die verschiedenen Formen widerzuspiegeln, die dies annehmen kann) ... [ mehr ]
(Un-)Sicherheit (PDF)
Unter dem Eindruck des Überfalls der Hamas auf Israel am 7. Oktober 2023 und des darauffolgenden Angriffs der israelischen Armee auf Gaza untersucht der Autor die Dynamik von Sicherheit und Unsicherheit. Er zeigt auf, wie es dem Sicherheitsstaat misslingt, einen Status von Sicherheit zu schaffen. Er diskutiert die Betonung von Sicherheit in der Psychoanalyse und kommt zu dem Schluss, dass auf individueller wie auf gesellschaftlicher Ebene die Akzeptanz einer gewissen ... [ mehr ]