Affekte und Emotionen in sozialen Konflikten
Soziale Konflikte sind unvermeidbar und gehören zu unserem alltäglichen Zusammenleben. Sie sind integraler Bestandteil der Entwicklung unserer persönlichen Identität wie auch demokratischer Aushandlungsprozesse. Sie können konstruktiv oder destruktiv sein, offen ausgetragen oder unterdrückt werden. Konflikte zu verstehen, zu erklären und bestenfalls zu lösen, beschäftigt die Autor*innen aus Wissenschaft wie Praxis: vom lokalen Nachbarschaftsstreit über Auseinandersetzungen um Moscheebauten in Deutschland bis zu Umsiedlungsprojekten in Marokko. Im Fokus steht stets die Bedeutung starker Affekte und Emotionen in Konfliktdynamiken. [ mehr ]
Gruppenpsychotherapie
S.H. Foulkes und E.J. Anthony erläutern die Theorie der psychoanalytischen Gruppentherapie und illustrieren sie anschaulich anhand eines reichhaltigen Fallmaterials. Nun liegt dieser Meilenstein der gruppenanalytischen Literatur, eine der fundiertesten und konsistentesten Darstellungen der gruppenanalytischen Psychotherapie, erstmals in deutscher Übersetzung vor. [ mehr ]
Der Augenblick - das unfassbare Ganze
Werner Pohlmann entfaltet eine Theorie des Psychischen, in der der Augenblick als Erfahrungsraum eine zentrale Rolle spielt. Im Moment des Erlebens zeigt sich das Ganze – und damit auch die ästhetische Struktur psychischer Prozesse. Pohlmanns Überlegungen richten sich an Psychoanalytiker*innen, die ästhetische, philosophische und klinische Dimensionen neu denken wollen. [ mehr ]
Aufgeben
Aufgeben ist nicht gleichbedeutend mit Scheitern – es kann ein neuer Anfang sein. In seinem brillanten Essay zeigt Adam Phillips, dass Verzicht nicht bloß Disziplin bedeutet – sondern Freiheit. Ein Buch für alle, die der Komplexität des Lebens nicht ausweichen wollen. [ mehr ]
Theoretische Grundlagen der Verhaltenstherapie
Für psychotherapeutisches Handeln ist ein tiefes Verständnis des hilfesuchenden Menschen unverzichtbar. Serge K.D. Sulz schafft dafür die notwendige Wissensbasis. Die Inhalte sind auf die heutige moderne Verhaltenstherapie zugeschnitten, beziehen aber immer wieder psychodynamisches, humanistisches und systemisches Denken ein. So wird die Grundlage für eine integrative und integrierende Herangehensweise geschaffen. [ mehr ]
Sinnliches Erleben in der kindlichen Entwicklung
Die Beiträger*innen erschließen die Bedeutsamkeit des frühen sinnlich-körperlichen Erlebens für die psychische Entwicklung aus einer interdisziplinären Perspektive, die die Trennung von Psyche und Soma wieder zusammenführt. Dies geschieht auf phänomenologischer Ebene mit den Zugängen D.W. Winnicotts verknüpft und erarbeitet ein neues diagnostischen Verständnis. [ mehr ]
Trauma und transgenerationale Verbundenheit
Janine Cunea arbeitete in einem psychosozialen Zentrum in Frankfurt am Main und interviewte dort Shoa-Überlebende, die zwischen 1919 und 1927 geboren wurden. Sie lernte besondere, äußerst vitale, starke und beeindruckende Persönlichkeiten voller Humor und Lebenskraft kennen, die trotz oder gerade wegen des Schrecklichen und Unmenschlichen, das sie erleben mussten, menschlich, weise, gütig und tolerant wurden. Ein enges generationales Verhältnis entstand zu ihnen. Durch die biografischen Perspektiven der Überlebenden nähert sich die Autorin der tiefenpsychologisch bedeutsamen Frage nach dem Verhältnis von Trauma, Überleben und Altern an. [ mehr ]
Feedback 1/2026
Die zweimal jährlich erscheinende Zeitschrift Feedback – Zeitschrift für Gruppentherapie und Beratung (herausgegeben von Günter Dietrich, Karin Zajec und Robert Stefan) bietet ein wissenschaftliches Forum für Forschung und Praxis der Gruppentherapie und Gruppenberatung im deutschsprachigen Raum. Publiziert werden sowohl qualitativ wie auch quantitativ ausgerichtete empirische wissenschaftliche Arbeiten, Beiträge zur Grundlagenforschung, Rezensionen und Berichte aus der Vielfalt der psychotherapeutischen und beraterischen Arbeit mit Fokus auf das Themenfeld der Gruppe.
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Wie Raum das psychotherapeutische Geschehen formt
Psychotherapie findet nie im luftleeren Raum statt: Jede Begegnung ist eingebettet in Nähe, Distanz, Haltung, Interaktion, Atmosphäre und Setting. Peter Geißler legt dar, wie der Raum selbst zum »dritten Mitspieler« wird, den therapeutischen Prozess prägt und oft stärker wirkt als Worte. Räumliche Orientierung bildet ein grundlegendes, leibliches Gerüst des Erlebens, auf dem Selbstgefühl entsteht. Störungen lassen sich als Veränderungen der räumlichen Selbst- und Weltwahrnehmung verstehen und durch neue Raumerfahrungen therapeutisch beeinflussen. Anhand konkreter klinischer Fallbeispiele zeigt der Autor, wie Psychotherapeut*innen die räumliche Dimension von Beziehung effektiv nutzen können. [ mehr ]
Zwischen Aufbruch und Abwehr
Seelische Veränderung ist ambivalent: Einerseits besteht oft der Wunsch nach Veränderung, andererseits wird dieser Prozess stets von Ängsten begleitet. Die Autor*innen beschäftigen sich mit verschiedenen Formen der Abwehr gegen Veränderungen wie Rückzug, Spaltung oder Identitätswiderstand. Sie werfen einen Blick auf das aktuelle psychodynamische Behandlungsverständnis und setzen es in Beziehung zum Veränderungspotenzial und den damit verbundenen Hindernissen. [ mehr ]
Die erstaunliche Geschichte der Psychiatrischen Familienpflege
Die »Psychiatrische Familienpflege« blickt auf eine beeindruckende, im deutschen Fall besonders wechselvolle Geschichte zurück. Thomas Müller widmet sich im französisch-deutschen Vergleich den intensiven Debatten zur Art und Weise der Versorgung von Menschen mit psychischen Erkrankungen seit der Mitte des 19. Jahrhunderts. [ mehr ]
Der Geist der Heilung
Vertreter*innen der Alternativmedizin geben sich nicht nur große Mühe, ihre Heiltechniken im Rahmen von empirischen Studien zu validieren, sie betreiben auch einen großen Aufwand, um ihre Heilvorstellungen philosophisch zu legitimieren. Ausführlich und gut verständlich klärt Mathis Lessau über die fehlgeleiteten philosophischen Rechtfertigungsversuche in der Alternativmedizin auf. Er macht deutlich, dass alternativmedizinische Behandlungen nicht nur empirisch, sondern auch theoretisch wenig erfolgversprechend sind. [ mehr ]
Wie soziokulturelle Ungleichheiten Psychotherapien prägen
Welchen unbewussten Prozessen begegnen Psychoanalytiker*innen im alltäglichen und klinischen Kontext? Lynne Layton untersucht dies auf Basis gesellschaftlicher Machtverhältnisse und den daraus folgenden Enactments. Sie setzt sich, beeinflusst von soziologischen, gesellschaftskritischen und psychoanalytischen Ansätzen, mit diesen unbewussten Prozessen auseinander und ruft zu einer progressiven Zukunft der Therapie auf. [ mehr ]
Einführung in die psychoanalytische Feldtheorie
Giuseppe Civitarese legt eine umfassende Einführung in die bedeutendsten Konzepte der psychoanalytischen Feldtheorie vor. Anhand zahlreicher klinischer Beispiele untersucht er das zentrale Thema der therapeutischen Wirksamkeit, blickt auf aktuelle Kontroversen und macht deutlich, dass der psychotherapeutische Prozess radikal intersubjektiv ist.
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Wege zum Körper
Die Körperpsychotherapie lebt von ihrer Eigenständigkeit, reichhaltigen Geschichte und interdisziplinären Anschlussfähigkeit. Ulfried Geuter widmet sich in seinen vielschichtigen Aufsätzen wissenschaftlich fundiert und zugleich praxisnah den Entwicklungslinien, Theorien und der klinischen Bedeutung eines wichtigen psychotherapeutischen Ansatzes. [ mehr ]
Freie Assoziation - Zeitschrift für psychoanalytische Sozialpsychologie 2/2025: infantil autoritär
Ausgabe 2/2025 der Freien Assoziation ist der psychischen Genese des Autoritarismus gewidmet, die in den jüngsten Debatten meist ausgeblendet bleiben. Das Heft nimmt aktuelle Kindheitsrepräsentationen und familiär angelegte innere Konfliktdynamiken zum Ausgangspunkt einer Diskussion um die sozialisatorischen Wurzeln des Autoritarismus. Man kann infantilen Autoritarismus nicht adult ernst nehmen und muss ihn unbedingt adult ernst nehmen, denn er ist gefährlich kindisch. [ mehr ]
Behindertenpädagogik in Hessen (PDF)
Der Entwicklungsbereich Wahrnehmung (PDF)
»Sich selbst und die Umwelt mit allen Sinnen bewusst wahrzunehmen und diese Eindrücke in das persönliche Erleben und Handeln zu integrieren, beeinflusst und erweitert die individuellen Erfahrungen und Ausdrucksmöglichkeiten und unterstützt die Entwicklung kognitiver Fähigkeiten. Die gezielte Ansprache einzelner Sinnesbereiche unterstützt gleichzeitig den Prozess der Differenzierung, Strukturierung und Integration von ... [ mehr ]
»[…] dass absolut Wichtigste, diese Struktur, diesen Strukturaufbau und dass wir den Kindern beibringen, wie sie lernen zu kommunizieren« (PDF)
In einer ersten Klasse einer Förderschule mit dem Förderschwerpunkt geistige Entwicklung sind Lehrkräfte, Erzieher:innen sowie Teilhabeassistenzen beschäftigt, die hinsichtlich der Zusammensetzung der Klasse (alle Schüler:innen haben die Diagnose Autismus-Spektrum-Störung – ASS), vor neue Herausforderungen für die Teamarbeit gestellt werden. Im ersten Schulbesuchsjahr wurden die Fachkräfte durch eine regelmäßige ... [ mehr ]