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8 Seiten, PDF-E-Book
Erschienen: Juli 2026
Bestell-Nr.: 23668
https://doi.org/10.30820/0341-7301-2026-2-176
»Behindertenpädagogik«
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Reinhard Stähling

»Ballastexistenzen« - Rechte Körperpolitik und die Einladung zur Schadenfreude (PDF)

Gedanken eines Lehrers zum Essay Der neue faschistische Körper der Historikerin Dagmar Herzog

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Der Beitrag analysiert historische und aktuelle faschistische Ideologien im Umgang mit als »abweichend« markierten Menschen und stellt ihnen das Widerstandspotential inklusiver Bildung gegenüber. Ausgangspunkt ist die NS-Psychiatrie, die »seelisch Abnorme« als Gefahr deklarierte und ihre Ausgrenzung bis hin zur Vernichtung legitimierte. Im Zentrum steht die These, dass Inklusion – insbesondere in Schulen – demokratische und solidarische Haltungen fördert. Kinder, die gemeinsam lernen, entwickeln Empathie und lehnen Ausgrenzung ab, wodurch sie anfälligkeitsresistent gegenüber menschenverachtender Ideologie werden. Dies kontrastiert mit aktuellen rechtspopulistischen und postfaschistischen Diskursen, etwa der AfD, die Inklusion und Migration problematisieren und dabei an NS-Ideologeme anknüpfen. Unter Rückgriff auf Dagmar Herzogs Analysen wird gezeigt, wie faschistische Bewegungen historisch Sexualität, Rassismus und Körperideale verknüpften und wie diese Muster heute fortwirken.

Abstract:
This article analyses historical and contemporary fascist ideologies in their treatment of people labelled as »deviant« and contrasts them with the potential for resistance offered by inclusive education. The starting point is Nazi psychiatry, which declared »mentally abnormal« individuals to be a danger and legitimised their exclusion, even to the point of extermination. Central to the argument is the thesis that inclusion – particularly in schools – fosters democratic and solidarity-based attitudes. Children who learn together develop empathy and reject exclusion, thereby becoming resistant to ideologies that dehumanise others. This contrasts with current right-wing populist and post-fascist discourses, such as those of the AfD, which problematise inclusion and migration whilst drawing on Nazi ideologemes. Drawing on Dagmar Herzog’s analyses, the book demonstrates how fascist movements historically linked sexuality, racism and body ideals, and how these patterns continue to have an impact today.