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17 Seiten, PDF-E-Book
Erschienen: Oktober 2026
Bestell-Nr.: 20944
https://doi.org/10.30820/1613-2637-2026-4-407
»Psychotherapie im Alter«
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Alisa Düben & Isabel Heinrich

Neuropsychologische Differenzialdiagnostik (PDF)

Grundlagen, Methoden und Praxis

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Psychische Störungen gehen häufig mit kognitiven Defiziten einher und sind bei manchen so prominent, dass sie Eingang in die Diagnosekriterien gefunden habe, wie etwa bei der Depressiven Störung. Darüber hinaus können kognitive Defizite auch auf internistische, neurologische oder neurodegenerative Erkrankungen zurückgehen, die begleitend zu psychischen Störungen vorliegen. Im therapeutischen Kontext ist diese Differenzierung oft nicht leicht möglich. Ein erster Schritt ist der Einsatz validierter kognitiver Kurztestungen, die auch in nicht-spezialisierten Settings durchführbar sind und einen orientierenden Eindruck des kognitiven Leistungsprofils ermöglichen (auch im Rahmen von Verlaufsuntersuchungen). Darüber hinaus umfasst eine ausführliche neuropsychologische Diagnostik, die häufig in Spezialambulanzen Anwendung findet, die standardisierte Erfassung aller relevanten kognitiven Domänen, darunter Gedächtnis, Aufmerksamkeit, Exekutivfunktionen, Sprache und Visuokonstruktion, anhand normierter Verfahren. Sie trägt damit entscheidend zur Diagnosesicherung bei und bildet die Grundlage für gezielte therapeutische Entscheidungen.

Abstract:
Mental disorders are often accompanied by cognitive deficits, which in some cases are so prominent that they have been incorporated into diagnostic criteria, as in the case of major depressive disorder. Furthermore, cognitive deficits may also stem from medical, neurological, or neurodegenerative conditions that co-occur with mental disorders. In a therapeutic context, this distinction is often not easily made. A first step is the use of validated brief cognitive tests that can be administered even in non-specialized settings and provide a preliminary overview of a person’s cognitive performance profile (including follow-up evaluations). In addition, extended neuropsychological assessments, which are typically conducted in specialized clinics, involves the standardized evaluation of all relevant cognitive domains – including memory, attention, executive functions, language, and visuoconstructive abilities – using standardized tests. It thus plays a crucial role in confirming the diagnosis and forms the basis for targeted therapeutic decisions.