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19 Seiten, PDF-E-Book
Erschienen: September 2026
Bestell-Nr.: 23673
https://doi.org/10.30820/0341-7301-2026-3-205
»Behindertenpädagogik«
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Stefan Schuster

Arbeit am Widerspruch von Bildung und Herrschaft (PDF)

Über die (de-)stabilisierende Funktion von (Inklusions-)Forscher:innen im Ringen um (Gegen-)Hegemonie

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Entgegen der menschenrechtlichen Forderung nach Inklusion dominiert nach wie vor eine Kultur der Exklusion, die vom (stillschweigenden) Konsens breiter Bevölkerungskreise zu ausgrenzenden Praxen und Institutionen getragen wird. Ausgehend von der Prämisse, dass die aktive und passive Zustimmung zur Exklusion behinderter Menschen nicht naturwüchsig gegeben, sondern sozialhistorisch geworden ist und kontinuierlich aktualisiert sowie modifiziert wird, fragt der Beitrag unter Rückgriff auf Antonio Gramsci und Heinz-Joachim Heydorn nach der Rolle von (Inklusions-)Forscher:innen bei der Bildung von Konsens. Übergeordnetes Ziel ist es, Widersprüche in der Bildungspraxis als Hebel emanzipatorischer Eingriffe sichtbar zu machen und Rückschlüsse für eine engagierte Inklusionsforschung zu ziehen, die alles in ihrer Macht Stehende tut, um im Ringen um (Gegen-)Hegemonie Dissens zum Konsens der Exklusion zu organisieren und zum Aufbau einer Kultur der Inklusion beizutragen.

Abstract:
In contrast to the human rights demand for inclusion, a culture of exclusion continues to dominate, supported by the (silent) consensus of the general public regarding exclusionary practices and institutions. Based on the premise that active and passive approval to the exclusion of people with disabilities is not a natural phenomenon but has developed over time and is continuously being updated and modified, this article draws on Antonio Gramsci and Heinz-Joachim Heydorn to examine the role of (inclusion) researchers in consensus building. The overall goal is to highlight contradictions in the practice of education as a tool for emancipatory intervention. Furthermore, conclusions are drawn for a committed inclusion research that does everything in its power to organise dissent against the consensus of exclusion in the struggle for (counter)hegemony and to contribute to the development of a culture of inclusion.