26803.jpg26803.jpg

12 Seiten, PDF-E-Book
Erschienen: März 2026
Bestell-Nr.: 26803
https://doi.org/10.30820/0171-3434-2026-1-25
»psychosozial«
abonnieren
Fatih Bahadir Kaya & Aladin El-Mafaalani

Antimuslimischer Rassismus als doxische Ordnung (PDF)

Coping als trilemmatische Praxis

Sofortdownload
Dies ist ein E-Book. Unsere E-Books sind mit einem personalisierten Wasserzeichen versehen,
jedoch frei von weiteren technischen Schutzmaßnahmen (»DRM«).
Erfahren Sie hier mehr zu den Datei-Formaten.

Der Beitrag untersucht antimuslimischen und -islamischen Rassismus (AMIR) als historisch sedimentierte, in der Gegenwart wirksame Ungleichheitsstruktur, die soziale Felder auf makro-, mesound mikrosozialer Ebene prägt. Ausgehend von rassismustheoretischen und historischen Genealogien wird argumentiert, dass AMIR als doxische Ordnung fungiert, die sowohl kollektive Zuschreibungen stabilisieren als auch biografische Verläufe nachhaltig beeinflussen kann. Im Zentrum des Beitrags steht eine systematische Übersicht der empirischen Forschung zu betroffenenorientierten Wahrnehmungsund Bewältigungsweisen. Darauf aufbauend wird Bogers Theorie der trilemmatischen Inklusion als analytische Rahmung eingeführt, mit der zukünftig Coping-Strategien im Spannungsfeld zwischen Selbstermächtigung, Normalisierung und Dekonstruktion theoriegeleitet verorten werden könnten. Abschließend plädiert der Beitrag für eine wissenssoziologisch vertiefte Forschungsperspektive, die biografische Studien, kollektive Orientierungen und gruppenbasierte Rekonstruktionen einbezieht, um die trilemmatischen Bewältigungsformen in ihrer empirischen Varianz präzise auszudifferenzieren und theoretisch weiterzuentwickeln.

Abstract:
This article examines anti-Muslim and anti-Islamic racism (AMIR) as a historically sedimented and contemporarily effective structure of inequality that shapes social fields on macro-, meso-, and micro-levels. Drawing on racism-theoretical and historical genealogies, it argues that AMIR functions as a doxic order that stabilises collective ascriptions while simultaneously exerting a lasting influence on biographical trajectories. The core of the article offers a systematic overview of empirical research on victim-centered modes of perception and coping. Building on this, Boger’s theory of trilemmatic inclusion is introduced as an analytical framework that enables a theoretically grounded situating of coping strategies within the tension field between empowerment, normalisation, and deconstruction. The article concludes by advocating for a sociology-of-knowledge-oriented research agenda that draws on biographical studies, collective orientations, and group-based reconstructions in order to precisely differentiate and further develop trilemmatic coping practices in their empirical diversity.