26819.jpg26819.jpg

10 Seiten, PDF-E-Book
Erschienen: Juni 2026
Bestell-Nr.: 26819
https://doi.org/10.30820/0171-3434-2026-2-79
»psychosozial«
abonnieren
Verena Bauer

Freiwilliges Engagement als Familie erzählt (PDF)

Engagementbasierte Unterstützungsbeziehungen aus der Perspektive Geflüchteter Adressat*innen

Sofortdownload
Dies ist ein E-Book. Unsere E-Books sind mit einem personalisierten Wasserzeichen versehen,
jedoch frei von weiteren technischen Schutzmaßnahmen (»DRM«).
Erfahren Sie hier mehr zu den Datei-Formaten.

Der Beitrag untersucht, wie in Beziehungen des freiwilligen Engagements Zugehörigkeit als Familie erzählt wird. Unter der analytischen Perspektive der Agency werden auf Grundlage episodischer Interviews und unter Anwendung der Grounded Theory als Familie erzählte Beziehungen aus der Perspektive der geflüchteten Adressat*innen rekonstruiert und Prozesse der Zugehörigkeitsherstellungen sichtbar gemacht. Die Ergebnisse zeigen, dass als Familie konstruierte Zugehörigkeit als exklusiv und kollektiv erzählt und durch Alltagsroutinen, symbolische Handlungen, praktische Unterstützung und besondere Ereignisse hergestellt wird. Die Interviewten gestalten Zugehörigkeit aktiv mit, indem sie allgemeine Ordnungen anerkennen, und rahmen die Beziehungen (trotz struktureller Prekarität) als robust. Der Beitrag lässt geflüchtete Akteur*innen als Mitgestalter*innen von Beziehungen im Kontext von freiwilligem Engagement zu Wort kommen und eröffnet neue Perspektiven auf Zugehörigkeit und Doing Family.

Abstract:
The article examines how belonging as a family is narrated in relationships of voluntary engagement. Using the analytical perspective of agency, as well as episodic interviews and grounded theory, the relationships narrated as family are reconstructed from the perspective of refugee addressees, revealing the processes of establishing belonging. The results show that belonging constructed as family is narrated as both exclusive and collective and is formed through everyday routines, symbolic actions, practical support, and special events. The interviewees actively shape belonging by recognising structures and frame the relationships as robust (despite structural precariousness). The article highlights refugee actors as co-creators of relationships within the context of voluntary engagement and opens up new perspectives on belonging and doing family.